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20.07.2010

FDP-Kreisverband Köln

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Nierhoff fordert Neuzuschnitt für das Kulturdezernat

Wout Nierhoff
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Mehr strategische Gestaltungsoptionen im Rahmen einer Reduzierung des Stadtvorstands

Der fehlende Zug im Kölner Stadtvorstand für die Kunst- und Kulturaktivitäten in der Domstadt und ihre verlässliche Umsetzung durch die Verwaltung hängt nach Auffassung des Kölner FDP-Politikers Wout Nierhoff insbesondere damit zusammen, dass das Dezernat VII mit der Zuständigkeit für Kunst und Kultur in der Stadt Köln nicht mehr zeitgemäß zugeschnitten ist.

Nierhoff: "Die Aufgaben und Zuständigkeiten des Kölner Dezernats für Kunst und Kultur haben sich seit Jahren im Kern nicht weiterentwickelt. Wirtschaftsunternehmen und andere Organisationen, die so entwicklungsresistent agieren, verlieren in der Regel im Wettbewerb irgendwann ihre Bedeutung. Dieser Unfähigkeit zur Veränderung, der offenbar hochkultivierte Anpassungs- und Entwicklungswiderstand in der Kölner Stadtverwaltung konnte sich nur in dem steuer- und abgabenfinanzierten System - begünstigt durch die Abwesenheit entschiedener inhaltlicher Führung im Stadtvorstand - so lange behaupten.

Die zahlreichen Symptomdiskussionen um die heute teils katastrophale Situation Kölns in der positiven Sichtbarmachung des Kunst- und Kulturreichtums in der Domstadt erschöpfen sich in der Regel in vielstimmigen Lamentos über mangelnde Budgets, falsche Organisationsformen und Personalentscheidungen. Ohne eine Veränderung und Neuaufstellung des Kunst- und Kulturdezernats bleiben diese zahlreichen Unmutsbekundungen aber ohne Konsequenz.

Im digitalen Kontext fällt die Rückständigkeit Kölns in dieser Sache verschärft in den Blick, weil sich die Stadt und die Region hier im Wettbewerb mit den per Internet ständig präsenten globalen Konkurrenzangeboten messen müssen. Nur ein den Erfordernissen entsprechend neu zugeschnittenes, strategisch handlungsfähiges Kulturdezernat wird hier meiner Einschätzung nach für Abhilfe sorgen.

Vor dem Hintergrund der sich weiter zuspitzenden kommunalen Finanzsituation müssen von diesem erneuerten Dezernat aus - im Schulerschluss mit den Medien in der Region, der hiesigen Kreativwirtschaft und den örtlichen Akteuren im Bereich des Tourismus - insbesondere neue Formen international erfolgreicher Kommunikation und Vermarktung der hiesigen Kunst- und Kulturschätze bzw. -aktivitäten zeitnah entwickelt und umgesetzt werden.

Damit dies möglich wird, müssen die Kompetenzen des Kölner Dezernats für Kunst und Kultur um die Bereiche Medien, Kreativwirtschaft und Tourismus erweitert werden. Nur ein so neu formiertes Dezernat für Medien, Kunst und Kultur, Kreativwirtschaft und Tourismus kann im Stadtvorstand - in die Stadt hinein wie auch nach außen - Basisstation für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung des Medien-, Kunst-, Kultur-, Kreativ- und Tourismusstandorts Köln sein.

Dazu müssen nach meiner jetzigen Einschätzung die Stabsstelle Medien und das Referat für Internationale Angelegenheiten in dieses neue Dezernat für Medien, Kunst und Kultur, Kreativwirtschaft und Tourismus integriert werden. Außerdem muss der dann zuständige Dezernent - der idealerweise über eine theoretische wie auch praktische Doppelqualifikation in den Bereichen Kultur und Wirtschaft verfügt - auch einen gestaltenden Zugriff auf die Ressourcen von kommunalen Unternehmungen wie KölnTourismus, Kölner Außenwerbung und NetCologne haben. Nur so kann die strategische Neuausrichtung aktiv vorangetrieben werden. Das ist eine echte Entwicklungsaufgabe.

Die personellen Veränderungen durch den Wechsel verschiedener in Köln bisher Verantwortlicher in die Landespolitik bieten diesbezüglich eine einmalige Chance: jetzt muss der strategische Neuanfang gemacht werden - zum Wohle der Stadt und der Region", so Nierhoff, der Vorsitzender des LibAK Medienpolitik der FDP Köln, stellvertretender Vorsitzender des Landesfachausschusses für Kultur und Medien der FDP-NRW und stellvertretender Vorsitzender im Bundesfachausschuss Kultur der FDP Deutschland ist.

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