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17.12.2008

FDP-Bundestagsfraktion

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Jüdisches Museum ist ein Gewinn für Köln

Das Modell für das Haus und Museum der jüdischen Kultur
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Das Modell für das Haus und Museum der jüdischen Kultur
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Das Modell für das Haus und Museum der jüdischen Kultur
Hoyer: Voller Erfolg für die Kölner Liberalen

Von Dr. Werner Hoyer

Nach Jahrzehnten der Uneinigkeit scheint es, als käme die Diskussion über den Standort eines Jüdischen Museums in Köln endlich zu einem befriedigenden Abschluss. Wie es die Kölner FDP bereits seit langem fordert, wird der Bau laut Planungsbeschluss auf dem Rathausvorplatz entstehen - und damit im Herzen des ehemaligen jüdischen Viertels unserer Stadt. Für uns Kölner Liberale ist diese Entscheidung, die gegen die Stimmen der CDU-Fraktion im Rat durchgesetzt wurde, ein voller Erfolg, der nicht zuletzt aufgrund unserer Standhaftigkeit gegenüber unseren politischen Mitbewerbern zustande gekommen ist.

Obwohl unsere Stadt über eine umfangreiche jüdische Überlieferung sowie über einzigartige schriftliche Quellen wie das Judenschreinsbuch der Laurenzpfarre verfügt, nennt sie anders als Berlin oder München kein Jüdisches Museum ihr Eigen. Aus diesem Grund hatte ich mich bereits Mitte der 80er Jahre - damals noch als Kreisvorsitzender - für die Errichtung einer jüdischen Gedenk- und Kulturstätte auf dem Gelände des ehemaligen Judenviertels am Rathaus stark gemacht. An dieser klaren Position der FDP hat sich seitdem nichts geändert. Selbst im CDU/FDP-Koalitionsvertrag von 1999 hatten wir die Gründung eines jüdischen Museums als vorrangiges Ziel für die Stadt Köln festgeschrieben. Zuletzt wollten die Vertreter der CDU im Rat der Stadt Köln hiervon nichts mehr wissen - obwohl auch sie den Vertrag damals einstimmig angenommen hatten.

Die Kölner Liberalen sind die einzige Ratsfraktion, die sich seit dem Aufkommen der Diskussion vorbehaltlos für ein Jüdisches Museum an zentraler Stelle in Köln stark gemacht hat. Wenn auch viele Kölner Bürger - nicht zuletzt dank der mehr als zweifelhaften "Aufklärungskampagne" der CDU - dem Projekt noch skeptisch gegenüberstehen, bleiben wir bei unserer uneingeschränkten Befürwortung des Museums an historischer Stelle. Es gebietet nicht zuletzt der Respekt gegenüber unseren jüdischen Mitbürgern, dass an diesem Ort wieder etwas Jüdisches entsteht, nachdem erst die Nazibarbarei und dann die Bombardierungen zu Ende des 2. Weltkrieges beinahe jegliche Erinnerung an das überaus lebendige jüdische Leben in der Domstadt ausgelöscht hätten.

Die CDU wäre gut beraten, bei einem derart sensiblen Thema nicht die in der Bevölkerung vorhandenen Ängste und Vorurteile zu nutzen, um sich per Unterschriftenaktion gegen ein Jüdisches Museum "bürgernah" zu präsentieren. Vielmehr sollte sie sich eingeladen fühlen, gemeinsam mit den anderen demokratischen Partien daran zu arbeiten, dieses bedauerlicherweise ablehnende Stimmungsbild der Kölner Bevölkerung tatkräftig zu verändern. Alles andere ist unredlich und dem Anlass unwürdig. Es ist schlimm genug, dass es mit den Rechtspopulisten von "pro Köln" überhaupt eine politische Gruppierung in unserer so weltoffenen Stadt gibt, die gegen das Museum mobil macht.

"Aus der Form gelaufen und ohne große Verweilqualität" nannte die Frankfurter Allgemeine Zeitung den Rathausvorplatz - und doch historisch reicher als jeder andere Standort in Köln. Aus diesem Grund soll unter dem Museum eine Archäologische Zone entstehen, in der die Spuren der Jahrtausende alten Vergangenheit des Rathausviertels quasi "im Querschnitt" zu besichtigen sein werden. Gerade um das Nebeneinander der vielen verschiedenen kulturellen Einflüsse an dieser historischen Stelle Kölns zu dokumentieren, ist eine städtebaulich harmonische Verbindung des neuen Jüdischen Museums mit der zu schaffenden Archäologischen Zone unumgänglich. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Ralph Sterck, unserem liberalen Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters, sowie meinen liberalen Ratskollegen unsere schöne Stadt an dieser Stelle ein Stück lebenswerter zu gestalten.


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