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04.08.2010

FDP-Fraktion in der Bezirksvertretung Mülheim

Meldung

Tücks: Neue Impulse für ein neues Mülheim

Torsten Tücks, Mitglied der Bezirksvertretung Mülheim
Torsten Tücks, Mitglied der Bezirksvertretung Mülheim
Torsten Tücks, Mitglied der Bezirksvertretung Mülheim
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Torsten Tücks, Mitglied der Bezirksvertretung Mülheim
Bericht aus dem Veedelsbeirat

In einer mehrstündigen Marathonsitzung, die vom frühen Nachmittag bis in den Abend hineinreichte, tagte der Veedelsbeirat. Diesmal in einer neuen Örtlichkeit. Das Köner E-Werk mitten im Medienquartier Schanzenviertel bot den passenden Rahmen, um über die zahlreichen Tagesordnungspunkte des Mülheim 2020-Programms zu diskutieren.

Das Strukturförderprogramm „Mülheim 2020“ will negativen Entwicklungen in den Stadtteilen Mülheim, Buchheim und Buchforst entgegenwirken. Mit mehr als 40 Projekten sollen die Arbeitslosigkeit spürbar verringert, die Wirtschaftskraft gestärkt, die Bildung gefördert, die gesundheitliche Situation der Anwohnerinnen und Anwohner verbessert und Geschäftsstraßen attraktiver gestaltet werden. Das umfangreiche Maßnahmenpaket muss bis Ende 2014 umgesetzt werden und soll Impulse bieten für eine weitere positive Entwicklung. Um die Breite der Themen kompetent abzudecken, wurden untere anderem folgende Fachreferenten eingeladen:
- Stephanie Dormann, Amt für Stadtentwicklung und Statistik
- Jutta Wakob vom Büro der Landschaftsarchitekten Lill und Sparla
- Stefanie Linke-Lorenz, Sportamt
- Barbara Steinraths, Amt für Wirtschaftsförderung
- Carsten Kunde, Benedikt Schatto, Peter Siedlatzek vom Verein n!faculty
- Dr. Thomas Hambüchen und Anne Kreft, Drogenhilfe Köln.

Die Sitzung startete mit der Vorstellung des neuen Stadteilmarketings für die Region Mülheim. Vorrangiges Ziel dieser Maßnahme ist die Verbesserung des kölnweiten Images von Mülheim. Zu diesem Zweck soll ein ganzheitliches Handlungskonzept etabliert, umgesetzt und gepflegt werden. Bestandteile sind unter anderem ein eigenständiges Logo, ein Webauftritt, Zusammenarbeit mit Multiplikatoren und Aktivierung von Synergien. Als ein vorrangiges Ziel galt es, allen Beteiligten Vorurteile gegenüber dem Veedel Mülheim abzubauen und ein neues Identitätsgefühl zu schaffen.

Der nächste Programmpunkt befasste sich ausführlich mit der Neugestaltung des Kölner Bürgerparks an der Berliner Straße. Dieses Areal ist seit längerem problematisch. Sprayer, Alkoholkranke und Drogenabhängige nutzen diesen Ort für längere Treffen und lassen so eine wirkliche Wohlfühlqualität nicht aufkommen. Positiv ist, dass das Problem der Graffitis zumindest teilweise gelöst ist. In Zusammenarbeit mit der Sprayerszene soll nur noch auf freigegebenen Wänden die Wandkunst angebracht werden. Die ausführende Architektin erläuterte an Plänen ausführlich die Visonen für die Umgestaltung des Parks. So sollen dunkle Ecken und Angsträume aufgelöst, der Park transparenter gemacht und neue Sportgeräte installiert werden.

Ein weiterer sehr erfreulicher Punkt ist das Programm „SpoBIG“. Es ist ein Spinnoff des bekannten Programms „Sport in Metropolen“. SpoBIG steh dabei für Sport, Bildung, Integration und Gesundheit und wird im Verbund mit der Qualifizierungsoffensive Sport und Gesundheit durchgeführt. Vorrangige Ziele sind die Stärkung der gesundheitlichen Bildung, die bessere Vernetzung von Sportakteuren und die Ausbildung von Sportgruppenhelfern. Sport ist ein hervorragendes Mittel zur Integration. Es fördert die Gesundheit und erzieht zu Werten wie Teamwork und Fairness. Bereits das oben erwähnte Programm „Sport in Metropolen“ hat viel Gutes im Stadtbezirk bewirkt, es ist zu erwarten, dass „SpoBIG“ ähnliche positive Ausstrahlungseffekte haben wird.

Punkt 5 der Tagesordnung beschäftigte sich mit einem Schlüsselpunkt der Agenda Mülheim 2020 – der Förderung der lokalen Ökonomie. Hier wurde das Büro „Wirtschaft für Mülheim“ vorgestellt. Ähnlich wie die Wirtschaftsförderung verfolgt das Büro das Ziel, den Schritt in die Selbstständigkeit zu erleichtern. So werden beispielsweise Beratungschecks für junior Betriebe angeboten, Möglichkeiten der Mikrofinanzierung aufgezeigt und Coachingprogramme etabliert.

Der nächste Punkt befasste sich mit einem jugendpolitischen Thema. In einem kontrastreichen Vortrag wurden Angebote zu E-Sports diskutiert. E-Sports sind elektronische Sportspiele, die am Computer durchgeführt werden. Genau wie bei Sport in der realen Welt gibt es auch hier Profiligen und Turniere. Als Fritz Schramma, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Köln, am 6. August 2008 feierlich das symbolträchtige rote Band zerschnitt, war das weltweit erste Vereinsheim für eSportler eröffnet und gleichzeitig ein neues Zeitalter für den eSport angebrochen. Über viele Jahre wuchs der eSport auf eine beachtliche Größe. Er fesselt weltweit Millionen Spieler und bildet eine neue, multimediale Jugendkultur, die sich bislang nahezu ausschließlich online begegnete.

Zentral am Wiener Platz in der Domstadt gelegen, unterhält n! faculty mit seinem Vereinsheim nun eine einzigartige und vielfältige Kontaktschnittstelle, die das Selbstverständnis deutscher eSport-Clubs auf eine neue Ebene führt. Denn das Vereinsheim bildet einen wesentlichen Meilenstein der Arbeit des eSport Clubs, der sich sowohl dem erfolgreichen eSport als auch der Jugendförderung verpflichtet sieht. Im direkten Gegenzug gab es eine ausführliche Stellungnahme der lokalen Drogenhilfe. Die Drogenhilfe äußerte Kritik an dem Vorgehen und drückte ihre Befürchtungen aus. Im Anschluss fand eine lebhafte Diskussion statt.

Nachdem noch zwei Tischvorlagen erörtert wurden, trat der Veedelsbeirat in den TOP 9 „Fragen aus der Bürgerschaft“ ein. Wie bislang bei jeder Sitzung, ist das Interesse der Bürgerinnen und Bürger groß. Ungefähr 30 Gäste fanden auf den Zuschauerplätzen im E-Werk einen Platz. Die Bürgerfragstunde wurde auch diesmal wieder gut angenommen und genutzt. Nach diesen mehrstündigen Beratungen gingen alle Beteiligten mit dem schönen Gefühl, etwas Gutes für Mülheim bewirkt zu haben, in den wohlverdienten Feierabend.

Von Torsten Tücks

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