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02.12.2013

FDP-Landtagsfraktion NRW

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Gebauer: Ministerin Löhrmann muss Maulkörbe endlich abstellen

Yvonne Gebauer, MdL
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Debatte über Maulkörbe für Lehrer
In der Debatte über Maulkörbe für Lehrer hat die FDP-Landtagsfraktion die rot-grüne Landesregierung zu einem Kurswechsel im Umgang mit kritischen Äußerungen von Lehrerinnen und Lehrern aufgefordert. „Pädagogen müssen die Möglichkeit haben, sich zu fachlichen Fragen auch angstfrei äußern zu können. Wer Lehrerinnen und Lehrern den professionellen Diskurs verbietet, darf sich über Resignation und Frustration an vielen Schulen nicht wundern“, kritisierte die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Yvonne Gebauer.

Die Lehrerschaft muss aus Sicht der FDP mit fachlichen Ansichten auch gehört werden. „Die FDP-Fraktion erhält allerdings kontinuierlich Rückmeldungen von Lehrerinnen und Lehrern, dass bei kritischen Aussagen zu pädagogischen Fragen von Seiten der Schulverwaltung zurechtgewiesen, einbestellt oder auch eingeschüchtert wird“, erklärt Gebauer. Umfangreiche Schilderungen zeigen, dass dies bis in Personalversammlungen hineinreichen kann. Die Reaktionen reichen demnach von Besuchen vor Ort, über Einbestellungen der Lehrer bis hin zu scharfen Vorgehen gegen Pädagogen, die möglicher Äußerungen gegenüber Oppositionsfraktionen „verdächtigt“ würden. „Dass dabei vollkommen unbeteiligte Personen getroffen werden, scheint als Kollateralschaden hingenommen zu werden“, kritisiert Gebauer.

Die Schulministerin verweist zu Recht auf ein bestehendes Dienst- und Treuverhältnis von Landesbediensteten. „Das Dienst- und Treuverhältnis bedeutet aber nicht, dass Pädagogen ihren Sachverstand beim Betreten der Schule am Eingang abgeben“, erklärt Gebauer. „Lehrkräfte sind dazu angehalten, an der Qualitätsentwicklung der Schulen mitzuwirken, ihnen muss auch ein fachlicher Diskurs ermöglicht werden“, betont Gebauer. Solche Diskussion dürfen sich nach Ansicht der FDP-Fraktion nicht auf Lobhudeleien für Rot-Grün und die Schulministerin beschränken. „Schulministerin Löhrmann sollte die Souveränität besitzen, auch kritische Argumente zuzulassen. Es reicht nicht, wenn die Ministerin reflexartig ihre Freude am Meinungsaustausch betont. Sie muss dem problematischen Umgang mit Pädagogen endlich Einhalt gebieten“, fordert Gebauer.

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