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30.12.2011

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressemeldung

Stadt fordert Landesmittel für Kultur

Dr. Ulrich Wackerhagen
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Dr. Ulrich Wackerhagen
Parteien halten die Kommune als alleinigen Träger für überfordert

Die Kölner Kultur wird nach Ansicht der kulturpolitischen Sprecher von SPD, CDU, den Grünen und FDP vom Land NRW nicht ausreichend unterstützt. In ihrer kulturpolitischen Jahresbilanz für den "Kölner Stadt-Anzeiger" erklären die vier Sprecher übereinstimmend, das Land müsse sich stärker beteiligen, da die Stadt als alleiniger Träger aller größeren Kulturinstitutionen mit dieser Aufgabe überfordert sei.

Bei Schauspiel, Oper, Orchester und Museen "sollte sich in Zukunft das Land mehr engagieren", fordert Eva Bürgermeister von der SPD. Die Grüne Brigitta von Bülow hofft auf "Verbesserungen durch das Kulturfördergesetz" sowie "ebenso darauf, neue Wege zu finden, zum Beispiel durch Kooperationen und Einbeziehung der Region". Ralph Elster von der CDU kritisiert, dass sich in NRW "jahrzehntelang das Gießkannenprinzip breitgemacht" habe - "und das auch noch bei relativ kleinem Gesamtbudget". Der FDP-Sprecher Ulrich Wackerhagen fordert "eine stärkere Beteiligung an dem landesweit einzigartigen Rautenstrauch-Joest- und dem Ostasiatischen Museum" sowie die Ernennung des Gürzenich-Orchesters zum Staatsorchester. In ihren Einschätzungen unterstreichen die Sprecher auch die Bedeutung der künftigen "Akademie der Künste der Welt" für Köln. (F. O.)


Die Zukunft der Künste hängt nicht allein von der Kulturpolitik ab. Das wäre ja schlimm. Aber die Kulturpolitik kann viel dafür tun, den Künsten den Weg zu ebnen und für Freiraum zu sorgen. Das ist gerade in Köln von Bedeutung, wo die Kultur einerseits eine herausragende Stellung hat und andererseits die Stadt knapp bei Kasse ist. Also: Was ist jetzt Sache? Die Kultursprecher von SPD, CDU, Grünen und FDP blicken zurück auf das Jahr 2011 und nach vorn auf 2012. (M.Oe.)

(A.d.fdp-koeln.de-Redaktion: Wir geben hier die Antworten des Kulturpolitischen Sprechers der FDP-Ratsfraktion Dr. Ulrich Wackerhagen wieder.)

Was war für Sie das größte kulturpolitische Ärgernis des vergangenen Jahres 2011?

Das monatelange Gerangel um den Bühnenetat; die unerfreuliche Auseinandersetzung um die Archäologische Zone, die nach ihrer Eröffnung ein europaweiter Magnet sein wird; die anhaltende Existenzbedrohung des Theaters der Keller und seiner Theaterschule; das Scheitern des Tanzhauses und der Sanierung der Orangerie.

Was war für Sie der größte kulturpolitische Erfolg des vergangenen Jahres 2011?

Die Oper unterwegs mit grandiosen Aufführungen an verschiedenen Spielstätten, die neue Zuschauerkreise gewonnen hat; die Uraufführung der Oper "Sonntag aus Licht"; die Eröffnung des Rautenstrauch-Joest-Museums und des Museums Schnütgen und der endlich erfolgte Baubeschluss zur Sanierung des Opernquartiers.

Was ist die größte kulturpolitische Aufgabe im neuen Jahr 2012?

Ein Haushaltsbeschluss, der die Kulturausgaben nicht weiter reduziert, sondern die vom Kulturdezernenten angemeldeten und erforderlichen Mittel zur Beseitigung der strukturellen Defizite politisch umsetzt, und ein Kulturmarketing, das die kulturellen Highlights endlich auch nach außen sichtbar macht.

Welches sind Ihre Argumente, um den Kulturetat in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu schützen?

Der Kulturwirtschaftsbericht beweist, dass die Kulturbetriebe ein ähnliches Bruttosozialprodukt wie die Automobilindustrie erwirtschaften. Kölner Kultur- und Medienunternehmen beschäftigen 58 000 Mitarbeiter. Die kulturelle Vielfalt einer Stadt spielt bei Ansiedlung von Unternehmen eine herausragende Rolle.

Wird die Kulturstadt Köln vom Land NRW ausreichend unterstützt?

Nein! Wir fordern eine stärkere Beteiligung an dem landesweit einzigartigen Rautenstrauch-Joest- und dem Ostasiatischen Museum. Das Gürzenich-Orchester soll als Kulturbotschafter für Köln und NRW den Status eines Staatsorchesters erhalten. Über den Theaterpakt NRW weitere Landesmittel für die Bühnen, Orchester und die Freie Szene.

Worauf freuen Sie sich im bevorstehenden Kölner Kulturjahr 2012?

Auf die Eröffnung der Oper am Dom mit "Tosca", auf die "Fidelio"-Inszenierung in der U-Bahn und aufregende Veranstaltungen der Literatur-, Musik-, Theater- und Tanzszene; auf die weitere Umsetzung des Kulturentwicklungsplans und die Verleihung des "Museum of the Year Award 2011" des Europarats an das RJM.

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