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09.05.2012
Kölner Stadt- Anzeiger
Pressespiegel
Diskussion über Zukunft Porzer Schulen
Wahlkampf: Kölns FDP-Spitzenkandidatin Yvonne Gebauer debattiert mit Bürgern im Restaurant Rhein-Blick
Der erste Satz galt der Landtagswahl in Schleswig-Holstein. "Acht Prozent haben uns gewählt. Damit sind wir genauso stark wie die Piraten, haben aber 160 Stimmen mehr bekommen", freute sich Elvira Bastian, Vorsitzende des Stadtbezirksverbands Porz der FDP, und wollte damit bei der Begrüßung im Restaurant "Rhein-Blick" Mut machen. Sie hatte zur Diskussion mit Yvonne Gebauer, Spitzenkandidatin der Liberalen für die Landtagswahl und Mitglied des Stadtrates, zum Thema "Wie sieht die Zukunft der Porzer Schulen aus?" geladen, und ein Dutzend Interessierter war gekommen. Den Fragen stellte sich auch Sylvia Laufenberg jugend- und integrationspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Rat.
Yvonne Gebauer kritisierte vor allem das Kommunikationsgebaren der Stadtverwaltung bei der Präsentation des Schulentwicklungsplans: "Die Lehrer mussten aus der Presse erfahren, was auf sie zukommt", schimpfte sie. "Nicht einmal mit den Schulleitungen wurde im Vorfeld gesprochen." Dabei seien für Porz zahlreiche Änderungen geplant: "Hier soll das zweigliedrige Schulsystem erprobt werden." Real- und Hauptschulen würden zur Sekundarschule zusammengefasst, die den Gesamtschulen bis zur Oberstufe gleichgestellt sei. "Da müssen gymnasiale Standards eingehalten werden", führt Gebauer aus. "Aber was wird aus den Hauptschullehrern, die dazu nicht in der Lage sind, weil sie eine andere Ausbildung haben?"
Die Sekundarschule sei im ländlichen Bereich sinnvoll, wo die Schülerzahlen an Haupt- und Realschulen zurückgingen. In einer wachsenden Stadt wie Köln dagegen sei anderes wichtiger. "Hier geht es um gute Lehrerausbildung, modernes Unterrichtsmaterial und kleine Klassen." Immerhin solle jeder Schüler bestmöglich gefördert werden. Das sieht Yvonne Gebauer bei den derzeitigen Bestrebungen nicht gegeben. "Noch nicht einmal die Inklusion wurde in die Überlegungen einbezogen." Dabei müsse die UN-Konvention zur Eingliederung von Menschen mit Behinderungen umgesetzt werden. Vorgesehen sei, in eine Klasse mit 25 Kindern bis zu drei gehandicapte Schüler zu integrieren. "Wenn Sie dann noch ein paar Störenfriede dabei haben, geht nichts mehr."
Dass das allerdings alles Zukunftsmusik ist und Schüler aktuell ganz andere Probleme plagen, zeigten die Redebeiträge von drei Siebtklässlern des Porzer Stadtgymnasiums, die ebenfalls im "Rhein-Blick" Platz genommen hatten. Die zwölf- und 13-Jährigen beklagten sich über miserables Mensa-Essen, weite Wege zum Sport und Unterforderung im Unterricht.
Die drei hatten den Weg zur Veranstaltung gefunden, nachdem sie sich bei der Ortsverbandsvorsitzenden Elvira Bastian erkundigt hatten, was sie gegen die Tötung von Küken, von der sie erfahren hatten, unternehmen könnten. Trotz Einladung nicht gekommen waren Schülersprecher und Schulleiter, wie Moderator und FDP-Bezirksvertreter Wolf-Gunther Lemke bedauerte.
Yvonne Gebauer kritisierte vor allem das Kommunikationsgebaren der Stadtverwaltung bei der Präsentation des Schulentwicklungsplans: "Die Lehrer mussten aus der Presse erfahren, was auf sie zukommt", schimpfte sie. "Nicht einmal mit den Schulleitungen wurde im Vorfeld gesprochen." Dabei seien für Porz zahlreiche Änderungen geplant: "Hier soll das zweigliedrige Schulsystem erprobt werden." Real- und Hauptschulen würden zur Sekundarschule zusammengefasst, die den Gesamtschulen bis zur Oberstufe gleichgestellt sei. "Da müssen gymnasiale Standards eingehalten werden", führt Gebauer aus. "Aber was wird aus den Hauptschullehrern, die dazu nicht in der Lage sind, weil sie eine andere Ausbildung haben?"
Die Sekundarschule sei im ländlichen Bereich sinnvoll, wo die Schülerzahlen an Haupt- und Realschulen zurückgingen. In einer wachsenden Stadt wie Köln dagegen sei anderes wichtiger. "Hier geht es um gute Lehrerausbildung, modernes Unterrichtsmaterial und kleine Klassen." Immerhin solle jeder Schüler bestmöglich gefördert werden. Das sieht Yvonne Gebauer bei den derzeitigen Bestrebungen nicht gegeben. "Noch nicht einmal die Inklusion wurde in die Überlegungen einbezogen." Dabei müsse die UN-Konvention zur Eingliederung von Menschen mit Behinderungen umgesetzt werden. Vorgesehen sei, in eine Klasse mit 25 Kindern bis zu drei gehandicapte Schüler zu integrieren. "Wenn Sie dann noch ein paar Störenfriede dabei haben, geht nichts mehr."
Dass das allerdings alles Zukunftsmusik ist und Schüler aktuell ganz andere Probleme plagen, zeigten die Redebeiträge von drei Siebtklässlern des Porzer Stadtgymnasiums, die ebenfalls im "Rhein-Blick" Platz genommen hatten. Die zwölf- und 13-Jährigen beklagten sich über miserables Mensa-Essen, weite Wege zum Sport und Unterforderung im Unterricht.
Die drei hatten den Weg zur Veranstaltung gefunden, nachdem sie sich bei der Ortsverbandsvorsitzenden Elvira Bastian erkundigt hatten, was sie gegen die Tötung von Küken, von der sie erfahren hatten, unternehmen könnten. Trotz Einladung nicht gekommen waren Schülersprecher und Schulleiter, wie Moderator und FDP-Bezirksvertreter Wolf-Gunther Lemke bedauerte.
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