Von Dr. Eva Fiedler
Am Sonntag, 19. April 2009, war der Liberale Arbeitskreis Medienpolitik der FDP Köln mit seinem Vorsitzenden Wout Nierhoff, zu Gast im Bonner Kunstmuseum, wo inzwischen zum 12. Mal die VIDEONALE zu sehen war.
Die VIDEONALE wurde 1984 in Bonn gegründet und ist Veranstalter eines
der ältesten Videofestvals der Welt.Die 25-jährige Geschichte begann im
Bonner Kunstverein und hat sich inzwischen zu einer maßgeblichen
Institution für die Videokunst entwickelt. In diesem Jahr ist im Rahmem der VIDEONALE 12 eine Retrospektive zu den 25 Jahren Festivalgeschichte zu sehen.
Gefördert wird die VIDEONALE vom Land NRW, der Stadt Bonn, der Stiftung Kunst der Sparkasse Köln/Bonn, dem LVR, Cine Plus (Technikhauptsponsor) und der KfW-Bankengruppe als Hauptsponsor. Georg Elben, einer der beiden Kuratoren der VIDEONALE 12, führte in einem ausführlichen Vortrag über Inhalt und Präsentation in die Ausstellung ein.
Zunächst machte er auf die besondere Art der Ausstellungsarchitektur
aufmerksam, die in einer eigens dafür entworfenen Gestaltung von Till
Hergenhahn und Hellen Kleine kreiert wurde. Mit diesem neuen Ausstellungsdesign wurde versucht, die offenen Räume zu bewahren und
damit die von den Besuchern oft kritisierte Blackbox-Atmosphäre zu
umgehen.
Er wies darauf hin, dass diesesmal 1.445 aktuelle Projekte aus 74
Ländern zum offenem Wettbewerb der VIDEONALE 12 eingereicht worden
waren, von denen eine Fachjury 43 Videoarbeiten für die Ausstellung
ermittelte. Dabei sei, so Elben, eine erkennbare Tendenz zu längeren
Arbeiten und zu nicht-linearen Strukturen erkennbar. Die Komplexität
habe zugenommen und das nicht im Sinne der Narration, sondern von
verwobenen Strängen und Zielrichtungen. Dabei sei die Verflechtung verschiedener künstlerischer Techniken bis zur Perfektion vorangetrieben worden, damit etwas eigenes entstehe.
Die ergänzende Sonderausstellung REVIEW verknüpfte Vergangenes mit Gegenwärtigem. Die Kuratoren Georg Elben und Susanne Hinrichs hatten aus jedem der bisherigen VIDEONALE-Wettbewerbe ein Werk ausgewählt, das den jeweiligen Wettbewerbsjahrgang repräsentiert. Den ausgesuchten historischen Arbeiten wurde jeweils ein aktuelles Video zur Seite gestellt. Beim Vergleichen der frühen und aktuellen Videoexponate zeigen sich neben den gestalterischen Ideen und Entwicklungen hinter den einzelnen Projekten vor allem auch die Veränderung der Themen, der Videotechnik und der formalen Arbeitsweise.
Zu den Künstlern der Retrospektive gehören unter anderen Jean Francois
Guiton mit den Videos LA TACHE (1984/1986) und AÉBÉCÉdaire (2006), in
denen verschiedene Zeit- und Rhythmusstränge sichtbar werden; oder
Marcel Odenbach, der in lyrisch-poetischen Bildern sowie dem kühlen
Blick einer Reportage in seinen Videos STEHEN IST UMFALLEN (1989) und
DEUTSCHSTUNDE (2006) Erinnerungsarbeit leistet.
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20.06.2009
FDP-Kreisverband Köln
Meldung
LibAK Medienpolitik zu Gast im Kunstmuseum Bonn
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