FDP begrüßt Aussetzen von Verleihung des Ehrenamtspreises an Runden Tisch für Frieden

Görzel: Auszeichnung wäre nach Austritt der Synagogen-Gemeinde fatales Zeichen

05.09.2025 Meldung FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Der Austritt der Kölner Synagogen-Gemeinde aus dem Runden Tisch für Frieden Chorweiler ist ein Alarmzeichen. Die jüdische Gemeinde hatte das Vertrauen in das Gremium verloren, das eigentlich dem Frieden dienen soll, nachdem es sich nach Aussage der Synagogengemeinde „Gruppierungen mit deutlich pro-palästinensischer Ausrichtung gebeugt“ habe. Volker Görzel, FDP-Fraktionsvorsitzender und OB-Kandidat, erklärt:

„Der Austritt der hoch anerkannten Kölner Synagogen-Gemeinde zeigt, dass beim Runden Tisch etwas in Schieflage geraten ist. Der Runde Tisch und seine Akteure müssen hier eine deutliche Reaktion im Sinne des interreligiösen Austauschs folgen lassen. Gleichzeitig wäre die geplante Auszeichnung des Runden Tisches am kommenden Sonntag mit dem „Miteinander-Preis Köln für Demokratie und Vielfalt“ im Rahmen des Ehrenamtspreises ein fatales Zeichen und völlig unangebracht. Wer den Verlust einer so wichtigen Stimme wie der Synagogen-Gemeinde zu verzeichnen hat, darf nicht zur Tagesordnung übergehen. Ich bin froh, dass die Stadt die Entscheidung scheinbar nun zügig überdacht hat und eine Preisverleihung vorerst ausgesetzt hat.“

Vor dem Hintergrund des wachsenden Drucks auf Jüdisches Leben in Köln kritisiert Görzel: „Jüdische Bildungseinrichtungen unter Polizeischutz, Kinder, die aus Angst von jüdischen Schulen genommen werden, steigende Gewaltdelikte gegen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger: Dass jüdisches Leben in Köln unter solch massivem Druck steht – das zeigen nicht nur steigende antisemitische Vorfälle, sondern auch die wachsende Unsicherheit in den Gemeinden – ist schlichtweg beschämend. Es ist unsere Pflicht, die Sicherheit jüdischen Lebens kompromisslos zu gewährleisten. Der Runde Tisch kann und soll hier wieder ein wichtiges Element werden.“

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