FDP kritisiert versteckte Fahrpreiserhöhung durch Abschaffung der Kurzstreckentickets
Beese: Bei der Verkehrswende darf niemand auf der Strecke bleiben
11.09.2025 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln kritisiert die Entscheidung des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS), das Kurzstreckenticket abzuschaffen. Damit fallen vergünstigte Fahrten für bis zu drei Haltestellen künftig weg, welche für viele Menschen im Alltag eine wichtige und kostengünstigere Option darstellte.
„Selbstverständlich sind wir für eine Vereinfachung des Ticketsystems und wollen den Tarifdschungel am liebsten abschaffen. Doch die Abschaffung der Kurzstrecke ist nichts anderes als eine versteckte Fahrpreiserhöhung auf Kosten der ÖPNV-Nutzerinnen und Nutzer“, erklärt Christian Beese, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. „Die Abschaffung der Kurzstrecke würde auch besonders Teile der älteren Bevölkerung treffen, die kein Smartphone haben und deshalb nicht ‚eezy.nrw‘ nutzen können. Gerade diese Menschen dürfen bei der Verkehrswende nicht auf der Strecke bleiben.“
Die Liberalen erneuern ihre Forderung nach einer Kehrtwende in der Kölner Verkehrspolitik: Statt den Menschen das Fahren mit Bus und Bahn immer teurer zu machen, müsse die Qualität verbessert, das Angebot ausgeweitet und echte Anreize geschaffen werden: „Der Service der KVB ist nach wie vor geprägt von Verspätungen, Ausfällen und überfüllten Bahnen. Wer bei diesem Angebot die Preise faktisch anhebt, gefährdet die dringend notwendige Verkehrswende. Köln braucht einen attraktiven, verlässlichen und bezahlbaren ÖPNV. Doch wer so agiert, schadet nicht nur den Fahrgästen, sondern der ganzen Stadt“, so Beese abschließend.







