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08.10.2002

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Vier Kameras für drei Wagen

Der Starenkasten An der Schanz bleibt wegen der gefährlichen Kurve erhalten
Der Starenkasten An der Schanz bleibt wegen der gefährlichen Kurve erhalten
Der Starenkasten An der Schanz bleibt wegen der gefährlichen Kurve erhalten
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Der Starenkasten An der Schanz bleibt wegen der gefährlichen Kurve erhalten
Kölsche Lösung im Radarwagenstreit: Es bleibt bei drei Autos, aber die vierte Kamera kommt.

Von Peter Berger

Da waren es nur noch vier: Die Stadtverwaltung hat weitere drei der ursprünglich 24 stationären Radarkontrollen abgeschaltet: An der Inneren Kanalstraße in beiden Fahrtrichtungen zwischen der Escher und der Hornstraße und An der Schanz in Richtung Süden. Damit ist das von Oberbürgermeister Fritz Schramma vor knapp drei Jahren angekündigte Programm in die Tat umgesetzt. Die vier verbleibenden Standorte gelten als Unfallbrennpunkte: Zwei Kästen stehen an der Willi-Suth-Allee in Chorweiler, einer An der Schanz Richtung Norden und einer auf der Severinsbrücke stadtauswärts. „Diese Anlage haben wir ungefähr 50 Meter weiter Richtung Brückenabfahrt versetzt“, sagt Hans Oster, Leiter der Verkehrsüberwachung. „Dort passieren die meisten Unfälle.“

Auch bei der Polizei, die gemeinsam mit der Stadt in der Unfallkommission sitzt, begrüßt man die Abkehr von den Starenkästen. Die wiesen, so ein Polizeiexperte, eine vergleichsweise hohe Fehlerquote auf: „Gewieften Rechtsanwälten gelingt es immer wieder, die Einstellung der Verfahren zu erreichen.“ Reflexionen durch Nebel und Fahrbahnnässe oder die Tatsache, dass bei mehrspurigen Fahrbahnen wie auf der Zoobrücke bei gleicher Höhe nicht festzustellen sei, welches Auto zu schnell gefahren ist, schränkten die Beweiskraft ein. Auch aus diesem Grund habe sich die Polizei schon lange auf mobile Geschwindigkeitskontrollen mit Personal eingestellt.

Genau das wird die Stadtverwaltung jetzt auch tun. In den Streit um die Anschaffung des vierten Radarwagens, den die FDP-Fraktion bisher immer abgelehnt hatte, ist durch einen Zufall Bewegung gekommen. Das Fahrzeug gibt es schon lange, bisher fehlte nur die vierte Kamera. Die wird jetzt angeschafft, es bleibt aber bei drei Autos. Weil ein älterer Radarwagen nach einem Verkehrsunfall nur noch Schrottwert hat, kommt nun das neue Modell zum Einsatz und wird - weil technisch möglich - mit zwei Kameras bestückt. „Mit diesem Fahrzeug können wir dann in zwei Richtungen blitzen.“

Eine kölsche Lösung, mit der die FDP nach Angaben ihres Fraktionschefs Ralph Sterck durchaus leben kann, obwohl Verkehrsexperten kritisieren, dass man mit drei Wagen zeitgleich nur an drei Standorten kontrollieren kann. Insgesamt hat die Stadt in Köln 164 Messstellen ausgewiesen, an denen man mit mobilen Kontrollen rechnen muss. Sie liegen vor allem an Unfallschwerpunkten, vor Kindergärten, Schulen, Altenheimen und Krankenhäusern.


Hier geht es zum Positionspapier der FDP-Fraktion zu Geschwindigkeitskontrollen und zu Meldungen und Initiativen der FDP zum Thema Verkehrspolitik.

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