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10.05.2012
Kölnische Rundschau
Pressespiegel
Endspurt voller Zuversicht
Anstrengende Wahlkampfwochen liegen hinter Yvonne Gebauer, hier bei einer Diskussionsabend zum Thema Bildung in Porz (Foto: Gauger)
FDP-Spitzenkandidatin Gebauer: Wir haben mächtig gekämpft
Von Christian Deppe
Was sie dazu bewogen hat, vor sechs Wochen einen fast aussichtslos erscheinenden Wettstreit aufzunehmen? "Ich bin seit 30 Jahren in dieser Partei, die gute Politik gemacht hat. Und ich habe mir gesagt: Die FDP darf nicht von der politischen Bühne verschwinden", erklärt Yvonne Gebauer, Spitzenkandidatin der Kölner Liberalen. Für die Freidemokraten hat sich der Himmel inzwischen aufgehellt, sind die Prognosen von damals zwei Prozent auf zuletzt sechs Prozent gestiegen. "Aber dafür haben wir in den vergangenen Wochen auch mächtig gekämpft", sagt die 45-Jährige. "Uns allen ist von Anfang an klar gewesen: Es geht um unsere Existenz."
"Zweitstimme ist Lindner-Stimme" wirbt der Slogan am blau-gelben Infocontainer an der Schildergasse, an dem der landesweite Spitzenkandidat vor drei Wochen den Straßenwahlkampf in Köln eröffnete. Christian Lindner sei in seinem hohen Einsatz für die Partei ein echtes Vorbild, meint Gebauer. Und er war auch oft in Köln. Gemeinsam diskutierten die beiden Kandidaten beim Bildungsbrunch im Rotonda-Business-Club, besuchten sie das Betahaus für Jungunternehmer, das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum sowie das Europäische Astronautenzentrum in Porz, wo sie auf die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung, Innovations- und Technologiepolitik für das Land hinwiesen. Zum Finale des Wahlkampfs werden sie morgen noch einmal im Schulterschluss mit Gesundheitsminister Daniel Bahr und Außenminister Guido Westerwelle in der "Wolkenburg" für liberale Politik werben.
Straßenwahlkampf gehöre ebenfalls zum "Spiel" dazu, betont Gebauer. "Wir müssen einfach Flagge zeigen. Die Menschen haben viele Fragen an uns, und wir haben zu Recht einiges zu erklären." Der Kölner Komponist Thomas Hohnen hat viele Fragen. Zum Beispiel, wie die Liberalen den propagierten Schuldenabbau denn umsetzen wollen: "Wo wollen Sie denn kürzen? Etwa bei den Sozialleistungen?" Sämtliche Staatsaufgaben und -ausgaben müssten auf den Prüfstand, antwortet die Kölner Kandidatin. Die Kauffrau in einem Kölner Immobilienunternehmen spricht von einer schlankeren Landesverwaltung, davon, die Wirtschaft weiter anzukurbeln, den Mittelstand zu stärken, um mehr Menschen in Arbeit zu bringen und von Sozialleistungen unabhängig zu machen.
"Und was ist mit Studiengebühren? Soll das Studium etwa ein Gimmick für die Kinder von Bessergestellten sein?", will der Besucher am liberalen Stand in der Innenstadt wissen. Tatsächlich erwarte die FDP, dass angehende Akademiker, die finanziell dazu in der Lage seien, zur Ausstattung der Universitäten einen Beitrag leisten, sagt Gebauer. "Aber dank Bafög ist jeder dazu in der Lage, ein Studium zu absolvieren. Und das ist doch wohl eine faire Angelegenheit", meint die 45-Jährige, die nun in ihrem Element ist.
Mit Bildungspolitik ist die Tochter des früheren Schuldezernenten Wolfgang Leirich aufgewachsen. Seit acht Jahren ist die Ratsfrau als Mitglied im Schulausschuss bildungs- und familienpolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Ihr Credo: Mit Freude lernen - unter vernünftigen Bedingungen. "Wir wollen, dass jedes Kind die bestmögliche Förderung bekommt und nicht alle Schüler über einen Kamm geschoren werden. Das ist nur möglich, wenn wir weiterhin unterschiedliche Schulformen, auch Gymnasien und Realschulen, statt eine Einheitsschule anbieten", erklärt die verheiratete Mutter eines 15-jährigen Sohnes wenige Tage später auf einem Diskussionsabend in Porz.
Auch dank des Rückenwinds durch die guten Kieler Wahlergebnisse hat die FDP inzwischen eine ordentliche Portion Zuversicht getankt. Ab sechs Prozent vertritt Yvonne Gebauer die Kölner Liberalen im Düsseldorfer Landtag. Doch trotz guter Prognosen will sie den Tag nicht vor dem Abend loben. "Warten wir mal ab, bis die Stimmen ausgezählt sind!"
Was sie dazu bewogen hat, vor sechs Wochen einen fast aussichtslos erscheinenden Wettstreit aufzunehmen? "Ich bin seit 30 Jahren in dieser Partei, die gute Politik gemacht hat. Und ich habe mir gesagt: Die FDP darf nicht von der politischen Bühne verschwinden", erklärt Yvonne Gebauer, Spitzenkandidatin der Kölner Liberalen. Für die Freidemokraten hat sich der Himmel inzwischen aufgehellt, sind die Prognosen von damals zwei Prozent auf zuletzt sechs Prozent gestiegen. "Aber dafür haben wir in den vergangenen Wochen auch mächtig gekämpft", sagt die 45-Jährige. "Uns allen ist von Anfang an klar gewesen: Es geht um unsere Existenz."
"Zweitstimme ist Lindner-Stimme" wirbt der Slogan am blau-gelben Infocontainer an der Schildergasse, an dem der landesweite Spitzenkandidat vor drei Wochen den Straßenwahlkampf in Köln eröffnete. Christian Lindner sei in seinem hohen Einsatz für die Partei ein echtes Vorbild, meint Gebauer. Und er war auch oft in Köln. Gemeinsam diskutierten die beiden Kandidaten beim Bildungsbrunch im Rotonda-Business-Club, besuchten sie das Betahaus für Jungunternehmer, das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum sowie das Europäische Astronautenzentrum in Porz, wo sie auf die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung, Innovations- und Technologiepolitik für das Land hinwiesen. Zum Finale des Wahlkampfs werden sie morgen noch einmal im Schulterschluss mit Gesundheitsminister Daniel Bahr und Außenminister Guido Westerwelle in der "Wolkenburg" für liberale Politik werben.
Straßenwahlkampf gehöre ebenfalls zum "Spiel" dazu, betont Gebauer. "Wir müssen einfach Flagge zeigen. Die Menschen haben viele Fragen an uns, und wir haben zu Recht einiges zu erklären." Der Kölner Komponist Thomas Hohnen hat viele Fragen. Zum Beispiel, wie die Liberalen den propagierten Schuldenabbau denn umsetzen wollen: "Wo wollen Sie denn kürzen? Etwa bei den Sozialleistungen?" Sämtliche Staatsaufgaben und -ausgaben müssten auf den Prüfstand, antwortet die Kölner Kandidatin. Die Kauffrau in einem Kölner Immobilienunternehmen spricht von einer schlankeren Landesverwaltung, davon, die Wirtschaft weiter anzukurbeln, den Mittelstand zu stärken, um mehr Menschen in Arbeit zu bringen und von Sozialleistungen unabhängig zu machen.
"Und was ist mit Studiengebühren? Soll das Studium etwa ein Gimmick für die Kinder von Bessergestellten sein?", will der Besucher am liberalen Stand in der Innenstadt wissen. Tatsächlich erwarte die FDP, dass angehende Akademiker, die finanziell dazu in der Lage seien, zur Ausstattung der Universitäten einen Beitrag leisten, sagt Gebauer. "Aber dank Bafög ist jeder dazu in der Lage, ein Studium zu absolvieren. Und das ist doch wohl eine faire Angelegenheit", meint die 45-Jährige, die nun in ihrem Element ist.
Mit Bildungspolitik ist die Tochter des früheren Schuldezernenten Wolfgang Leirich aufgewachsen. Seit acht Jahren ist die Ratsfrau als Mitglied im Schulausschuss bildungs- und familienpolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Ihr Credo: Mit Freude lernen - unter vernünftigen Bedingungen. "Wir wollen, dass jedes Kind die bestmögliche Förderung bekommt und nicht alle Schüler über einen Kamm geschoren werden. Das ist nur möglich, wenn wir weiterhin unterschiedliche Schulformen, auch Gymnasien und Realschulen, statt eine Einheitsschule anbieten", erklärt die verheiratete Mutter eines 15-jährigen Sohnes wenige Tage später auf einem Diskussionsabend in Porz.
Auch dank des Rückenwinds durch die guten Kieler Wahlergebnisse hat die FDP inzwischen eine ordentliche Portion Zuversicht getankt. Ab sechs Prozent vertritt Yvonne Gebauer die Kölner Liberalen im Düsseldorfer Landtag. Doch trotz guter Prognosen will sie den Tag nicht vor dem Abend loben. "Warten wir mal ab, bis die Stimmen ausgezählt sind!"
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