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27.04.2014

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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FDP will Umsetzung der verkürzten Schulzeit an Gymnasien verbessern

Yvonne Gebauer, MdL
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Gebauer: Keine zusätzliche Unruhe in Schulen tragen
Die Verkürzung des gymnasialen Bildungsgangs (G8) führt nach wie vor in vielen Familien zu Problemen und Verärgerung. Bei vielen Schülern und Eltern besteht durch die Verdichtung des Lehrstoffes und eine oftmals unzureichende Ausstattung der Schulen ein Gefühl einer Überforderung. Es bestehen zu wenige Phasen der Entspannung. Viele Familien beklagen einen Zeitmangel für Vereine und andere außerschulische Aktivitäten. Hierzu erklärt Yvonne Gebauer, Mitglied des Landtags NRW und Schulpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln:

„Die FDP-Landtagsfraktion teilt diese Sorgen der Familien. Zwar konnten in der Regierungszeit der FDP zum Beispiel mit der Ganztagsoffensive erstmalig Gymnasien in großem Umfang zu Ganztagsschulen werden. Auch wurden umfangreiche Landesmittel für den Ausbau von Mensen und Aufenthaltsräumen bereitgestellt. Weitere Forderungen der FDP nach einer weitergehenden Verschlankung der Lehrpläne oder aber einer fachlichen Hausaufgabenbetreuung in der Schule zur Entlastung der Schülerinnen und Schüler und zur vertieften individuellen Förderung wurden abgelehnt oder nur unzureichend umgesetzt.

Die nach wie vor große Unruhe an Schulen und in der Öffentlichkeit verdeutlicht jedoch, dass weiterer Verbesserungsbedarf besteht. Wir wollen die Kinder fordern, aber nicht überfordern. Die FDP-Landtagsfraktion hat in der jüngeren Vergangenheit wiederholt Initiativen in den nordrhein-westfälischen Landtag eingebracht, um die Gymnasien zu stärken und eine verbesserte Umsetzung von G8 zu ermöglichen. SPD und Grüne haben einen verstärkten Ausbau der Ganztagsangebote durch eine Flexibilisierung bei gleichzeitiger Sicherung von Wahlmöglichkeiten für Eltern jedoch ebenso abgelehnt wie die Bereitstellung von Lehrerstellen für Gymnasien nach Abschluss des doppelten Abiturjahrgangs. Gerade aber vertiefte Möglichkeiten zur individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler würden einer schülerfreundlichen Ausgestaltung des verkürzten Bildungsgangs entsprechen.

Die nun in Teilen der Öffentlichkeit geforderte Rückkehr zum neunjährigen Bildungsgang an nordrhein-westfälischen Gymnasien erachtet die FDP nicht als richtigen Weg. Den Gymnasien ist nicht geholfen, wenn erneut massive Umstellungsprozesse und damit Unsicherheit in die Schulen getragen werden. Vielmehr bedarf es einer konsequenten qualitativen Nachsteuerung von G8. Dabei erwartet die FDP-Fraktion von der rot-grünen Landesregierung ein klares Bekenntnis zu einer umfassenden Unterstützung der Gymnasien.

Wir fordern, dass für einen forcierten Ausbau der Ganztagsangebote an Gymnasien bei gleichzeitiger Sicherung von Wahlmöglichkeiten für Eltern die Ganztagsausgestaltung flexibilisiert werden muss. Die Lehrpläne müssen nochmals umfassend auf weitere Verschlankungsmöglichkeiten hin geprüft werden, um der Verdichtung des Lehrstoffes entgegen zu wirken und den Kindern mehr Entspannung zu ermöglichen. Um die Möglichkeiten der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler zu verstärken, fordert die FDP, zusätzliche Stellen für die Gymnasien zur Verfügung zu stellen. Diese pro Gymnasium durchschnittlich eine zusätzliche Lehrerstelle soll zunächst bis einschließlich 2015 bereitgestellt werden, bis allgemeine Schritte zur umfassenden Absenkung der Klassenfrequenzrichtwerte an den weiterführenden Schulen umgesetzt worden sind.

Um die fachliche Vertiefung zu verstärken, leistungsstarke wie leistungsschwache Schülerinnen und Schüler zu fördern sowie mehr Freiräume der Freizeitgestaltung zu eröffnen, müssen Hausaufgaben über die bestehenden Maßnahmen hinaus stärker in eine fachbezogene individuelle Förderung in der Schule eingebunden werden. Um insbesondere die jüngeren Kinder zu entlasten, muss die Landesregierung prüfen, ob Unterrichtsinhalte besser zwischen Unter-, Mittel- und Oberstufe verteilt werden können. Wir fordern die rot-grüne Landesregierung auf, offen und konstruktiv in Gespräche über die notwendigen und unverzichtbaren Maßnahmen zur Verbesserung des verkürzten gymnasialen Bildungsgangs einzutreten und die Chancen zur Entlastung der Kinder und Jugendlichen zu nutzen.“


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