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08.02.2012

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Pressespiegel

Spart Köln die Oper kaputt?

Dr. Ulrich Wackerhagen, Kulturpolitischer Sprecher der FDP-Ratsfraktion
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Dr. Ulrich Wackerhagen, Kulturpolitischer Sprecher der FDP-Ratsfraktion
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Dr. Ulrich Wackerhagen, Kulturpolitischer Sprecher der FDP-Ratsfraktion
Krankmeldung des Intendanten wird zum Drohbrief

Köln. Das hat es selbst in Köln noch nicht gegeben: Eine Krankmeldung wird zum Brandbrief!

Der Opern-Intendant liegt flach und fällt Wochen aus. Aber Uwe Eric Laufenberg droht der Stadt schriftlich mit dem Abschied. Er hat schon einen Anwalt eingeschaltet. Denn Köln: Köln droht die Stadt kaputt zu sparen!

"Für uns ist das nur eine Krankmeldung", drückte sich OB-Sprecher Timmer gestern vor einer klaren Stellungnahme. Dabei lodert das Thema "Opern-Finanzierung" seit Monaten, jetzt brennt es durch das Laufenberg-Schreiben (liegt BILD vor).

Der Opern-Chef beklagt Verleumdung wegen der Etat-Überschreitung. Er spricht von nicht eingehaltenen Zusagen der Stadt, von immer neuen Kürzungen der Gelder. Fakt ist: Die Stadt Köln zahlt bisher rund 49 Mio. Euro an Schauspiel und Oper. Die Verteilung? Bisher nicht klar geregelt, der Etat soll aber aufgeteilt werden. "Wir rechnen noch", sagt Patrick Wasserbauer, der Geschäftsführende Intendant. "Genaue Zahlen liegen noch nicht vor." Wirklich nicht?

Die Oper kostet ohne Vorstellungen allein 31 Mio. Euro", erklärt Dr. Ulrich Wackerhagen, Kultur-Sprecher der FDP. "Da müssen mindestens 5 Mios drauf."

Das sieht auch Rolf Bolwin so, Vorstand des Deutschen Bühnenvereins: "Köln hinkt anderen Städten hinterher." So erhalten Oper und Schauspiel in Frankfurt 60 Mio., in Stuttgart 74 Mio., und allein die Staatsoper Dresden hat einen Etat von 43 Mio. Euro.

Und in Köln? Da warten die Politiker bis zur Haushaltsberatung am 18. März. "Ich bin entsetzt! Wir brauchen mehr Tempo", so FDP-Wackerhagen. "Die Oper muss jetzt Verträge mit großen Solisten unterschreiben, sonst sparen wir sie kaputt."

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