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18.01.2003

FDP-Kreisverband Erft

Meldung

Rheinbraun-Verwaltungssitz in Köln beibehalten

Horst Engel, MdL
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Horst Engel, MdL
Presseberichte der vergangenen Tage haben erneut Spekulationen über eine Verlegung der Rheinbraun-Hauptverwaltung von Köln nach Essen aufkommen lassen. Gleichzeitig läuft im Nordkreis die Diskussion über Standorte für weitere BOA Kraftwerke im Raum Bergheim. Die FDP fordert daher den Verbleib der RWE Rheinbraun Hauptverwaltung im Revier, da ein Standortwechsel für die Region, das Unternehmen, seine Projekte und seine Mitarbeiter fatale Folgen hätte.

Horst Engel, MdL aus Köln: Braunkohlenbergbau braucht Akzeptanz und Partnerschaft der Region Braunkohlenförderung und -stromerzeugung haben im Revier Akzeptanz. Diese Akzeptanz lebt vom verantwortlichen Handeln des Unternehmens und seiner Identifikation mit der Region und seinen Menschen. Identifikation heißt, vor Ort präsent und Ansprechpartner der Bürger, Kommunen, Behörden und politischen Gremien sein. Dies gilt vom Baggerführer bis zum Vorstand.

Mit der Verlegung der Hauptverwaltung nach Essen würde sich das Unternehmen vom Revier „distanzieren“ und die für Genehmigungsverfahren und Betrieb von Tagebauen und Kraftwerken so wichtige Identifikation und Akzeptanz zum Teil Schaden nehmen. Negative Auswirkungen auf die Aktivitäten des Unternehmens und die Arbeitsplätze wären die Folge.

Solidarität ist keine Einbahnstraße

Insbesondere beim Genehmigungsverfahren für den Tagebau Garzweiler II haben die Bürgerinnen und Bürger, die Kommunen und die verantwortlich handelnden politischen Parteien der Region ihre Solidarität mit dem Bergbauunternehmen RWE Rheinbraun bewiesen.

Der nächste Prüfstein sind die BOA Neubauprojekte. Mit den damit einhergehenden Fragen der Regionalplanung wird sich der FDP-Kreisverband Erft intensiv befassen. Die FDP unterstützt das zwischen dem Unternehmen RWE Rheinbraun und der Landesregierung vereinbarte Kraftwerkserneuerungsprogramm, da es aus Sicht der Wirtschafts-, Energie- und Umweltpolitik der richtige Weg ist, um mit neuen, modernen Kraftwerken die
· CO 2 Emissionen deutlich zu senken
· Wertschöpfung der Stromerzeugung in der Region zu halten
· Neubauinvestitionen von 10 Mrd. € in den nächsten Jahrzehnten anteilig auch der Region zugute kommen zu lassen und
· Arbeitsplätze im Revier langfristig zu sichern.

Allerdings darf - wie auch in der Vergangenheit - die Solidarität mit dem Unternehmen keine Einbahnstraße sein. Daher fordert die Erftkreis - FDP
· Verbleib der RWE Rheinbraun Hauptverwaltung in Köln
· Planung der neuen Kraftwerksstandorte unter Berücksichtigung der Belange der betroffenen Kommunen und ihrer Bürgerinnen und Bürger mit dem Ziel, die für die umliegenden Ortschaften verbundenen Belastungen so gering wie möglich zu halten.

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