Köln kann mehr
alle Meldungen »

13.08.2002

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Mietspiegel noch nicht von Ratspolitik beeinflusst

Ulrich Breite
Ulrich Breite
Ulrich Breite
Bild verkleinern
Ulrich Breite
Breite: Bund muss Anreize schaffen

Zum neuen Kölner Mietspiegel erklärt der FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite:

Ein Haus wird nicht von heut auf morgen gebaut. Eine Bauinvestition ist keine Spontanentscheidung. Die Wohnungsbauentwicklung ist von langfristiger Natur. Der neue Kölner Mietspiegel basiert auf Zahlen von 2001. Die Politik der Rathauskoalition, verstärkt Flächen als Bauland auszuweisen, Planungsprozesse zu beschleunigen, Baulücken zu schließen und Möglichkeiten für den Erwerb preisgünstigen Baulands für jungen Familien zu schaffen, kann den Mietspiegel noch nicht signifikant beeinflussen. Unsere Maßnahmen befinden sich sozusagen noch im Rohbau. Die Ratsmehrheit kann nicht - auch wenn wir es gern wollten - in ein, zwei Jahren Fehlentscheidungen im Wohnungsbau durch die jahrzehntelange Herrschaft der SPD in Köln kurzfristig korrigieren.

Der neue Mietspiegel bestätigt die neue Politik der Ratsmehrheit aus CDU und FDP, neue und auch größere Wohnbaugebiete auszuweisen. Von diesem Kurs dürfen wir uns durch das Sperrfeuer von SPD und Grünen nicht abbringen lassen. Auch sollten wir uns hüten, kurzfristig durch die Wohnungsnachfrage nun große Mietskasernen zu bauen, wie es insbesondere die Grünen wegen des geringen „Flächenverbrauchs“ gern möchten. Die dadurch entstehenden langfristigen Probleme können wir in Bocklemünd/Mengenich, Chorweiler oder Finkenberg anschauen. Es gibt keine Alternative zum Bau von kleineren Wohneinheiten, wenn man eine gesunde Sozialstruktur in Köln haben möchte.

Modernisierter Altbau ist in. Das kann einen nur freuen, da damit die innenstadtnahen Veedels nicht aussterben, sondern sich revitalisieren. Ehrenfeld ist dafür ein gutes Beispiel, aber auch in Nippes ist diese Entwicklung sichtbar. Doch was Mode ist und viele wollen, hat bekanntlich seinen Preis, insbesondere da der Altbaubestand begrenzt ist. Dass bei Neubauwohnungen die Mietpreise stabil sind, beweist, dass wir in Köln es nicht mit einer allgemeinen Erhöhung der Mietpreise zu tun haben, sondern in einem besonders nachgefragtem Segment. Die FDP geht davon aus, dass die Mietsteigerung im modernisierten Altbau Anreize schaffen werden, verstärkt den Altbaubestand zu modernisieren.

Die Rahmenbedingungen im Wohnungsbau werden zum großen Teil durch den Bund beeinflusst. Seit der Übernahme der Regierungsgeschäfte durch Rot-Grün haben wir einen Einbruch in der Wohnungsbautätigkeit nicht nur in Köln zu verzeichnen. Die privaten Bauherren haben anscheinend kein Vertrauen in diese Bundesregierung. Die Verschärfung des Mietrechts zuungunsten der Vermieter durch Rot-Grün wird die private Investorentätigkeit im Mietwohnungsbau noch weiter schädigen. Hier sind der Ratsmehrheit die Hände gebunden. Das Setzen falscher Rahmenbedingungen auf der Bundesebene kann die Stadt nur abfedern, aber nicht grundlegend ändern. Darum bleiben wir auch bei der Forderung, beim Wohnungsbau von der Objekt- zur Subjektförderung umzusteigen. So bekommen bedürftige Wohnungssuchende Mittel in die Hand, mit denen sie als normale Nachfrager auftreten können, um so neue Angebote auszulösen.


Hier geht es zu weiteren Meldungen und Initiativen der FDP zum Thema Stadtentwicklung.

vorherige Meldung nächste Meldung

Liberale Webnews

Aktuelle Highlights

Fr., 15.12.2017 Sterck: Vorschläge der Verwaltung nicht gangbar FDP kritisiert Pläne zur Umgestaltung des Ebertplatzes
Die Stadtverwaltung bleibt bei ihren Plänen, Unterführung unter dem Ebertplatz zuzumauern. Durch meterhohe Trennwände sollen die Zugänge ... mehr
Mi., 13.12.2017 Johannes Vogel zu Jamaika in Köln FDP bringt alleine Gesetz zur Stärkung der Bürgerrechte ein Ulrich Breite, Johannes Vogel und Reinhard Houben (v.l.)
Auf großes Interesse stieß der Bericht von Johannes Vogel über das Jamaika-Aus in Berlin. Über 60 Parteimitglieder kamen sogar an einem ... mehr
Fr., 24.11.2017 FDP fordert Lückenschluss für Gürtel Sterck: Radweg reicht für wachsende Stadt nicht aus Mauenheimer Gürtel
Für die kommende Sitzung des Verkehrsausschusses am 5. Dezember legt die Stadtverwaltung fünf Varianten für den Ausbau des Mauenheimer und ... mehr

Termin-Highlights


So., 07.01.2018, 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Programmaticher Brunch Stadtentwicklung
Liebe Liberale und die die es werden wollen, um gut ins neue Jahr zu kommen, veranstalten wir am 7. Januar unseren inzwischen ...mehr

So., 14.01.2018, 15:00 Uhr
Dreikönigstreffen 2018
Dr. Joachim Stamp, MdL
Der FDP-Kreisverband Köln und die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln geben sich die Ehre, Sie zum Dreikönigstreffen 2018 einzuladen. Es ...mehr

Politik-Highlights

Ralph Sterck, MdR
Rede von Ralph Sterck, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, anlässlich der Verabschiedung des städtischen Haushaltes ...mehr

So., 24.09.2017
Bundestagswahl 2017
Am 24. September 2017 war Bundestagswahl Nach der überaus erfolgreichen Landtagswahl in NRW, bei der die Kölner FDP mit 13,8% ...mehr

So., 14.05.2017
Landtagswahl 2017
Am 14. Mai 2017 war Landtagswahl in NRW Mit 13,8% Zweitstimmen holte die Kölner FDP bei der Landtagswahl ein Ergebnis, das ...mehr

alle Videos »

Videothek

Bundestagswahl 2017 - Reinhard Houben, Direktkandidat der FDP in Köln I