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13.04.2012
Kölnische Rundschau
Pressespiegel
Architekt will "Klüttenbahn" stoppen
Bürgerantrag zur Schließung der Güterstrecke durch den Stadtwald
Der Stau steht auf dem Fahrplan: Wochentäglich 24 Mal lässt die städtische Häfen- und Güterverkehrsgesellschaft HGK die Schranke über die Aachener Straße schließen. Dann rollen Güterzüge und stehen die Autos. Dann ärgert sich zudem mancher Anwohner über den Lärm.
Die Zugfahrten seien völlig unnötig, behauptet der Architekt Walter Thielenhaus in einem Bürgerantrag. Er verlangt die Schließung der Bahnstrecke - und argumentiert: Die Stadt könnte mindestens 20 Millionen Euro einnehmen, verkaufte sie die Gleisgrundstücke.
Doch für die sogenannte "Klüttenbahn" gibt es auch entgegengesetzte Pläne: Die Lindenthaler Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker (CDU) etwa berichtet von Überlegungen, auf der Strecke Stadtbahnen fahren zu lassen.
Architekt Thielenhaus selbst wohnt nicht weit weg von der Bahnlinie nach Frechen. Er sagt: Mancher könne wegen der Güterzüge nachts die Fenster nicht öffnen. Auch deshalb habe er prüfen lassen, ob die Fahrten nötig seien. Das Ergebnis sei eindeutig: Die Bahnen müssten nicht durch den Stadtwald, über die Aachener Straße und durch Wohngebiete fahren. Sie könnten auch einen Weg "außenherum" nehmen - über Gleise der Deutschen Bahn.
Thielenhaus' Antrag soll im Ratsausschuss für Anregungen und Beschwerden zur Abstimmung kommen. Die Verwaltung bereite eine Stellungnahme vor, sagt eine Stadtsprecherin. Ein Sprecher der HGK widerspricht Thielenhaus' Einschätzung schon jetzt: Die Strecke binde mehrere Unternehmen an das Gleisnetz an. Die Züge umzuleiten würde nach den Worten des Sprechers mindestens zu "großen betrieblichen Schwierigkeiten" führen.
Auch Politiker sehen den Bürgerantrag kritisch: Der FDP-Politiker Ralph Sterck sagt, er könne sich "nicht vorstellen", die Strecke zu schließen. Grünen-Fraktionsvize Jörg Frank sagt, eine Schließung widerspräche dem Grundsatz, den Schienengüterverkehr zu stärken. (hv) (12.04.2012)
Die Zugfahrten seien völlig unnötig, behauptet der Architekt Walter Thielenhaus in einem Bürgerantrag. Er verlangt die Schließung der Bahnstrecke - und argumentiert: Die Stadt könnte mindestens 20 Millionen Euro einnehmen, verkaufte sie die Gleisgrundstücke.
Doch für die sogenannte "Klüttenbahn" gibt es auch entgegengesetzte Pläne: Die Lindenthaler Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker (CDU) etwa berichtet von Überlegungen, auf der Strecke Stadtbahnen fahren zu lassen.
Architekt Thielenhaus selbst wohnt nicht weit weg von der Bahnlinie nach Frechen. Er sagt: Mancher könne wegen der Güterzüge nachts die Fenster nicht öffnen. Auch deshalb habe er prüfen lassen, ob die Fahrten nötig seien. Das Ergebnis sei eindeutig: Die Bahnen müssten nicht durch den Stadtwald, über die Aachener Straße und durch Wohngebiete fahren. Sie könnten auch einen Weg "außenherum" nehmen - über Gleise der Deutschen Bahn.
Thielenhaus' Antrag soll im Ratsausschuss für Anregungen und Beschwerden zur Abstimmung kommen. Die Verwaltung bereite eine Stellungnahme vor, sagt eine Stadtsprecherin. Ein Sprecher der HGK widerspricht Thielenhaus' Einschätzung schon jetzt: Die Strecke binde mehrere Unternehmen an das Gleisnetz an. Die Züge umzuleiten würde nach den Worten des Sprechers mindestens zu "großen betrieblichen Schwierigkeiten" führen.
Auch Politiker sehen den Bürgerantrag kritisch: Der FDP-Politiker Ralph Sterck sagt, er könne sich "nicht vorstellen", die Strecke zu schließen. Grünen-Fraktionsvize Jörg Frank sagt, eine Schließung widerspräche dem Grundsatz, den Schienengüterverkehr zu stärken. (hv) (12.04.2012)
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