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08.04.2014

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Tempo 30 und breitere Gehwege am Dom

So soll der Eingang zum Baptisterium umgestaltet werden
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So soll der Eingang zum Baptisterium umgestaltet werden
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So soll der Eingang zum Baptisterium umgestaltet werden
Umbau: Verkehrsausschuss beschließt zwei Millionen Euro teure Neuordnung - Nur noch zwei Spuren im Tunnel
Von Matthias Pesch

Die Neugestaltung der Domumgebung, das derzeit wichtigste und ambitionierteste Bauprojekt in der Innenstadt, ist in vollem Gange. Jetzt steht fest, wie der Verkehr auf der Ostseite der Kathedrale nach Abschluss der Bauarbeiten fließen wird: Der Verkehrsausschuss hat am Montag in einer Sondersitzung einstimmig das Konzept der Verwaltung beschlossen. Danach wird der Verkehr - wie bereits jetzt während der aktuellen Bauphase - nur noch durch die westliche, zum Dom hin gelegene Tunnelröhre unter dem Museum Ludwig rollen, mit jeweils einer Fahrspur in jeder Richtung. Der gesamte östliche, zum Rhein hin gelegene Bereich wird zum Gehweg.

In diesem Tunnel Am Domhof wird das Tempo auf 30 Stundenkilometer begrenzt. Auf beiden Seiten werden für die Radfahrer jeweils 1,25 Meter breite Schutzstreifen markiert, die Fahrbahnen werden 2,25 Meter breit, es gibt eine frei laufende Rechtsabbiegerspur in den Tunnel Frankenplatz zum Rheinufer hinunter. Damit die Rechtsabbieger den geradeaus führenden Radweg nicht übersehen, will die Stadt möglichst stark reflektierende Markierungsstreifen aufbringen. Der Tunnel wird laut Stadtentwicklungsdezernent Franz-Josef Höing hell und freundlich gestaltet, "es gibt ein abgestimmtes Konzept vom Boden über die Wände bis zur Decke".

Die Dom-Tiefgarage wird demnächst nur noch über die Einfahrt am Kurt-Hackenberg-Platz zu erreichen sein, ausfahren können die Autofahrer ausschließlich an der Trankgasse - und zwar nach rechts und links. Die Neuordnung des Verkehrs kostet knapp zwei Millionen Euro.

Wie die Trankgasse künftig aussehen wird, wo genau Ampeln installiert oder Überwege eingerichtet werden, wie die Kreuzung mit der Marzellenstraße gestaltet wird, ist derzeit noch offen. Aus der Politik kam die Anregung, direkt am Tunnelausgang eine Ampel aufzustellen, damit Passanten vom Bahnhofsvorplatz direkt auf die Domseite wechseln können - was viele auch heute schon ohne Ampel tun. Auf jeden Fall hat sich der Verkehrsausschuss einem FDP-Vorschlag angeschlossen, für diese Fußgänger auf der Seite der Tiefgarageneinfahrt einen Gehweg beizubehalten. Nach den Worten Höings hat sich zudem die Leitung des Hotels Excelsior bereiterklärt, mit der Stadt über die Neugestaltung der Hotelzufahrt zu verhandeln. "Dieser gesamte Bereich muss grundsätzlich neu geplant werden", sagt Klaus Harzendorf, Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik.

Auf der Ostseite der Kathedrale beginnt unterdessen der Wiederaufbau des Domsockels mit dem Baptisterium, dem über Jahre hinweg völlig vernachlässigten frühchristlichen Taufbecken, und den geplanten Ausstellungsflächen für die Dombauhütte. Vor dem Baptisterium wird der Dionysosbrunnen seinen Platz finden. Diese Arbeiten müssen nach den Worten von Anne Luise Müller, Leiterin des Stadtplanungsamtes, bis Ende des Jahres abgeschlossen sein, um die zugesagten Bundeszuschüsse in Höhe von fünf Millionen Euro abrufen zu können.

Parallel dazu wird der Tunnel Am Domhof laut Müller in Sachen Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht. Offenbar gibt es auch wieder Chancen für das zunächst geplante und dann aus Kostengründen verworfene Medienband, das sich an der Ostseite des Tunnels entlangziehen soll. Laut Verwaltung werden die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Monitore installiert werden können - wenn die Finanzierung gesichert ist. Das Medienband aus aneinandergereihten LED-Bildschirmen soll dem Museum Ludwig und der Philharmonie als Werbefläche dienen. Die Stadt rechnet mit Kosten zwischen 555 000 und 800 000 Euro. Hinzu kämen innerhalb der kommenden 20 Jahre Wartungs- und Betriebskosten von insgesamt 2,7 Millionen Euro.

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