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18.08.2012

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Nach Fledermaus folgt nun… die Waldohreule!

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Breite: Posse um beleuchtete Laufstrecke geht in die nächste Runde
FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite erklärt:

„Die Waldohreule: Das Verbreitungsgebiet der Waldohreule erstreckt sich von Großbritannien und Irland quer durch Eurasien einschließlich Chinas und der Mongolei bis nach Japan und Sachalin. In Afrika kommt sie im Atlasgebirge sowie in den Bergwäldern Äthiopiens vor. Sie ist außerdem auf den Azoren sowie den Kanaren beheimatet. Die Waldohreule besiedelt auch das südliche Kanada und die nördlichen und mittleren Teile der USA und … anscheinend besonders gern den Kölner Stadtwald. Daran könnte nun die beleuchtete Laufstrecke scheitern.

Nach langem Hin und Her und einer umfangreichen Machbarkeitsstudie einigte sich der Sportausschuss Anfang 2010 mit der Verwaltung auf die Realisierung einer beleuchteten Laufstrecke im Stadtwald in Lindenthal. Der Beschluss selber stammt auf Initiative der FDP aus Oktober 2001. Städtische Mittel zur Realisierung der Strecke an den ausführenden Verein „Sportstadt Köln e.V.“ sind im Jahr 2011 längst geflossen.

Bis 2013 sollte die Strecke fertig sein, doch dann kamen die Fledermäuse dazwischen. Für die Realisierung bedarf es einer artenschutzrechtlichen Prüfung für die Teilbereiche Fledermäuse und nachtaktive Vögel. Mit einem Ergebnis der Prüfung, wegen der für die Beobachtung notwendigen Jahreszeiten, könne erst im Frühjahr 2013 gerechnet werden, so die Verwaltung.

Nun teilt die Verwaltung mit, dass sie ihre Beobachtungen im Stadtwald bis Juli 2013 ausdehnen muss und sich damit die Realisierung - wenn es denn die Waldohreule erlaubt - nochmals nach hinten verschiebt. Die untere Landschaftsbehörde hat die ihr von der Verwaltung vorgelegte artenschutzrechtliche Prüfung als nicht ausreichend angesehen und eine weitergehende Untersuchung gefordert, „da der gesamte bisher ruhige Bereich um den Adenauer Weiher zukünftig als Jagdrevier/Lebensraum entfällt“.

Bisher haben Kindergetobe und abendliche Läuferinnen und Läufer in den Sommerzeiten den „possierlichen kleinen Kerl“ nicht gestört. Seine Hauptjagdzeiten sind auch nach Mitternacht bis in die Morgendämmerung. Das sind nicht gerade die Hauptlaufzeiten der Kölnerinnen und Kölner, da könnte man sogar die Beleuchtung ausschalten.

Auch soll es jetzt schon hier und da Laternen im Stadtwald geben, die bisher einer Besiedelung der Waldohreule im Stadtwald nicht abträglich war. Außer sie siedelt, neben Eurasien einschließlich Chinas und der Mongolei, dem südlichen Kanada und die nördlichen und mittleren Teile der USA, ausschließlich rund um den Adenauer Weiher der Ruhe wegen.

Nach der Machbarkeitsstudie, denn so eine beleuchtete Laufstrecke kannte die Welt noch nicht, folgt nun ein ausgedehntes artenschutzrechtliches Monitoring für Fledermaus, Waldkauz, die schon erwähnte Waldohreule, „gegebenenfalls“ Steinkauz – gesehen hat man ihn im Stadtwald wohl noch nicht, aber geprüft werden muss – und die „gemeine“ Eule.

Wir Liberalen hegen langsam aber sicher den Verdacht, dass die Laufstrecke nicht gewollt ist und totgeprüft werden soll. Wir dachten immer, der Stadtwald ist als Naherholungsgebiet für die Menschen eingerichtet worden, wo man selbstverständlich Rücksicht auf Tiere und Fauna nehmen muss. Aber dieser Riesenaufwand für eine kleine beleuchtete Laufstrecke – niemand will den ganzen Stadtwald hell erleuchten – lässt einen daran zweifeln.“

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