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18.03.2014

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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Gebauer: Heliosschule zu teuer, zu eng und zu gefährlich

Liberaler Aprilscherz: Briefmarke mit dem Helios-Turm in Ehrenfeld
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Liberaler Aprilscherz: Briefmarke mit dem Helios-Turm in Ehrenfeld
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Liberaler Aprilscherz: Briefmarke mit dem Helios-Turm in Ehrenfeld
FDP lehnt Prestigeprojekt ab und fordert anderen Standort
Nach ersten Berechnungen soll der Bau einer Grund- und einer Gesamtschule auf dem Heliosgelände in Ehrenfeld ohne Grundstückskosten fast 100 Mio. Euro kosten. Die Verwaltung gibt selbst zu, dass die Bau- und Folgekosten durch standortbedingten Mehrkosten „nicht vergleichbar“ mit den Baukosten anderer Schulprojekte sind. Dazu erklärt die schulpolitische Sprecherin der FDP-Ratsfraktion Yvonne Gebauer:

„Köln hat einen großen Bedarf an Schulsanierungen, -erweiterungen und -neubauten. Die begrenzten Mittel müssen effizient eingesetzt und nicht für einzelne Wünsch-Dir-Was-Projekte ausgegeben werden. Denn die hohen Kosten für die Schule auf dem Heliosgelände müssen bei anderen eingespart werden. Diese Schulbaupolitik für wenige auf Kosten viele Schüler, Eltern und Lehrer in Köln werden wir nicht mittragen.

Baukosten von 100 Mio. Euro für eine 2-zügige Grundschule und einer 4-zügigen Gesamtschule sprengen den normalen Kostenrahmen für diese Bauten. Darin ist noch nicht einmal das Grundstück enthalten, das bei diesem Standort auch seinen Preis haben wird. Die zusätzlichen Kosten für den notwendigen Sanierungsbedarfs des kontaminierten Erdreichs können nur Schätzwerte sein.

Wir müssen darum von Gesamtkosten für die bauliche Realisierung an diesen Standort von weit über 100. Mio. Euro ausgehen. Damit steht jetzt schon fest, dass der Schulbau auf dem Heliosgelände alle Kostenrekorde brechen wird, es wird wohl im Verhältnis zur Schülerzahl der teuerste Schulbau auf Kölner Boden. Die FDP hält darum die Planung an diesem Standort für nicht verantwortbar.

Das Heliosgelände ist darüberhinaus für Schulen dieser Art und Größe zu klein, was das Bauen dann bei den heutigen Brandschutzauflagen so unverhältnismäßig teuer macht, wie die Verwaltung selbst bestätigt. So muss man in die Tiefe bauen, um das benötigte Raumprogramm zu realisieren. Die Turnhallen, darunter eine Dreifachsporthalle, werden in die Erde verlegt. Statt eines Lehrerparkplatzes wird eine Tiefgarage gebaut...

Die Vorlage der Verwaltung gibt somit selbst die Antworten, warum der Standort auf dem Heliosgelände für Schulbauten unpassend und darum abzulehnen ist. Und dabei ist der angrenzende viel befahrene Gürtel als Gefahrenquelle für die Kinder und Jugendlichen noch gar nicht berücksichtigt. Wer für die künftigen Nutzer und die Stadtkasse etwas Gutes tun will, muss einen weniger problematischen Standort für dieses Projekt suchen.

Dass die Verwaltung das bisher nicht getan hat, ist der eigentliche Skandal. Sie hätte die vergangenen Jahre nutzen müssen, um bezahlbare Alternativen im Stadtteil Ehrenfeld der Politik zur Abstimmung anzubieten. Das Land Nordrhein-Westfalen hat mit der gesetzlichen Verankerung der Gründung von Teilstandorten für Gesamtschulen hierzu ausreichend Möglichkeiten geschaffen.“


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