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21.08.2009

FDP-Landesverband NRW

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Lindner: Deutscher Jugendmedienschutz könnte Modell für europäische Regelung sein

Christian Lindner, MdL
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Christian Lindner, MdL
Kein Pauschalverbot von Spielgenres - Medienkompetenz der Eltern verbessern

Anlässlich der Computerspielmesse Gamescom in Köln erklärt Christian Lindner, Generalsekretär der FDP-NRW:

„Computerspiele begründen eine kreative Wachstumsbranche und ein junges Lebensgefühl zugleich. Spieler als mündige Verbraucher und Produzenten mit ihren wirtschaftlichen Intessen müssen ernstgenommen werden. Zu oft werden Spiele mit missionarischem Eifer dämonisiert. Wie bei allen Medienprodukten gibt es gute und schlechte, gibt es Unterhaltung und Missbrauch. Ein pauschales Produktions- oder Vertriebsverbot von bestimmten Genres in Deutschland lehnt die FDP deshalb ab.

Schon mit dem Begriff "Killerspiel" wird Politik gemacht. Spätestens Erwachsenen sollte der Zugang analog zu Filmproduktionen möglich bleiben. Ohnehin würden hierzulande nicht vertriebene Spiele dann über einen grauen Markt importiert.

Games, die das Töten von Menschen realitätsnah und als Selbstzweck inszenieren, sind für Kinder und Jugendliche ungeeignet. Mit der Selbstkontrolle von Anbietern und Herstellern, den gesetzlichen Regelungen und ihrer Umsetzung erreichen wir im europäischen Vergleich bereits ein sehr hohes Jugendschutzniveau. Der deutsche Jugendschutz könnte daher Modell für eine europaweite Regelung sein.

Die FDP begrüßt vor diesem Hintergrund den Vorschlag von Medienminister Andreas Krautscheid, Online-Spiele in die Altersfreigabe der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) einzubeziehen. Um Doppelprüfungen zu vermeiden und weil Online- und Offline-Spiele immer mehr verschmelzen, sollten für beide Bereiche dieselben Kriterien von denselben Gutachtern geprüft werden.

Gesetzliche Regelungen allein garantieren in der Welt des Online-Zugriffs aus dem Kinderzimmer keinen Jugendschutz. Deshalb müssen wir vor allem die Medienkompetenz der Eltern verbessern. Sie sind es, die über die altersgerechte Nutzung zuhause entscheiden. Angebote zur Elternbildung - wie sie etwa der Kinderschutzbund konzipiert - könnten hier in die richtige Richtung weisen.“

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