Neue Stellplätze vor Praxen
Der letzte Bus fährt um Mitternacht
Die Bezirksvertreter fordern einen Taxistand mit zwei Autos am Rodenkirchener Bahnhof.
Von Tanja Wessendorf
Rodenkirchen - Am Rodenkirchener Bahnhofsvorplatz wird es bald einen Taxistand geben. Das hat jetzt die Bezirksvertretung auf Antrag der FDP-Fraktion einstimmig beschlossen. "Der Rodenkirchener Bahnhof ist ein Verkehrsknotenpunkt. Doch bisher war es für die Bahnfahrer vor allem am späteren Abend oft schwierig, von hier fortzukommen, wenn keine Busse mehr fuhren", sagte Karl Wolters (FDP).
Auch der Transport in die ländlicheren Gegenden des Bezirks sei häufig umständlich. Wer um Mitternacht aus der Stadt komme, dem fahre der Bus oft vor der Nase weg. "Der letzte Bus in Richtung Sürth und Weiß verkehrt schon um diese Zeit", sagte Seniorenvertreter Stefan Meier. Mit einem Taxistand könnte man seiner Meinung nach die Attraktivität des Bahnhofs deutlich erhöhen.
Die Bezirksvertretung einigte sich auf die Einrichtung von mindestens zwei Taxistellplätzen. Die Taxigenossenschaft solle verpflichtet werden, diese Plätze immer zu besetzen. Für den Fall, dass doch alle Wagen unterwegs sein sollten, müsse eine Rufsäule installiert werden. "Stellplätze einzurichten, ohne gleichzeitig eine Verpflichtung einzufordern, dass dort auch Wagen stehen, ist ein Schildbürgerstreich", sagte FDP-Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Daniel.
Katharina Welcker von den Christdemokraten gab zu bedenken, dass es schwierig sei, die Taxigenossenschaft dahingehend zu kontrollieren. Alexander Balint (Grüne) glaubt allerdings, dass es für die Taxiunternehmen attraktiv genug sei, stets zwei Wagen am Rodenkirchener Bahnhof zu platzieren.
Die Bezirksvertretung diskutierte darüber, an welcher Stelle die Taxiplätze eingerichtet werden sollen, damit sie den Busverkehr nicht behindern. Elke Bussmann (SPD) plädierte dafür, die Planungen zur Umgestaltung des Bahnhofs abzuwarten. Bezirksbürgermeisterin Monika Roß-Belkner schlug neben dem Bahnhofsvorplatz Stellplätze an der Bahnstraße vor.
Neue Stellplätze vor Praxen
Die Bezirksvertretung Rodenkirchen beschloss ebenfalls weiteren Parkraum für Radfahrer.
Von Tanja Wessendorf
Rodenkirchen - An der Maternusstraße in Rodenkirchen kommt es häufig zu Staus. Grund sind die Ärzte, die an der Straße ihre Praxen besitzen. Nicht selten werden Patienten aus umliegenden Stadtteilen mit Krankentransportern zu den Medizinern gebracht. Da der Seitenstreifen vor den Praxen jedoch oft zugeparkt ist, müssen die Krankenwagen dann auf der gegenüberliegenden Straßenseite oder in zweiter Reihe halten. Dadurch entstehen Staus und Behinderungen. Noch schlimmer: Patienten und Sanitätspersonal werden vom Autoverkehr gefährdet.
Die FDP-Fraktion hat deshalb in der Bezirksvertretung Rodenkirchen beantragt, hier einen gesonderten Stellplatz für Krankenwagen einzurichten. "Das könnte eng werden", meinte Elke Bussmann (SPD). Der Seitenstreifen sei immer zugeparkt, gleichzeitig führen Busse in beide Richtung. Man einigte sich schließlich darauf, die Möglichkeit eines Stellplatzes für Krankentransporte zu überprüfen.
Auch für die Radfahrer sollen Abstellmöglichkeiten für Räder geschaffen werden. Die Bezirksvertretung stimmte einem entsprechenden Antrag der FDP einstimmig zu und beschloss, für das Ortszentrum Standorte für Parkplätze mit Fahrradständern vorzuschlagen und möglichst bald einzurichten. Vor allem an Markttagen sollen die Räder sicher untergebracht werden können und keine Behinderung für Fußgänger darstellen. (09.04.2009)
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