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18.02.2014

Stadt Köln

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„Starkes Zeichen für unsere Partnerschaft“

Manfred Wolf, MdR
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OB Jürgen Roters reist mit hochkarätiger Delegation nach China
Kulturelle Begegnung, Ausbau der städtepartnerschaftlichen Beziehungen zwischen Köln und Peking, Stärkung der deutsch-chinesischen Wirtschaftskontakte, Ausbau der Kooperationen in den Bereichen Bildung, Schule, Jugend, Ausbildung, Umweltschutz, Abfallwirtschaft, Petitionswesen und Freiwilligenarbeit – mit einem prallgefüllten Themenpaket geht eine hochkarätige Delegation der Stadt Köln unter der Leitung von Oberbürgermeister Jürgen Roters vom 19. bis zum 25. Februar 2014 auf Chinareise.

Als kultureller Botschafter Kölns ist das Gürzenich-Orchester unter der Leitung von Gürzenich-Kapellmeister Markus Stenz derzeit in Asien auf Tournee. Dabei gastiert Orchester in den nächsten Tagen unter anderem in Shanghai und in Peking. Die Stadt Köln nutzt die Konzertreise, um ihre Städtepartnerschaft mit Peking in zahlreichen Themengebieten zu erweitern, neue Kooperationsvereinbarungen zu unterzeichnen und die Wirtschaftskontakte mit China auszubauen.

Auf dem Programm stehen unter anderem Zusammentreffen mit dem Pekinger Oberbürgermeister Wang Anshun, dem chinesischen Vize-Minister Zhang Jianguo, Generaldirektor der State Administration of Foreign Experts Affairs (SAFEA), ein Empfang in der Deutschen Botschaft in Peking und Gespräch mit dem Deutschen Botschafter Michael Clauss sowie zwei Wirtschaftsempfänge der Stadt Köln vor den Konzerten des Gürzenich-Orchesters in Shanghai und Peking.

Um den hohen Stellenwert zu unterstreichen, den die Städtepartnerschaft Köln-Peking für den Rat und die Verwaltung der Stadt Köln hat, und die Kooperationen in den Bereichen Umwelt und kommunale Daseinsvorsorge, Bildung und Wirtschaftsförderung auf höchster Fachebene zu intensivieren, wird Oberbürgermeister Roters von den vier Ratsmitgliedern Bürgermeisterin Angela Spizig (Bündnis 90/Grüne), Bürgermeister Manfred Wolf (FDP), dem stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzenden Axel Kaske (SPD) und dem stellvertretenden CDU-Fraktionsvorsitzenden Karl-Jürgen Klipper sowie den Beigeordneten Ute Berg (Dezernat Wirtschaft und Liegenschaften), Dr. Agnes Klein (Dezernat Bildung, Jugend, Sport) und Henriette Reker (Soziales, Integration, Umwelt) begleitet.

In der Delegation dabei sind auch der Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Köln, Dr. Dieter Steinkamp, der Geschäftsführer der Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln, Andreas Freund, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Koelnmesse, Gerald Böse, der Geschäftsführer Internationales der Industrie- und Handelskammer zu Köln, Alexander Hoeckle, sowie hochrangige Vertreter des Flughafens Köln/Bonn, der Deutschen Bank und Lanxess China, die Direktorin der Gesamtschule Zollstock, Dagmar Naegele, und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachverwaltung.

Für die Lufthansa als Partner des Gürzenich-Orchester Köln wird Finanzvorstand Simone Menne mit in Peking sein. Ein Höhepunkt der Reise wird die feierliche Unterzeichnung des erneuerten Städtepartnerschaftsvertrags zwischen Köln und Peking durch die Oberbürgermeister Jürgen Roters und Wang Anshun bei einem Empfang der Pekinger Stadtregierung am 24. Februar 2014 sein. Dabei wird vereinbart, „künftig verstärkt auch auf den Gebieten Bildung, Jugend, Sport, Umweltschutz, Gesundheit, kommunale Daseinsvorsorge, Petitionswesen und Freiwilligenarbeit zu kooperieren“ und diese Zusammenarbeit „zum geeigneten Zeitpunkt mit konkreten Aktionsplänen zu versehen“, die „von den Verwaltungen der beiden Städte im engen Austausch erstellt und gefördert werden“.

Die Städtepartnerschaft zwischen Köln und Peking wurde am 14. September 1987 begründet: Aus Anlass des 25-jährigen Partnerschaftsjubiläums hatte Köln im Jahr 2012 ein Chinajahr mit weit über 100 Veranstaltungen und einem großen Chinafest auf dem Roncalliplatz organisiert. Dabei waren viele neue Kontakte entstanden, mit denen die Städtepartnerschaft nachhaltig auf eine noch breitere bürgerschaftliche Basis gestellt werden konnte, und Gespräche zum Ausbau der Zusammenarbeit eingeleitet worden, die nun zu konkreten Kooperationsvereinbarungen und Fachaustauschen der Delegationsbereiche Wirtschaft, Bildung und Umweltschutz führen:

1. Wirtschaft

Beim Besuch der Wirtschaftsmetropole Shanghai wollen Oberbürgermeister Jürgen Roters und Wirtschaftsdezernentin Ute Berg Kontakte zur Stadtregierung ausbauen und Kooperationsmöglichkeiten für die Zukunft ausloten. Das Gürzenich-Orchester gastiert am Donnerstag, 20. Februar 2014, nach seinen großen Erfolgen in den Jahren 2007 und 2010 erneut im Shanghai Grand Theatre. Vor dem Konzert lädt OB Roters Entscheider aus Politik und Wirtschaft zu einem Business-Empfang ein. Ehrengast wird der Deutsche Generalkonsul Sr. Wolfgang Röhr sein, auch die Stadtregierung Shanghai ist geladen. Auch in Peking ist ein Wirtschafts-Empfang mit hochrangigen Ehrengästen der Stadtregierung Peking, der deutschen Botschaft und Unternehmern vorbereitet. Dort wird das Gürzenich-Orchester erneut im National Center for the Performing Arts - Pekings bedeutendster Spielstätte – auftreten.

In den Schwerpunkt-Bereichen Schule und Bildung, Umweltschutz und Wirtschaft bestehen hervorragende Ansatzpunkte für eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit. Und für Kölner Firmen und Institutionen bieten sich hier in der Zukunft gute Geschäftschancen. Dies bestätigte auch noch einmal ausdrücklich der chinesische Botschafter in Deutschland, Shi Mingde, bei seinem letzten Besuch bei Oberbürgermeister Jürgen Roters im Dezember des letzten Jahres. Aus diesem Grund werden die Dezernentin für Wirtschaft und Liegenschaften der Stadt Köln Ute Berg und Vize-Bürgermeisterin der Stadt Peking Cheng Hong während dieses Besuches ein „Memorandum of Understanding“ für den Bereich Wirtschaft unterzeichnen.

Die Ausgangslage könnte dafür nicht besser sein: Bereits seit 2008 besteht eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Institutionen der Wirtschaftsförderung beider Städte. Darüber hinaus arbeitet die Wirtschaftsförderung der Stadt Köln seit Jahren eng zusammen mit dem Beijing Municpal Commission of Commerce im Rahmen der China-International Fair for Trade in Services (CIFTIS). Köln hat sich hier in den Jahren 2012 und 2013 mit der führenden Kongressmesse für nachhaltige urbane Entwicklung „UrbanTec“ mit großem Erfolg beteiligt. Wirtschaftsdezernentin Ute Berg: „Köln bietet beste Voraussetzungen für die Zusammenarbeit mit einem der dynamischsten Wachstumsmärkte der Welt: hervorragend vernetzte China-Akteure, rund 200 chinesische Firmen und die erfolgreiche Kölner China-Offensive mit ihrem Top-Service für chinesische Investoren.“

In Peking stehen zudem Treffen mit einzelnen chinesischen Unternehmen und Institutionen an, unter anderem ein Besuch der AVIC International Holding Corporation, einem der führenden Unternehmen in Chinas Luftfahrtindustrie. Der Mischkonzern hat das Kölner Traditionsunternehmen KHD Humboldt Wedag übernommen.

2. Bildung

Die Bildungsdelegation unter der Führung von Schuldezernentin Dr. Agnes Klein wird eine Bildungsvereinbarung mit Peking unterzeichnen. Das Abkommen gilt dem Aufbau weiterer Schulpartnerschaften, der Förderung der Sprachkompetenz in der jeweils anderen Landessprache, dem Austausch von Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden, Jugendlichen aus Einrichtungen der Jugendhilfe und Fachkräften der schulischen, außerschulischen und beruflichen Bildung.

Es gibt außerdem ein fachbezogenes Arbeitsprogramm. Entsprechend der Ziele der Bildungsvereinbarung werden Gespräche mit allgemein- und berufsbildenden Schulen geführt. Darüber hinaus werden mit Repräsentanten des Beijing Administrative College Überlegungen angestellt, den Austausch zwischen jungen Auszubildenden in Verwaltungsberufen weiterzuführen. Mit der Bildungskommission der Stadt Peking gibt es einen Gedankenaustausch, wie die beabsichtigten Austauschprogramme gefördert und unterstützt werden können.

3. Umweltschutz

Im Rahmen der Städtepartnerschaft gewinnt das Themenfeld Umweltschutz zunehmend an Bedeutung. Das große Interesse der chinesischen Kooperationspartner auf staatlicher und kommunaler Ebene an Know-how sowohl auf technischem als auch auf administrativem Gebiet wird von Köln gerne aufgegriffen. Denn die Zusammenarbeit bietet auch die Chance, Köln als attraktiven Standort für chinesische Unternehmen nicht nur in Sachen Umwelttechnologie zu empfehlen.

„Wenn wir mit kommunalen Unternehmen einen Beitrag leisten können, dass chinesische Firmen Köln und das Rheinland als ihre Basis in Europa entwickeln und hier investieren, ist das ein guter Grund für mich nach Peking zu reisen“, macht Dr. Dieter Steinkamp, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Köln, deutlich. „Ich werde davon berichten, dass sich bei uns erst spät die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass eine nachträgliche Sanierung von Umweltschäden viel teurer ist als Umweltschutz von Anfang an und bin sicher, dass unsere chinesischen Partner von unseren Erfolgen aber auch aus unseren Fehlern lernen können“, so Umweltdezernentin Henriette Reker.

Schwerpunkt des aktuellen Arbeitsbesuchs ist der Teilbereich Abfallwirtschaft. Neben den Herausforderungen einer optimierten Logistik drängt in der Millionenstadt Peking die Frage, wie Recycling am effizientesten gefördert und die Verbrennung und Deponierung auf das unvermeidliche Mindestmaß begrenzt werden kann. Bereits im letzten September hatten sich Experten des städtischen Umweltamtes, der städtischen Töchter AWB und AVG sowie der Fachhochschule Münster vor Ort einen Überblick über den Stand der Abfallwirtschaft in Peking und Felder für eine Kooperation verschafft.

Hieran anknüpfend wird im Rahmen des Arbeitsbesuchs die Entsendung deutscher Berater nach Peking, die Fortbildung chinesischer Fachkräfte in Köln sowie die Durchführung eines Fachkongresses zur Abfallwirtschaft in Peking vorbereitet. Kooperationspartner ist dabei die State Administration for Foreign Experts Affairs (SAFEA), die ihr Europabüro in Köln angesiedelt hat.

Oberbürgermeister Jürgen Roters sieht in dem gemeinsamen Auftreten von Kultur, Politik, Wirtschaft und Stadtverwaltung ein starkes Zeichen: „Unsere hochkarätige Delegation macht deutlich, welch hohe Bedeutung wir der Zusammenarbeit mit unserer Partnerstadt und China einräumen. Ganz besonders freue ich mich auf das Zusammentreffen mit meinem Pekinger Amtskollegen Wang Anshun. Mit unserem Besuch schaffen wir die Basis für ganz konkrete Verträge und Geschäftsaufträge, die die Menschen hier und in Peking enger zusammenbringt und von denen Köln und die Region profitieren werden.“

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