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07.08.2012
Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnische Rundschau
Pressespiegel
"Vorhersehbarer Verlust an Qualität"
Kölner Oper: Rot-Grün setzt neue Intendantin durch - Kritik von CDU und FDP am Verfahren
Kölner Stadt-Anzeiger
Meyer will endlich zurück zur Kunst
Kölner Oper: Rot-Grün setzt neue Intendantin durch - Kritik von CDU und FDP am Verfahren
Von Markus Schwering
"Den heute vom Hauptausschuss gefassten Beschluss nehme ich dankend zur Kenntnis und begrüße ihn nachdrücklich. Das Wichtigste in den nächsten Wochen wird sein, sich in Ruhe den dringend anstehenden Entscheidungen zu widmen und sich vor allem wieder auf die künstlerische Arbeit zu konzentrieren."
Mit dieser Stellungnahme reagierte Birgit Meyer am Montagabend auf ihre Wahl zur ersten Intendantin in der Geschichte der Kölner Oper. Die Wahl erfolgte mit den Stimmen der rot-grünen Ratsmehrheit und Oberbürgermeister Jürgen Roters gegen die von CDU und FDP, die rechtliche Bedenken geltend machten.
Eva Bürgermeister (SPD), die Vorsitzende des Kulturausschusses, begrüßte die Entscheidung: "Damit kommt Ruhe und Klarheit in die Sache." Brigitta von Bülow, die kulturpolitische Sprecherin der Grünen stellt fest: "Wir trauen Frau Meyer zu, die Oper in der schwierigen Zeit von Interim, zusätzlicher Einsparvorgaben und vor allem nach den langwierigen Querelen wieder mit künstlerischer Leistung in die Schlagzeilen zu bringen". Dass die Opposition trotz grundsätzlicher Zustimmung die Wahl nicht mitgetragen habe, sei bedauerlich: "Ich hätte mir ein eindeutigeres Signal gewünscht."
Als "total arrogant" kritisierten im Gegenzug die Kultursprecher Ralph Elster (CDU) und Ulrich Wackerhagen (FDP) das Verhalten von Rot-Grün, die auf die begründeten Einwände der Opposition überhaupt nicht eingegangen seien. CDU und FDP werden, wie zu hören ist, ihre Beschwerde gegen das Verfahren der Entlassung von Laufenberg und der Ernennung von Meyer bei der Kommunalaufsicht der Bezirksregierung erweitern.
In beiden Fällen, so am Montag Wackerhagen, sei nicht der Hauptausschuss, sondern der Kulturausschuss als Betriebsausschuss der Bühnen zuständig gewesen, aber rechtswidrig übergangen worden. Wackerhagen verweist in diesem Zusammenhang auf die Eigenbetriebssatzung NRW und die Betriebssatzung für die Kölner Bühnen, auf die auch die Präambel des Laufenberg-Vertrags Bezug nehme.
Tatsächlich heißt es in Paragraf 5, Absatz 6, der Eigenbetriebsverordnung und in Paragraf 5, Absatz 2, der Betriebssatzung mehr oder weniger übereinstimmend, dass der Betriebsausschuss in den Angelegenheiten entscheidet, die der Beschlussfassung des Rates unterliegen, falls die Angelegenheit keinen Aufschub duldet. In fällen äußerster Dringlichkeit könne der Bürgermeister mit dem Vorsitzenden des Betriebsausschusses entscheiden. Auf die vorliegenden Fälle bezogen, legt dies folgende Lesart nahe: Die "äußerste Dringlichkeit" vorausgesetzt, hätte nicht der Hauptausschuss, sondern Oberbürgermeister Jürgen Roters im Benehmen mit der Kulturausschuss-Vorsitzenden Eva Bürgermeister entscheiden müssen.
Birgit Meyer, die die Kölner Oper zur Zeit bereits kommissarisch leitet, folgt auf Uwe-Eric Laufenberg, der Ende Juni nach anhaltenden Auseinandersetzungen mit der Stadt und mit Quander fristlos entlassen wurde. Meyer war unter ihrem Vorgänger Operndirektorin und Chefdramaturgin und hatte Laufenberg, der sie 2009 im Zuge seines eigenen Amtsantritts in Köln an die hiesige Oper geholt hatte, während dessen krankheitsbedingter längerer Abwesenheit Anfang des Jahres vertreten. Die 51-jährige stammt wie Laufenberg aus Porz, studierte zunächst Medizin, dann Theaterwissenschaft und war vor ihrer Kölner Tätigkeit bei den Salzburger Festspielen sowie an Theatern in Innsbruck und Wien (Volksoper) tätig.
Das Verhältnis zwischen Laufenberg und Meyer, die sich seit ihrer gemeinsamen Schulzeit kennen und 40 Jahre lang befreundet waren, gilt mittlerweile als zerrüttet. Laufenberg äußerte verschiedentlich seine Enttäuschung darüber, dass Meyer ihn nach seiner Entlassung nicht einmal angerufen und ihm den Kontakt zum künstlerischen Personal der Oper untersagt habe: "Sie guckt", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger", "nur auf ihr Gehaltskonto. Sie will um jeden Preis Karriere machen und lässt sich Dinge in ihren Vertrag schreiben, die die Kölner Oper auf Provinzniveau zurückwerfen - unter das der Ära Dammann." Birgit Meyer lehnte es bislang ab, sich zu diesen Vorwürfen zu äußern und bekundete, in der Öffentlichkeit keine schmutzige Wäsche waschen zu wollen.
Kölnische Rundschau
"Sie ist bestens qualifiziert"
Rot-grüne Mehrheit macht Birgit Meyer zur Kölner Opern-Intendantin
Von Hartmut Wilmes und Axel Hill
Über die Eignung der Kandidatin herrschte traute Einigkeit, über ihren Vertrag und das politische Prozedere nicht. So wurde Kölns bisherige Operndirektorin Birgit Meyer gestern im Hauptausschuss (nicht öffentlicher Teil) des Kölner Rats "nur" mit den Stimmen der rot-grünen Mehrheit und des Oberbürgermeisters Jürgen Roters (SPD) zur Intendantin bis August 2015 gekürt. Sie wird Nachfolgerin des am 21. Juni fristlos entlassenen Uwe Eric Laufenberg, dessen Amt sie bislang kommissarisch innehatte.
"Vorhersehbarer Verlust an Qualität"
CDU und Liberale stimmten dagegen. FDP-Fraktionschef Ralph Sterck erklärte: "Bedauerlicherweise hat die Verwaltung den zuständigen Betriebsausschuss nicht in die Beratung einbezogen. Und leider bekommt Frau Dr. Meyer, die wir sehr schätzen, in ihrem Vertrag nicht die nötigen Mittel garantiert. Vor dem dadurch vorhersehbaren Verlust an Qualität möchten wie Köln, die Oper und Frau Dr. Meyer bewahren. Daher haben wir gegen den Vertrag gestimmt." CDU und FDP planen wegen der Nichtberücksichtigung des Betriebsausschusses Beschwerde bei der Kommunalaufsicht.
"Das kann dramatische Folgen haben", erklärte CDU-Kultursprecher Ralph Elster. "Wenn unsere Beschwerde erfolgreich ist, haben wir eine nicht ordnungsgemäß bestellte Intendantin und womöglich dazu einen nicht ordnungsgemäß entlassenen Intendanten". Im übrigen werde "der Parlamentarismus in Köln immer wieder außer Kraft gesetzt. Dann werden Entscheidungen wie diese in Hinterzimmern getroffen und im Hauptausschuss durchgesetzt". Die Abstimmung seiner Fraktion richte sich nicht gegen die Kandidatin.
SPD-Fraktionschef Martin Börschel gibt zwar zu, "dass die Rechtslage kompliziert ist, aber schon bei der Berufung Laufenbergs hat die Bezirksregierung klar die Zuständigkeit des Hauptausschusses festgestellt". Börschel moniert, "dass CDU und FDP mit formalen Argumenten letztlich auf Chaotisierung setzen". SPD-Kultursprecherin Eva Bürgermeister erklärte, dass die "Aufgeregtheiten bei den Bühnen" rasch klare Verhältnisse verlangten.
Grünen-Kollegin Brigitta von Bülow: "Wir begrüßen, dass es jetzt die Entscheidung gibt und die Oper damit zur Ruhe kommt. Ich bedauere, dass FDP und CDU vertagen wollten und nicht für Frau Meyer gestimmt haben - ich hätte mir ein eindeutigeres Bekenntnis gewünscht."
Kulturdezernent Georg Quander zeigte sich "sehr erleichtert. Angesichts des gestrigen Probenbeginns (,La forza del destino') ist es wichtig, dass die Mitarbeiter wissen, woran und an wem sie sind". Der Dezernent hält die gebürtige Kölnerin (Jahrgang 1960) für "bestens qualifiziert". "Ich erwarte, dass sie in ihrer ruhigen und vernünftigen Art gute Entscheidungen in schwierigen Fragen trifft - sowohl für die nötigen Korrekturen in dieser Saison, als auch für die Zukunf."
Grünen-Fraktionsvize Jörg Frank fürchtet, dass sich das Defizit-Erbe der Intendanz Laufenberg auf sechs Millionen Euro belaufen könnte. Auch Quander sieht "ein richtig schweres Paket" auf Meyers Schultern. Dass sie keine Intendanzerfahrung hat und nicht inszeniert, stört Quander nicht: "Niemand wird als Intendant geboren, Birgit Meyer war Direktionsmitglied der Wiener Volksoper und in einer Übergangsphase fast allein verantwortlich, und auch Gérard Mortier und Klaus Zehelein kamen als Operndirektoren in die Intendanz. Und inzwischen stammen die meisten Opernchefs aus dem Management."
Meyer selbst erklärte: "Den heute vom Hauptausschuss gefassten Beschluss nehme ich dankend zur Kenntnis und begrüße ihn nachdrücklich. Das Wichtigste in den nächsten Wochen wird sein, sich in Ruhe den dringend anstehenden Entscheidungen zu widmen und sich vor allem wieder auf die künstlerische Arbeit zu konzentrieren."
Meyer will endlich zurück zur Kunst
Kölner Oper: Rot-Grün setzt neue Intendantin durch - Kritik von CDU und FDP am Verfahren
Von Markus Schwering
"Den heute vom Hauptausschuss gefassten Beschluss nehme ich dankend zur Kenntnis und begrüße ihn nachdrücklich. Das Wichtigste in den nächsten Wochen wird sein, sich in Ruhe den dringend anstehenden Entscheidungen zu widmen und sich vor allem wieder auf die künstlerische Arbeit zu konzentrieren."
Mit dieser Stellungnahme reagierte Birgit Meyer am Montagabend auf ihre Wahl zur ersten Intendantin in der Geschichte der Kölner Oper. Die Wahl erfolgte mit den Stimmen der rot-grünen Ratsmehrheit und Oberbürgermeister Jürgen Roters gegen die von CDU und FDP, die rechtliche Bedenken geltend machten.
Eva Bürgermeister (SPD), die Vorsitzende des Kulturausschusses, begrüßte die Entscheidung: "Damit kommt Ruhe und Klarheit in die Sache." Brigitta von Bülow, die kulturpolitische Sprecherin der Grünen stellt fest: "Wir trauen Frau Meyer zu, die Oper in der schwierigen Zeit von Interim, zusätzlicher Einsparvorgaben und vor allem nach den langwierigen Querelen wieder mit künstlerischer Leistung in die Schlagzeilen zu bringen". Dass die Opposition trotz grundsätzlicher Zustimmung die Wahl nicht mitgetragen habe, sei bedauerlich: "Ich hätte mir ein eindeutigeres Signal gewünscht."
Als "total arrogant" kritisierten im Gegenzug die Kultursprecher Ralph Elster (CDU) und Ulrich Wackerhagen (FDP) das Verhalten von Rot-Grün, die auf die begründeten Einwände der Opposition überhaupt nicht eingegangen seien. CDU und FDP werden, wie zu hören ist, ihre Beschwerde gegen das Verfahren der Entlassung von Laufenberg und der Ernennung von Meyer bei der Kommunalaufsicht der Bezirksregierung erweitern.
In beiden Fällen, so am Montag Wackerhagen, sei nicht der Hauptausschuss, sondern der Kulturausschuss als Betriebsausschuss der Bühnen zuständig gewesen, aber rechtswidrig übergangen worden. Wackerhagen verweist in diesem Zusammenhang auf die Eigenbetriebssatzung NRW und die Betriebssatzung für die Kölner Bühnen, auf die auch die Präambel des Laufenberg-Vertrags Bezug nehme.
Tatsächlich heißt es in Paragraf 5, Absatz 6, der Eigenbetriebsverordnung und in Paragraf 5, Absatz 2, der Betriebssatzung mehr oder weniger übereinstimmend, dass der Betriebsausschuss in den Angelegenheiten entscheidet, die der Beschlussfassung des Rates unterliegen, falls die Angelegenheit keinen Aufschub duldet. In fällen äußerster Dringlichkeit könne der Bürgermeister mit dem Vorsitzenden des Betriebsausschusses entscheiden. Auf die vorliegenden Fälle bezogen, legt dies folgende Lesart nahe: Die "äußerste Dringlichkeit" vorausgesetzt, hätte nicht der Hauptausschuss, sondern Oberbürgermeister Jürgen Roters im Benehmen mit der Kulturausschuss-Vorsitzenden Eva Bürgermeister entscheiden müssen.
Birgit Meyer, die die Kölner Oper zur Zeit bereits kommissarisch leitet, folgt auf Uwe-Eric Laufenberg, der Ende Juni nach anhaltenden Auseinandersetzungen mit der Stadt und mit Quander fristlos entlassen wurde. Meyer war unter ihrem Vorgänger Operndirektorin und Chefdramaturgin und hatte Laufenberg, der sie 2009 im Zuge seines eigenen Amtsantritts in Köln an die hiesige Oper geholt hatte, während dessen krankheitsbedingter längerer Abwesenheit Anfang des Jahres vertreten. Die 51-jährige stammt wie Laufenberg aus Porz, studierte zunächst Medizin, dann Theaterwissenschaft und war vor ihrer Kölner Tätigkeit bei den Salzburger Festspielen sowie an Theatern in Innsbruck und Wien (Volksoper) tätig.
Das Verhältnis zwischen Laufenberg und Meyer, die sich seit ihrer gemeinsamen Schulzeit kennen und 40 Jahre lang befreundet waren, gilt mittlerweile als zerrüttet. Laufenberg äußerte verschiedentlich seine Enttäuschung darüber, dass Meyer ihn nach seiner Entlassung nicht einmal angerufen und ihm den Kontakt zum künstlerischen Personal der Oper untersagt habe: "Sie guckt", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger", "nur auf ihr Gehaltskonto. Sie will um jeden Preis Karriere machen und lässt sich Dinge in ihren Vertrag schreiben, die die Kölner Oper auf Provinzniveau zurückwerfen - unter das der Ära Dammann." Birgit Meyer lehnte es bislang ab, sich zu diesen Vorwürfen zu äußern und bekundete, in der Öffentlichkeit keine schmutzige Wäsche waschen zu wollen.
Kölnische Rundschau
"Sie ist bestens qualifiziert"
Rot-grüne Mehrheit macht Birgit Meyer zur Kölner Opern-Intendantin
Von Hartmut Wilmes und Axel Hill
Über die Eignung der Kandidatin herrschte traute Einigkeit, über ihren Vertrag und das politische Prozedere nicht. So wurde Kölns bisherige Operndirektorin Birgit Meyer gestern im Hauptausschuss (nicht öffentlicher Teil) des Kölner Rats "nur" mit den Stimmen der rot-grünen Mehrheit und des Oberbürgermeisters Jürgen Roters (SPD) zur Intendantin bis August 2015 gekürt. Sie wird Nachfolgerin des am 21. Juni fristlos entlassenen Uwe Eric Laufenberg, dessen Amt sie bislang kommissarisch innehatte.
"Vorhersehbarer Verlust an Qualität"
CDU und Liberale stimmten dagegen. FDP-Fraktionschef Ralph Sterck erklärte: "Bedauerlicherweise hat die Verwaltung den zuständigen Betriebsausschuss nicht in die Beratung einbezogen. Und leider bekommt Frau Dr. Meyer, die wir sehr schätzen, in ihrem Vertrag nicht die nötigen Mittel garantiert. Vor dem dadurch vorhersehbaren Verlust an Qualität möchten wie Köln, die Oper und Frau Dr. Meyer bewahren. Daher haben wir gegen den Vertrag gestimmt." CDU und FDP planen wegen der Nichtberücksichtigung des Betriebsausschusses Beschwerde bei der Kommunalaufsicht.
"Das kann dramatische Folgen haben", erklärte CDU-Kultursprecher Ralph Elster. "Wenn unsere Beschwerde erfolgreich ist, haben wir eine nicht ordnungsgemäß bestellte Intendantin und womöglich dazu einen nicht ordnungsgemäß entlassenen Intendanten". Im übrigen werde "der Parlamentarismus in Köln immer wieder außer Kraft gesetzt. Dann werden Entscheidungen wie diese in Hinterzimmern getroffen und im Hauptausschuss durchgesetzt". Die Abstimmung seiner Fraktion richte sich nicht gegen die Kandidatin.
SPD-Fraktionschef Martin Börschel gibt zwar zu, "dass die Rechtslage kompliziert ist, aber schon bei der Berufung Laufenbergs hat die Bezirksregierung klar die Zuständigkeit des Hauptausschusses festgestellt". Börschel moniert, "dass CDU und FDP mit formalen Argumenten letztlich auf Chaotisierung setzen". SPD-Kultursprecherin Eva Bürgermeister erklärte, dass die "Aufgeregtheiten bei den Bühnen" rasch klare Verhältnisse verlangten.
Grünen-Kollegin Brigitta von Bülow: "Wir begrüßen, dass es jetzt die Entscheidung gibt und die Oper damit zur Ruhe kommt. Ich bedauere, dass FDP und CDU vertagen wollten und nicht für Frau Meyer gestimmt haben - ich hätte mir ein eindeutigeres Bekenntnis gewünscht."
Kulturdezernent Georg Quander zeigte sich "sehr erleichtert. Angesichts des gestrigen Probenbeginns (,La forza del destino') ist es wichtig, dass die Mitarbeiter wissen, woran und an wem sie sind". Der Dezernent hält die gebürtige Kölnerin (Jahrgang 1960) für "bestens qualifiziert". "Ich erwarte, dass sie in ihrer ruhigen und vernünftigen Art gute Entscheidungen in schwierigen Fragen trifft - sowohl für die nötigen Korrekturen in dieser Saison, als auch für die Zukunf."
Grünen-Fraktionsvize Jörg Frank fürchtet, dass sich das Defizit-Erbe der Intendanz Laufenberg auf sechs Millionen Euro belaufen könnte. Auch Quander sieht "ein richtig schweres Paket" auf Meyers Schultern. Dass sie keine Intendanzerfahrung hat und nicht inszeniert, stört Quander nicht: "Niemand wird als Intendant geboren, Birgit Meyer war Direktionsmitglied der Wiener Volksoper und in einer Übergangsphase fast allein verantwortlich, und auch Gérard Mortier und Klaus Zehelein kamen als Operndirektoren in die Intendanz. Und inzwischen stammen die meisten Opernchefs aus dem Management."
Meyer selbst erklärte: "Den heute vom Hauptausschuss gefassten Beschluss nehme ich dankend zur Kenntnis und begrüße ihn nachdrücklich. Das Wichtigste in den nächsten Wochen wird sein, sich in Ruhe den dringend anstehenden Entscheidungen zu widmen und sich vor allem wieder auf die künstlerische Arbeit zu konzentrieren."
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