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15.07.2009

Innenministerium NRW

Meldung

Immobilienmarkt 2008 insgesamt stabil

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Innenminister Ingo Wolf legt Grundstücksmarktbericht NRW 2009 vor

Der nordrhein-westfälische Immobilienmarkt ist trotz der beginnenden Finanzkrise im Jahr 2008 insgesamt stabil geblieben. Ungebrochen ist das Interesse an Ein- und Zweifamilienhäusern. Dagegen gibt es deutliche Umsatzeinbrüche bei den Mehrfamilienhäusern sowie den Gewerbe- und Industrieobjekten. Dies teilte Innenminister Dr. Ingo Wolf gestern bei der Vorlage des Grundstücksmarktberichtes 2009 durch den Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte mit.

Mehr Ein- und Zweifamilienhäuser verkauft
Im vergangenen Jahr wechselten 123.920 Immobilien den Besitzer. Das entspricht nur einem leichten Rückgang von einem Prozent im Vergleich zum Jahr 2007. Mit 42.925 verkauften Ein- und Zweifamilienhäusern stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 3%, der Umsatz blieb mit 8,33 Milliarden Euro dagegen unverändert. Besonders auffällig ist eine Zunahme bei Verkäufen von landwirtschaftlichen Flächen um 9 Prozent und forstwirtschaftlichen Flächen um 15 Prozent.

Entgegen dem Jahr 2008 verringerte sich der Geldumsatz
- bei Mehrfamilienhäusern um 11 %,
- bei Gewerbe- und Industrieobjekten um 8 % und
- bei Büro-, Verwaltungs- oder Geschäftshäusern sogar um 31 %.

Die Marktpreise gaben im Schnitt leicht nach. Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser verbilligten sich landesweit durchschnittlich um zwei Prozent. Die Preise für Baugrundstücke blieben weiter konstant.

Baulandpreise: Düsseldorf Spitzenreiter
Spitzenreiter bei den Baulandpreisen in mittleren Wohnlagen ist nach wie vor Düsseldorf mit 475 e/m2 , gefolgt von den rheinischen Gemeinden Meerbusch mit 350 e/m2 sowie Langenfeld mit 330 e/m2. Bei den guten Wohnlagen rangiert Köln mit 780 e/m2 vor Düsseldorf mit 630 e/m2 und Aachen mit 440 e/m2. Deutlich günstiger ist die Situation in einigen ländlichen Gebieten. So liegt der Preis für den Quadratmeter Bauland in mittleren Wohnlagen beispielsweise in Hallenberg bei 25 e/m2 und in Medebach bei 30 e/m2 (beide Hochsauerlandkreis).

Bei nach Regionen differenzierten Baulandpreisen sind die Grundstücke in der Region Düsseldorf am teuersten. Dort kostet der Quadratmeter Bauland im Schnitt 280 Euro. Deutlich preiswerter erworben werden können die Grundstücke
- im Ruhrgebiet mit 190 e/m²,
- der Bergisch/Märkischen Städteregion mit 186 e/m²,
- den Regionen Bonn mit 178 e/m²,
- Köln mit 168 e/m²,
- der Region Niederrhein mit 152 e/m²,
- dem Münsterland mit 124 e/m²,
- der Region Eifel/Rur mit 104 e/m²,
- in Ostwestfalen/Lippe mit 96 e/m² sowie
- im Sauer- und Siegerland mit 87 e/m².

Wohnungseigentum in der Rheinschiene am teuersten
Beim Wohnungseigentum ist es entlang der Rheinschiene wiederum am teuersten. Der Quadratmeter Wohnfläche kostet in Königswinter in mittlerer Lage 2.710 e/m². An zweiter und dritter Stelle stehen Düsseldorf mit 2.670 e/m² und Ratingen mit 2.570 e/m². Dagegen kostet eine Eigentumswohnung im Kreis Heinsberg und in Gladbeck 1.590 e/m², im Kreis Coesfeld 1.550 e/m² und in Rheine 1.490 e/m².

Erstbezugsfertige Reihenendhäuser oder Doppelhaushälften am Niederrhein kosten mit 185.000 e deutlich weniger als in der Region Düsseldorf mit 305.000 e. Die Werte für die anderen Regionen:
- Köln 290.000 e,
- Bergisch/Märkische Städteregion 255.000 e,
- Ruhrgebiet 245.000 e,
- Bonn 240.000 e,
- Eifel/Rur 210.000 e,
- Sauer- und Siegerland 205.000 e,
- Ostwestfalen/Lippe 200.000 e,
- Münsterland 190.000 e.

Reihenmittelhäuser sind in der Regel etwas preisgünstiger, sie kosten in der Region Köln aber immer noch 275.000 e.

Hintergrundinformationen
Der Grundstücksmarktbericht wird jährlich vom Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Land Nordrhein-Westfalen erstellt; Berichtszeitraum ist das jeweilige Vorjahr. Der Bericht ist das Ergebnis der Auswertung des Datenmaterials der örtlichen Gutachterausschüsse. Er informiert umfassend und aktuell auf 124 Seiten über Umsätze, Preise und Preisentwicklungen auf allen Grundstücksteilmärkten in Nordrhein-Westfalen und enthält Übersichten über die von den örtlichen Gutachterausschüssen ermittelten Liegenschaftszinssätze und Bodenpreisindexreihen. Der Grundstücksmarktbericht NRW enthält wertvolle Informationen für Bewertungssachverständige aus Wirtschaft und Verwaltung und nicht zuletzt für alle Bürger, die sich mit der Finanzierung und dem Erwerb bzw. der Veräußerung von Immobilien beschäftigen.

Der Grundstücksmarktbericht NRW 2009 kann für 40 Euro bei der folgenden Anschrift bestellt werden:
Der Obere Gutachterausschuss für Grundstückswerte
im Land Nordrhein-Westfalen
Postfach 30 08 65
40408 Düsseldorf
Telefon: 0211/4 75 26 40
Telefax: 0211/4 75 29 00
E-Mail: oga@brd.nrw.de
oder im Internet unter der Adresse www.boris.nrw.de heruntergeladen werden.

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