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15.07.2011

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Sterck: Archäologische Zone und Jüdisches Museum werden Leuchtturm

Der neue Platz zwischen Jüdischem und Wallraf-Richartz-Museum
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Der neue Platz zwischen Jüdischem und Wallraf-Richartz-Museum
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Der neue Platz zwischen Jüdischem und Wallraf-Richartz-Museum
Ratsbeschluss belohnt jahrzehntelange Arbeit der Liberalen

Zum gestrigen Beschluss des Rates für den Bau der Archäologischen Zone und des Jüdischen Museums auf dem Rathausvorplatz erklärt der FDP-Fraktionsvorsitzende Ralph Sterck:

Jetzt wird der Ratsbeschluss von 2006 zum gleichzeitigen Bau einer Archäologischen Zone und eines Jüdischen Museums auf dem Rathausvorplatz Realität. Mit dem Entwurf der Architekten Wandel, Hoefer, Lorch und Hirsch aus Saarbrücken haben wir ein Büro an der Seite, das durch seine bisherigen Arbeiten wie das Jüdische Museum in München hervorragende Lösungen für die vielfältigen Herausforderungen unseres historischen Erbes und des sensiblen Ortes erwarten lässt.

Das damalige Preisgericht hat sich auch deshalb für den Entwurf entschieden, weil es die Hülle des Jüdischen Museums als Schutzbau für die nah der Oberfläche des Rathausvorplatzes liegenden historischen Funde bildet. Damit entfallen „Grabplatten“ oder Pavillons auf dem Vorplatz. So wird die gewünschte städtebauliche Fassung des Rathausplatzes mit seiner Renaissancelaube im Vorkriegszustand wiederhergestellt. Dabei hat das Projekt durch das Abrücken vom Wallraf-Richartz-Museum gewonnen.

Beim geplanten Ort für das jüdische Haus auf dem Rathausvorplatz handelt es sich um eine Ratsentscheidung, die nach zwei Symposien zum Standort bzw. zum Inhalt gefällt wurde. Das erste hatte sich 2001 mit sieben möglichen Standorten in der Innenstadt beschäftigt und einhellig den Rathausvorplatz wegen der Authentizität seiner jüdischen Vergangenheit empfohlen. Schon heute kann man sehen, dass diese Entscheidung wegen der spektakulären Funde richtig war.

Leider haben sich die Hoffnungen auf weitere Förderungen für das Projekt nicht erfüllt. Doch das ist kein Grund, es umzuplanen oder darauf ganz zu verzichten und alles wieder zuzuschütten. Dies würde nur weitere Förderungsausfälle und Kosten bedeuten. Ganz im Gegenteil: Ich hatte schon früher erklärt, dass es eine der vornehmsten Aufgaben der Stadt sei, dieses nicht für die Geschichte Kölns so einmalige Museum zur Not auch allein zu finanzieren.

Insgesamt wird damit auch das jahrzehntelange Werben der Liberalen belohnt, denn die erste Forderung für ein solches Haus stammt von Werner Hoyer aus dem Jahre 1985. Und auch die Arbeit in Detailfragen wie der Erschließung der Ausgrabungen durch den ehemaligen Ratskeller wird belohnt. Wenn die Archäologische Zone und das Jüdische Museum eröffnet werden, ist Köln um einen Leuchtturm reicher, der weit über die Stadtgrenzen strahlen wird.


Hier geht es zu weiteren Meldungen und Initiativen der FDP zum Haus und Museum der jüdischen Kultur.

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