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24.09.2002

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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Sterck: Passagiernachtflug nach Hahn verlagern

Flughafen Köln/Bonn
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Flughafen Köln/Bonn
Dreieck mit Köln, Frankfurt und Hahn vorgeschlagen

„Eine Kooperation mit einem Flughafen wie Frankfurt kann für den Köln/Bonner Flughafen viel mehr Chancen bieten, als wenn wir bei einer Stand-Alone-Lösung verharren“, fasst FDP-Fraktionschef Ralph Sterck seine Eindrücke anlässlich der politischen Konsultationen am Flughafen Frankfurt zusammen, von denen er jetzt zurückkehrte. Dort hatte er sich gemeinsam mit dem Vorsitzenden der hessischen FDP-Landtagsfraktion, Jörg-Uwe Hahn, und der parlamentarischen Geschäftsführerin der FDP-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen, Marianne Thomann-Stahl, mit Vertretern der Frankfurter Flughafengesellschaft getroffen. Ziel war es, im Vorfeld der Flughafenaufsichtsratssitzung am Mittwoch eine abgestimmte Position der Liberalen bei der Ausrichtung des Köln/Bonner Flughafens zu formulieren.

„Wir müssen eine Arbeitsteilung zwischen den Flughäfen in der Region finden“, bringt er die Ergebnisse auf den Punkt. Und da Düsseldorf sich einer Zusammenarbeit entziehe, sehe er die potentiellen Bündnispartner eher bei den Flughäfen Frankfurt und Hahn. Dabei könnte sich Köln bei den Passagierflügen in einem mittleren Preissegment zwischen Frankfurt und Hahn ansiedeln. Neben der Ansiedlung von Low-Cost-Anbietern könne man auch Charterverkehre oder bestimmte Destinationen von Frankfurt übernehmen. Der Flughafen Hahn, der zu fast 75% den Frankfurtern gehöre und so gut wie keine Anwohner habe, könne dabei vermehrt Nachtflugverbindungen im Passagierverkehr übernehmen und die nachtfluggeplagten Kölnerinnen und Kölner entlasten. „So entstünden für alle drei Partner Win-Win-Situationen“, ist sich Sterck sicher.

„Mit der Ein-Stunden-ICE-Anbindung rücken die Städte und die Flughäfen so nah zusammen, dass sie das Feld gemeinsam bestellen sollten“, ist Sterck überzeugt. Von den Frankfurtern könnte der Kölner Flughafen sicher einiges an erfolgreichem Wirtschaften lernen. Außerdem zeichneten sich Synergien bei der Material- und Personalbewirtschaftung sowie der Schaffung gemeinsamer Abfertigungen auch in Zusammenarbeit mit der Bahn ab, die die Angelegenheit für die Kölner lukrativ machten. „Wir wären schlecht beraten, die ausgestreckte Hand aus der Mainstadt auszuschlagen und weiterhin zu glauben, wir könnten mit unserem Heideflughafen der Europäisierung und Globalisierung trotzen“, warnt Sterck.

Die Kölner FDP unterstütze den Kurs der hiesigen Flughafengeschäftsführung, Billigfluglinien für Köln/Bonn zu gewinnen. Dabei sei es aber notwendig, dass sich Drehkreuze, sogenannte Hubs, bildeten, die insbesondere im Europaverkehr alle attraktiven Verbindungen anbieten. Die anstehende Schienenanbindung und die nicht ausgelasteten Kapazitäten am Tage und nicht die Nachtflugerlaubnis müssten die entscheidenden Standortfaktoren für Köln/Bonn sein. „Nun geht es darum, dass eine gemeinsame Arbeitgruppe entsprechende Modelle entwickelt“, fordert Sterck. Die Liberalen würden dies weiterhin konstruktiv begleiten. So sei im Laufe der nächsten Monate ein liberaler „Luftverkehrsgipfel“ geplant, bei dem auch rheinland-pfälzische Vertreter für den Flughafen Hahn mit an den Tisch sollten.


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