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12.12.2008

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Baustopp wurde abgelehnt

Dr. Werner Hoyer, MdB aus Köln
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Trinkwasserqualität im Wohnpark Weidenpesch als unbedenklich eingestuft

Von Johanna Thelemann

Im Wohnpark Weidenpesch herrscht Sorge über die Trinkwasserqualität, seit dort die Wasserleitungen saniert worden sind. Im Zuge der Arbeiten kam das Epoxidharz "LSE-001 NA" zum Einsatz, dessen gesundheitliche Verträglichkeit stark umstritten war.

Bewohner klagten darüber, seit der Sanierung unter anderem an Durchfallerkrankungen, Atembeschwerden und Hautausschlägen zu leiden (die rundschau berichtete). In der Bezirksvertretung Nippes formulierten nun Freie Demokraten und Kölner Bürger Bündnis einen Antrag, welcher die Verwaltung aufforderte, die Unbedenklichkeit des Stoffes zu prüfen.

Ferner sollte bis zur endgültigen Klärung der Frage ein sofortiger Baustopp verfügt werden. Diesen Antrag lehnten die Bezirksvertreter allerdings mehrheitlich ab. Da Stellungnahmen des Bundesgesundheitsministeriums und der Stadt die Unbedenklichkeit des Trinkwassers im Wohnpark Weidenpesch bestätigten, stimmten SPD, Grüne und Linkspartei gegen den Antrag der Nippeser Fraktionsgemeinschaft.

Bundestagsmitglied Werner Hoyer (FDP) hatte im Juli eine entsprechende Anfrage an die Bundesregierung gestellt und auch umgehend Antwort auf diese Anfrage bekommen. "Soweit dem Umweltbundesamt bekannt ist, hat das örtliche Gesundheitsamt Untersuchungen durchgeführt, die ergaben, dass durch die Sanierungsmaßnahmen an den Trinkwasserleitungen keine Gefahr für die Gesundheit der betroffenen Mieter bestand", ließ Staatssekretär Klaus Theo Schröder im Antwortschreiben des Bundesgesundheitsministeriums in Berlin verlauten.

In einer Stellungnahme der Kölner Verwaltung heißt es zudem, umfangreiche Untersuchungen des Hygieneinstitutes des Ruhrgebietes in Gelsenkirchen hätten erwiesen, dass Gebrauch und Genuss des Trinkwassers in keiner Weise als gesundheitsschädlich einzustufen sei.

Der Umfang der Proben sei mit dem Gesundheitsamt abgestimmt und liege erheblich über dem Durchschnitt. "Die Aussagen von Verwaltung und Bundesregierung sind klar. Ein Baustopp wäre an dieser Stelle nicht zulässig", erklärte Jörg van Geffen von den Sozialdemokraten in Nippes. (29.11.2008)


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