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17.07.2009

Wahlprüfsteine der Kölner Theaterkonferenz

1. „Welchen Stellenwert hat Theater (egal ob städtisch, frei oder privat) grundsätzlich für Ihre Partei?“

Das Theater hat für die FDP einen hohen Stellenwert, vor allem im Zusammenhang mit der von uns als vorrangige Priorität erkannten kulturellen Bildung und Teil des vom Rat der Stadt Köln am 30.06.2009 verabschiedeten Kulturentwicklungsplanes.

2a. „Wie beurteilt Ihre Partei die aktuelle finanzielle Ausstattung der Kölner Theaterszene und welche Maßnahmen wollen Sie diesbezüglich in der Zukunft ergreifen?“

Die FDP ist über die finanzielle Ausstattung der Kölner Theaterszene nicht glücklich, weist jedoch darauf hin, dass mit dem Theaterförderkonzept und der Gründung des Kölner Theaterbeirates, dessen Vorsitz Sie übernommen haben, die Voraussetzungen für eine nachhaltige Förderung gegeben sind. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass nicht nur der Kulturetat, sondern auch die Mittel sowohl für die Konzeptionsförderung als auch für die Projektförderung in den letzten Jahren wesentlich gesteigert werden konnten.

2b. „Wie stellt sich Ihre Partei eine adäquate finanzielle Förderung insbesondere der freien und privaten Theater in Köln vor?“

CDU und FDP haben in einem gemeinsamen Papier im Zusammenhang mit der Umsetzung des Kulturentwicklungsplanes im Juni 2009 gefordert, dass die freien und privaten Theater in Köln 10 % der Förderung erhalten sollen, die die Stadt Köln in ihrem Haushalt den Bühnen zur Verfügung stellt.

2c. „Was haben Kölner Theater in Anbetracht der Wirtschaftskrise von Ihrer Partei zu erwarten?“

Das Kulturamt der Stadt Köln hat bereits allen freien Trägern mitgeteilt, dass im 4. Quartal mit einer Kürzung der zugesagten Mittel von 15 % zu rechnen ist. Ich hoffe, dass wir dies noch verhindern können.

3. „Welche Bedeutung hat der Begriff „Vielfalt der Kölner Theaterszene“ für Ihre Partei?“

Uns ist bekannt, dass genauso viele Besucher die Produktionen der freien und privaten Theater besuchen, wie die Produktionen der Bühnen der Stadt Köln. Daraus wird deutlich, welche Bedeutung der Begriff „Vielfalt der Kölner Theaterszene“ auch für die FDP besitzt.

4a. „Hat Ihre Partei vor, besondere Schwerpunkte im Bereich Kinder- und Jugendtheater zu setzen, wenn ja, welche?“

Im Rahmen der kulturellen Bildung besitzen die Kinder- und Jugendtheater besondere Priorität, die wir in der nächsten Ratsperiode verfolgen werden.

4b. „Welche besonderen Schwerpunkte setzt Ihre Partei bezogen auf den
demographischen Wandel?“

Selbstverständlich müssen sich alle Parteien dem demografischen Wandel stellen. Dies gilt nicht nur für den Bereich der Kinder- und Jugendtheater, sondern auch für die Senioren und immer älter werdenden Bürger und Bürgerinnen. Hier muss ein ausgewogenes Konzept erarbeitet werden.

5. „Welche Haltung hat Ihre Partei zum Theaterförderkonzept?“

Gerade die FDP hat sich maßgeblich für das Theaterförderkonzept eingesetzt und durchgesetzt, dass der Theaterbeirat nur aus Experten besteht und die Politik dort nicht vertreten ist. Um dies durchzusetzen, mussten erhebliche Widerstände in anderen Parteien überwunden werden.

6. „Nur einmal angenommen: Ihre Partei würde die absolute Mehrheit der Ratsmandate gewinnen…
Wie würde dann 2014 die Kölner Theaterlandschaft aussehen?“

Wenn die FDP die absolute Mehrheit der Ratsmandate gewinnen würde oder das Mandat erhielte „Regierungsverantwortung“ zu übernehmen, so würde die Kölner Theaterlandschaft weiter gestärkt. Dies ist ein Ziel bis 2014. Zunächst muss die weltweite Finanzkrise überwunden werden, die auch im nächsten Jahr und in den Folgejahren in Köln erhebliche Probleme schaffen wird.

Die Fragen beantwortete der Kulturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion und Kandidat für den Rat der Stadt Köln Herr Dr. Ulrich Wackerhagen.

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