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29.07.2010
Kölnische Rundschau
Pressespiegel

"Eine sehr gute Sache"

Karl Wolters, Mitglied der Bezirksvertretung Rodenkirchen Bild vergrößern
Karl Wolters, Mitglied der Bezirksvertretung Rodenkirchen

Rodenkirchen ist demnächst erster Kölner Bezirk mit einer mobilen Geschwindigkeitsanzeige

Von Angelika Staub

Rodenkirchen. Die Bezirksvertretung (BV) Rodenkirchen hat jüngst beschlossen, aus bezirksorientierten Finanzmitteln eine mobile Geschwindigkeitsanzeige zu kaufen. Das mehrere Tausend Euro teure Gerät zeigt Kraftfahrzeughaltern auf einer großen Tafel ihre tatsächliche Fahrtgeschwindigkeit an.

Obwohl der Beschluss auf einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen und des Linke-Vertreters Berthold Bronisz basierte, war ihm eine längere Debatte vorausgegangen: "Mobil ist gut, die Anschaffung muss aber zu Ende gerechnet werden", bemerkte Christdemokrat Walter Weißenberger. Er verwies auf möglicherweise hohe Folgekosten.

Karl Wolters (FDP) hingegen betonte: "Wir halten die Anlage für eine sehr gute Sache." Für ihn zählt die Kölnstraße auf Höhe des Kindergartens als idealer Standort, um das Gerät für mehrere Tage oder Wochen aufzustellen. Dort fehle immer noch ein Querstreifen. Auch Bürgeramtsleiter Reiner Lindlahr zeigte sich von der Idee angetan: "Es gibt stadtweit nur ein Gerät dieser Art."

Verwaltung bestimmt den Einsatzort

Rodenkirchen wäre der erste Stadtbezirk mit eigener Geschwindigkeitsanzeige. Der Bürgeramtsleiter schlug vor, den bezirklichen Ordnungsdienst mit dem Aufstellen und der recht einfachen Auswertung zu betrauen. Das Gerät sei übrigens wartungsarm, betonte er.

"Die Idee kam von Bürgern", erklärte Bezirksbürgermeister Eberhard Petschel. Er schlug vor, eine Prioritätenliste von Bürgervereinigungen, Parteien und anderen Gruppierungen erstellen zu lassen. Woraufhin CDU-Chefin Monika Roß-Belkner einwarf: "Einsatzort, -dauer und -reihenfolge sollten wir politisch bestimmen."

Zu kompliziert, meinte Petschel. "Im ersten Stadium sollten wir die Standortbestimmung der Verwaltung überlassen." Roß-Belkner wiederum machte deutlich: "Es ist unser Gerät, wir schaffen es an." Sie wolle den Bürgern jederzeit erläutern können, wo die mobile Geschwindigkeitsanlage im Einsatz sei.

Letztlich einigte sich die Bezirksvertretung auf ihren Ursprungsantrag, allerdings mit dem Zusatz, dass die Verwaltung den jeweiligen Standort auswählt und dass das Stadtteilparlament regelmäßig über Einsatzort und -dauer informiert wird.

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