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26.08.2012

FDP-NRW Landtagsfraktion

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FDP fordert „Stärkungspakt Gymnasien“

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Gebauer: Im Vergleich zu integrierten Schulformen benachteiligt
Die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Yvonne Gebauer, hat vor Journalisten ein Konzept zur Stärkung der Gymnasien vorgestellt. „Gymnasien sind mit einer Übergangsquote von 41 Prozent die beliebteste Schulform in NRW. Im Schulkonsens von CDU, SPD und Grünen werden Gymnasien im Vergleich zu den integrierten Schulformen jedoch benachteiligt“, sagte Gebauer. Der „Stärkungspakt Gymnasien“ soll durch eine Kampagne zum Ganztagsausbau, eine Flexibilisierung des Ganztagsangebots und die langfristige Sicherung der Stellen, aus dem Wegfall des doppelten Abiturjahrgangs dafür sorgen, dass Gymnasien nicht gegenüber anderen Schulformen benachteiligt werden.

„Der Ganztag stellt einen zentralen Baustein zur Stärkung der pädagogischen Qualität der Schulen dar und ist wichtig, um Chancengerechtigkeit für alle Kinder und Jugendlichen herzustellen“, erklärte Gebauer im Landtag. In NRW ist der Ganztagsausbau jedoch an den weiterführenden Schulformen unterschiedlich weit fortgeschritten. „Während an den integrierten Schulformen Gesamtschule und Sekundarschule nahezu 100 Prozent der Schulen als Ganztagsschulen arbeiten, verfügen nur rund 25 Prozent der Gymnasien über ein Ganztagsangebot.“ Durch die deutlich geringere Ganztagsquote an Gymnasien sei eine sehr große Zahl von Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen benachteiligt.

„Die FDP fordert die rot-grüne Landesregierung auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um in der laufenden Legislaturperiode eine erkennbar dynamische Entwicklung beim Ganztag zu erreichen“, erklärte die Bildungsexpertin. Dazu soll die Schulministerin eine Kampagne umsetzen, in der massiv für den Ganztagsausbau an Gymnasien geworben wird.

Zugleich möchte die FDP, dass der Ganztag flexibel ausgestaltet wird, um den unterschiedlichen Elternwünschen Rechnung zu tragen. „Einige Eltern wünschen für ihre Kinder keine Inanspruchnahme eines Ganztagsangebots. Andere Eltern legen einen großen Wert auf möglichst weitreichende Betreuungszeiten“, erläutert Gebauer. Deshalb soll die NRW-Landesregierung es Schulen ermöglichen, parallel Klassen im Halbtags- und im Ganztagsbetrieb vorzuhalten.

„Bisher sind keinerlei konkrete Schritte eingeleitet worden, um für die Gymnasien deutliche Verbesserungen der Rahmenbedingungen zu erzielen“, bemängelt Gebauer. Die FDP appelliert an die Landesregierung die Chance zur Qualitätsverbesserung an den Gymnasien zu nutzen, die sich durch den Wegfall des doppelten Abiturjahrgangs bietet. Nach dem Wegfall des doppelten Abiturjahrgangs 2013 werden laut Prognosen der Landesregierung rund 2.300 Stellen als Stellenüberhang an Gymnasien zur Disposition stehen. Gebauer: „Die FDP verlangt von der Landesregierung die klare Zusicherung, dass die 2.300 Stellen den Gymnasien nach dem Wegfall des Doppeljahrgangs langfristig, auch über das Schuljahr 2014/2015 hinaus, verbleiben.“

Diese Stellen könnten aus Sicht der FDP sowohl zur Realisierung von Ganztagsangeboten eingesetzt werden als auch zur Verbesserung der Förderangebote. „Darüber hinaus sollten diese Stellen zur Absenkung der Klassen- und Kursgrößen genutzt werden“, unterstreicht Gebauer. Die FDP fordert die Landesregierung auf, einen Maßnahmenplan zur qualitativen Verwendung der 2.300 Stellen für Gymnasien zu erarbeiten. (24.08.2012)

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