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14.12.2008

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

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Sterck: Größeres Niederflurnetz Gewinn für Fahrgäste

Niederflurbahn
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Niederflurbahn
Konzept mit Nord-Süd-Stadtbahn vollendet

Vor genau fünf Jahren, am 14. Dezember 2003, und damit ein Jahr früher als zunächst erhofft begann die von den Liberalen angestoßene und vom Rat im Dezember 2001 beschlossene Ausweitung des Niederflursystems im schienengebundenen Personennahverkehr der KVB mit den entsprechenden Änderungen im Liniennetz. Ab 2005 wurden die zusätzlichen Züge geliefert, die auf den neuen Niederflurstrecken verkehren, was die komplette Umsetzung der ersten Realisierungsstufe des neuen Konzeptes ermöglichte. Die zweite Stufe soll dann mit der Eröffnung der Nord-Süd-Stadtbahn im Jahr 2010 erfolgen.

„Die umgesetzten und noch geplanten Maßnahmen machen die KVB kundenfreundlicher, leistungsfähiger und zuverlässiger“, freut sich FDP-Fraktionschef Ralph Sterck. Auf dem neuen Niederflurstrang entstand ein richtiger U-Bahn-Betrieb, wie man ihn aus Städten wie Berlin kennt und schätzt: Alle 3 bis 4 Minuten komme ein Zug. Das Tippen „Steige ich besser am Rudolfplatz oder am Neumarkt von der Ost-West-Strecke in Richtung südliche Ringe oder Neusser Straße um?“ ist entfallen.

Außerdem bestätigen die KVB in einer Beantwortung einer FDP-Anfrage durch entfallende Einfädelungen am Barbarossa- und Ebertplatz mehr Pünktlichkeit: „Die Korrespondenzanschlüsse, bei denen die Bahnen der beiden Strecken in den Abendstunden und am Wochenende auf einander warten, funktionieren mit hoher Zuverlässigkeit.“ Die oberirdischen Strecken in Zollstock und Weidenpesch wurden von 90cm-Bahnsteigen verschont. Ganz im Gegenteil: auf Eifelstraße und Höninger Weg ist durch den Niederflurumbau ein attraktiver Straßenraum entstanden.

Die Haltestellen Dom, Appellhofplatz, Neumarkt und Poststraße im Zentraltunnel wurden auf 90cm angehoben, um ohne Stufen in die dort verkehrenden Stadtbahnwagen zu gelangen. Derzeit wird der Ebertplatz - wenn auch nicht ohne Schwierigkeiten - für den niveaugleichen Ein- und Ausstieg umgebaut. Durch eine liberale Initiative wurde der Unterschied zwischen den Nieder- und Hochflurbahnsteigen minimiert.

Alle übrigen Haltestellenanhebungen, die für einen 99%-igen niveaugleichen Einstieg nötig sind, sollen bis zur Inbetriebnahme der Nord-Süd-Stadtbahn folgen. Damit werden die KVB auch wesentlich früher den fast flächendeckenden niveaugleichen Ein- und Ausstieg ermöglichen, der nach der ursprünglichen Planung wegen der umfangreicheren Umbauten und der knappen Finanzmittel sicher noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte hätte auf sich warten lassen. Dabei wurden nach ersten Berechnungen mehr als 10 Mio. € im Vergleich zur ursprünglich geplanten flächendeckenden Anhebung der Bahnsteige auf Stadtbahnwagenhöhe eingespart.

„Ich bin froh, dass der Beschluss so zügig umgesetzt wurde und so die Vorteile für die Fahrgäste schnell spürbar wurden“, lobt Sterck das Engagement der Verantwortlichen. Das neue Netz mache den öffentlichen Personennahverkehr in Köln ein ganzes Stück weltstädtischer. Im Dezember 2001 hatte der Kölner Stadt-Anzeiger kommentiert: „Wie leicht hatten es nun die Liberalen mit einer Initiative, die zu ihrem Beginn tollkühn erschien.“ Dies veranschauliche welches Jahrhundertwerk seiner Fraktion gegen den anfänglich massiven Widerstand von Verwaltung und KVB gelungen sei. „Es ist sicher der größte Erfolg der Kölner FDP der letzten 25 Jahre“, so der Liberale abschließend.


Hier geht es zu einer Chronik dieser Initiative.

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