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18.03.2012

Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Weniger als fünf Millionen

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Sondersitzung gefordert


Kölner Stadt-Anzeiger
Weniger als fünf Millionen
Bühnen: Unklarheit über die Höhe des Zuschusses der Stadt

Von Andreas Damm

Der städtische Bühnen-Ausschuss soll sich so bald wie möglich in einer Sondersitzung mit den Finanzproblemen der Oper und des Schauspiels befassen. Mit dieser Forderung reagieren die Ratsfraktionen der CDU und der FDP auf den Umstand, dass die Stadtverwaltung noch immer keinen Wirtschaftsplan für die laufende Spielzeit vorgelegt hat. Die Bühnen bräuchten dringend Planungssicherheit, sagte der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ralph Elster, am Freitag. Der jetzige Zustand sei "ein Desaster". Elster befürchtet, "dass Künstler ohne belastbare, vertragliche Regelungen wieder abspringen und aktuell vorgesehene Inszenierungen nicht aufgeführt werden können".

Anlass der Verzögerung sind Unklarheiten über die Höhe des städtischen Zuschusses an die Bühnen. In einem ersten Entwurf des Finanzplans hatte der Betrieb einen Bedarf von 54,1 Millionen Euro angemeldet, was einer Erhöhung um gut fünf Millionen Euro entspricht. Diesem Papier verweigerten Kämmerin Gabriele Klug und Oberbürgermeister Jürgen Roters ihre Zustimmung. Angesichts der Finanznot der Stadt sei ein derartiger Zuschuss nicht zu leisten, heißt es im Rathaus.

Dem Vernehmen nach gibt es mittlerweile einen neuen Wirtschaftsplan. Diesem zufolge soll der Zuschuss zwar steigen, aber um weitaus weniger als fünf Millionen Euro. "Wir erwarten den überarbeiteten Entwurf Anfang der kommenden Woche", sagte Gerd Conrads, der Referent des Kulturdezernenten Georg Quander. Er ließ offen, wann der Plan dem Stadtrat vorgelegt wird. SPD-Fraktionschef Martin Börschel will den Betriebszuschuss nicht losgelöst von den übrigen Ausgaben des Ressorts beschließen: "Wir begrüßen es, wenn eine Lösung gefunden wird. Uns interessieren aber die Zuwendungen für die gesamte Kulturszene. Wenn der Bühnenetat erhöht werden soll, muss Herr Quander darlegen, woher er das Geld nehmen will."


Kölnsiche Rundchau
Sondersitzung gefordert
In Kürze

CDU und FDP fordern eine kurzfristige Sondersitzung des Betriebsausschusses Bühnen: In der letzten Sitzung hatte die Verwaltung den Politikern keinen Wirtschaftsplan vorgelegt. "Wir müssen alles daran setzen, dass die Bühnen so schnell wie möglich Planungssicherheit erhalten", begründet CDU-Kultursprecher Ralph Elster die Forderung. Oper und Schauspiel liefen Gefahr, dass Künstler absprängen und Inszenierungen abgesagt werden müssten. Für die Ratssitzung am 27. März hat die CDU eine Anfrage zu den Folgen des fehlenden Plans für u.a. Spielpläne, Abonnements, und Ensemble gestellt.

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