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03.04.2012
Kölnische Rundschau
Pressespiegel
Selbst Verantwortung übernehmen
Sporthelfer der Willy-Brandt-Gesamtschule wurden ausgezeichnet
Von Dierk Himstedt
Höhenhaus. "Wir Eltern bleiben im Hintergrund, unterstützen nur, wenn die Kinder uns fragen. Ansonsten organisieren meine Tochter und die anderen Sporthelfer alles selbst", erzählt Günter Stenkamp, Vater der 16-jährigen Daria. Sie ist eine der beiden Schülerinnen, die für ihr Engagement an der Höhenhauser Willy-Brandt-Gesamtschule in der vergangenen Woche vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen mit einem Zusatzpreis des Programms "Mädchen und Frauen im Sport" ausgezeichnet wurden.
Daria und ihre gleichaltrigen Mitstreiter sind als ausgebildete Sporthelfer - auch Teamer genannt - in der Schule aktiv. "Wir assistieren jeweils an zwei Schulstunden pro Woche dem Lehrer in dessen Sportunterricht, leiten dabei Gruppen an und benoten die Schüler auch", beschreibt Daria eine ihrer Aufgaben als Sporthelferin. Auch Engin Esen hat, genau wie Daria, vor rund zwei Jahren eine Ausbildung an der Schule begonnen, die ihn befähigt, Fünf- und Sechsklässler sportlich zu betreuen. "Mein Hauptbereich ist Tischtennis. Zusammen mit einem weiteren Teamer trainiere ich rund 25 Schüler. Manchmal ist das anstrengend, aber es macht mir einfach Spaß", erzählt der Sechzehnjährige.
Ausgebildet worden sind sie von dem Studienrat Oliver Lopez, der vor einigen Jahren das Amt des Sporthelferausbilders zusammen mit weiteren Kollegen von Helga Nemetz, der heutigen stellvertretenden Schulleiterin, übernommen hat. Sie war eine der ersten Ausbilder an nordrhein-westfälischen Schulen überhaupt. Vor gut 20 Jahren hat sie mit dem Sporthelfer-Programm an der Höhenhauser Gesamtschule begonnen, um jugendliche Schüler mehr für den Sport und Ernährungsthemen zu interessieren.
Unterstützt wird die Schule von Sponsoren wie zum Beispiel der Volksbank Dünnwald-Holweide, die regelmäßig Spenden für die Sport- und Ernährungsprogramme der Schule zu Verfügung stellt. In der letzten Woche konnten sich die Sporthelfer und ihre Ausbilder über einen Scheck in Höhe von 1000 Euro freuen, den die Volksbank offiziell überreichte.
Weitere Unterstützung kommt unter anderem vom ansässigen Sportverein, dem TV Höhenhaus, der regelmäßig die jugendlichen Sporthelfer der Schule einlädt, um beim Training in den verschiedenen Sportabteilungen mitzumachen. "Das funktioniert wunderbar. Die Jugendlichen sind sehr engagiert und mit Spaß dabei. Wir als Verein haben natürlich auch etwas davon. Wir benötigen immer Trainernachwuchs, und mit Hilfe dieser Zusammenarbeit haben wir schon den einen oder anderen Sporthelfer für die Vereinsarbeit gewinnen können. Eine tolle Sache für die Schüler und auch für den TV Höhenhaus", begründet Anja Röhricht das Engagement des Vereins.
Eine nette Geschichte: Der TV Höhenhaus betreut den offenen Ganztag der Grundschule Honschaftsstraße. Die dortige Cheerleader AG der Erst- und Zweitklässler kommt ab und zu bei den Trainingsgruppen von Daria, Engin und den anderen Teamern in der Gesamtschule vorbei und feuert die Mannschaften bei den Trainingsspielen an.
Neben dem sportlichen Dingen will das Schulprojekt der Sporthelfer aber auch noch andere Bereiche schulen: "Die Schüler übernehmen in der Betreuung der jüngeren Schüler Verantwortung und machen erste Erfahrung in der professionellen Arbeit. Das schult sie auch fürs spätere Berufsleben. Zudem fließen die Bewertungen der Sporthelferarbeit auch in die Zeugnisse der Schüler ein, und das kommt bei Berufsschulen und Unternehmen sehr gut an, wie wir immer wieder erfahren", führt Helga Nemetz weiter aus.
Engin kann das sogar aus eigener Erfahrung bestätigen: "Sie haben mich auch deswegen genommen. Zumindest haben sie mir das gesagt." Dass es bei ihm und auch bei Daria der Bereich "Sport" war, den sie als Wahlfach der zehnten Klasse genommen haben, lag bei beiden auf der Hand: Beide machen selbst sehr gerne Sport und Engin möchte sich dort später sogar mal beruflich betätigen.
Für Matthias Börger vom Stadtsportbund Köln gibt es noch einen anderen Aspekt, der dieses Schulmodell förderungswürdig macht. "Neben dem positiven Erlebnis, dass hier theoretische Konzepte in die Tat umgesetzt werden, ist doch vor allem auch die Förderung des Selbstbewusstseins der jugendlichen Schüler ein ganz wichtiger Punkt dieses Programms. Hier lernen die Schüler einfach ohne Zwang viele Dinge, die sie später im Privatleben, im Sport und vor allem auch im Beruf benötigen", führt Börger weiter aus.
Die Auszeichnung der Sporthelfer und von Helga Nemetz nahm Bürgermeister Manfred Wolf (FDP) vor. Seit rund zwei Jahren unterstützt er das Programm der Gesamtschule und sorgt zusammen mit den engagierten Eltern aus dem Förderverein der Schule unter anderem dafür, dass sich immer wieder Sponsoren bereiterklären, die benötigte finanzielle Unterstützung bereitzustellen. Die Auszeichnung durch den Landessportbund gibt den Verantwortlichen die Motivation, sich auch in Zukunft für das vorbildliche Programm einzusetzen.
Höhenhaus. "Wir Eltern bleiben im Hintergrund, unterstützen nur, wenn die Kinder uns fragen. Ansonsten organisieren meine Tochter und die anderen Sporthelfer alles selbst", erzählt Günter Stenkamp, Vater der 16-jährigen Daria. Sie ist eine der beiden Schülerinnen, die für ihr Engagement an der Höhenhauser Willy-Brandt-Gesamtschule in der vergangenen Woche vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen mit einem Zusatzpreis des Programms "Mädchen und Frauen im Sport" ausgezeichnet wurden.
Daria und ihre gleichaltrigen Mitstreiter sind als ausgebildete Sporthelfer - auch Teamer genannt - in der Schule aktiv. "Wir assistieren jeweils an zwei Schulstunden pro Woche dem Lehrer in dessen Sportunterricht, leiten dabei Gruppen an und benoten die Schüler auch", beschreibt Daria eine ihrer Aufgaben als Sporthelferin. Auch Engin Esen hat, genau wie Daria, vor rund zwei Jahren eine Ausbildung an der Schule begonnen, die ihn befähigt, Fünf- und Sechsklässler sportlich zu betreuen. "Mein Hauptbereich ist Tischtennis. Zusammen mit einem weiteren Teamer trainiere ich rund 25 Schüler. Manchmal ist das anstrengend, aber es macht mir einfach Spaß", erzählt der Sechzehnjährige.
Ausgebildet worden sind sie von dem Studienrat Oliver Lopez, der vor einigen Jahren das Amt des Sporthelferausbilders zusammen mit weiteren Kollegen von Helga Nemetz, der heutigen stellvertretenden Schulleiterin, übernommen hat. Sie war eine der ersten Ausbilder an nordrhein-westfälischen Schulen überhaupt. Vor gut 20 Jahren hat sie mit dem Sporthelfer-Programm an der Höhenhauser Gesamtschule begonnen, um jugendliche Schüler mehr für den Sport und Ernährungsthemen zu interessieren.
Unterstützt wird die Schule von Sponsoren wie zum Beispiel der Volksbank Dünnwald-Holweide, die regelmäßig Spenden für die Sport- und Ernährungsprogramme der Schule zu Verfügung stellt. In der letzten Woche konnten sich die Sporthelfer und ihre Ausbilder über einen Scheck in Höhe von 1000 Euro freuen, den die Volksbank offiziell überreichte.
Weitere Unterstützung kommt unter anderem vom ansässigen Sportverein, dem TV Höhenhaus, der regelmäßig die jugendlichen Sporthelfer der Schule einlädt, um beim Training in den verschiedenen Sportabteilungen mitzumachen. "Das funktioniert wunderbar. Die Jugendlichen sind sehr engagiert und mit Spaß dabei. Wir als Verein haben natürlich auch etwas davon. Wir benötigen immer Trainernachwuchs, und mit Hilfe dieser Zusammenarbeit haben wir schon den einen oder anderen Sporthelfer für die Vereinsarbeit gewinnen können. Eine tolle Sache für die Schüler und auch für den TV Höhenhaus", begründet Anja Röhricht das Engagement des Vereins.
Eine nette Geschichte: Der TV Höhenhaus betreut den offenen Ganztag der Grundschule Honschaftsstraße. Die dortige Cheerleader AG der Erst- und Zweitklässler kommt ab und zu bei den Trainingsgruppen von Daria, Engin und den anderen Teamern in der Gesamtschule vorbei und feuert die Mannschaften bei den Trainingsspielen an.
Neben dem sportlichen Dingen will das Schulprojekt der Sporthelfer aber auch noch andere Bereiche schulen: "Die Schüler übernehmen in der Betreuung der jüngeren Schüler Verantwortung und machen erste Erfahrung in der professionellen Arbeit. Das schult sie auch fürs spätere Berufsleben. Zudem fließen die Bewertungen der Sporthelferarbeit auch in die Zeugnisse der Schüler ein, und das kommt bei Berufsschulen und Unternehmen sehr gut an, wie wir immer wieder erfahren", führt Helga Nemetz weiter aus.
Engin kann das sogar aus eigener Erfahrung bestätigen: "Sie haben mich auch deswegen genommen. Zumindest haben sie mir das gesagt." Dass es bei ihm und auch bei Daria der Bereich "Sport" war, den sie als Wahlfach der zehnten Klasse genommen haben, lag bei beiden auf der Hand: Beide machen selbst sehr gerne Sport und Engin möchte sich dort später sogar mal beruflich betätigen.
Für Matthias Börger vom Stadtsportbund Köln gibt es noch einen anderen Aspekt, der dieses Schulmodell förderungswürdig macht. "Neben dem positiven Erlebnis, dass hier theoretische Konzepte in die Tat umgesetzt werden, ist doch vor allem auch die Förderung des Selbstbewusstseins der jugendlichen Schüler ein ganz wichtiger Punkt dieses Programms. Hier lernen die Schüler einfach ohne Zwang viele Dinge, die sie später im Privatleben, im Sport und vor allem auch im Beruf benötigen", führt Börger weiter aus.
Die Auszeichnung der Sporthelfer und von Helga Nemetz nahm Bürgermeister Manfred Wolf (FDP) vor. Seit rund zwei Jahren unterstützt er das Programm der Gesamtschule und sorgt zusammen mit den engagierten Eltern aus dem Förderverein der Schule unter anderem dafür, dass sich immer wieder Sponsoren bereiterklären, die benötigte finanzielle Unterstützung bereitzustellen. Die Auszeichnung durch den Landessportbund gibt den Verantwortlichen die Motivation, sich auch in Zukunft für das vorbildliche Programm einzusetzen.
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