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04.02.2012

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Pressespiegel

Vandalen im Hippodom

Zoo-Vorstand Christopher Landsberg mit einem der Vandalen: Flusspferd Albert zerkratzt mit den Zähnen die Scheibe
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Zoo-Vorstand Christopher Landsberg mit einem der Vandalen: Flusspferd Albert zerkratzt mit den Zähnen die Scheibe
Zoo-Vorstand Christopher Landsberg mit einem der Vandalen: Flusspferd Albert zerkratzt mit den Zähnen die Scheibe
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Zoo-Vorstand Christopher Landsberg mit einem der Vandalen: Flusspferd Albert zerkratzt mit den Zähnen die Scheibe
Flusspferde und Krokodile zerkratzen die Scheiben
Zahnspuren auf dem Plexiglas. Das Ausbessern kostet 5000 Euro

Von Robert Baumanns

Es geschieht am helllichten Tag: Die Täter führen riesige Werkzeuge mit sich. Damit machen sie sich an den großen Scheiben im Hippodom des Kölner Zoos zu schaffen. Die Vandalen zerkratzen die Scheiben zu den Becken der Flusspferde und der Krokodile. Doch stopp: Es sind nicht jugendliche „Scratcher“, die hier ihr Unwesen treiben, sondern die Tiere selbst.

„Das hatten wir nicht bedacht“, gibt Zoo-Vorstand Christopher Landsberg zu. „Die Flusspferde zerkratzen mit ihren Zähnen die Scheiben. Noch schlimmer ist es bei den Krokodilen, denn die schwimmen oft kurz unter der Wasseroberfläche. Dabei zerkratzen sie mit ihren hervorstehenden Zähnen die Scheibe auf Augenhöhe der erwachsenen Zoobesucher.“

Die Scheiben sind aus (extrem dickem) Plexiglas – und das ist besonders kratzanfällig. „Weil die Scheiben gebogen sind, war es nicht möglich, normales, kratzfesteres Glas einzubauen. Unser Architekt hat uns bei der Planung des Hauses auch nicht auf die Problematik hingewiesen. Allerdings hat ihm auch niemand explizit gesagt, dass Flusspferde oft ihre Mäuler aufsperren und Krokodile hervorstehende Zähne haben.“

Und so bleibt dem Zoo nichts anderes übrig, als die Scheiben regelmäßig abzuschleifen. „Wir müssen dazu die Tiere rausholen, das Wasser komplett ablassen und dann eine Spezialfirma mit schwerem Gerät die zerkratzten Stellen abschleifen lassen“, so Landsberg. Kosten pro Scheibe: 5000 Euro.

Der Vandalismus der Tiere ist nur ein Problem – seit der Eröffnung 2010 gibt es in dem 12,5 Millionen € teuren Hippodom Zoff um die Filteranlage: Oft kann man die Hippos wegen dreckigen Wassers nicht sehen. „Die Anlage wurde zu klein dimensioniert“, sagt Landsberg. „Wir sind im Rechtsstreit mit dem Ingenieur, der die Anlage geplant hat. Für eine größere Anlage haben wir keinen Platz. Es geht also darum, die Filter leistungsfähiger zu machen.“ (01.02.2012)

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