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03.12.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Viel Lob und etwas Tadel

Dr. Ulrich Wackerhagen
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Kulturausschuss befasste sich erstmals mit dem Kulturentwicklungsplan

Von Martin Oehlen

Viel Lob von der CDU und der FDP, heftige Kritik von der SPD und ein "impressionistisches Statement" mit positivem Grundton von den Grünen - das ist die Bilanz der ersten Aussprache über den Kulturentwicklungsplan im Kölner Kulturausschuss. Während die Mehrheit ausdrücklich pries, dass die Verwaltung ihren Zukunftsentwurf für die Kulturstadt wie gefordert mit einem Kostenvoranschlag versehen hatte, beklagte SPD-Kultursprecher Hans-Georg Bögner, dass in dem Papier zu viel von Zahlen die Rede sei. Grundsätzlich kritisierte er, dass der Plan "strukturkonservativ" sei und "die innovativen Ideen" fehlten. Weiter möchte der SPD-Politiker die regionale Zusammenarbeit stärker berücksichtigt sehen, auch wenn gerade wieder eine Kooperation - ein Tanztheater mit Bonn - gescheitert sei.

Der Ausschussvorsitzende Lothar-Theodor Lemper griff aus dem Entwurf des Kulturdezernats insbesondere den Wunsch nach einer besseren Vermarktung Kölns als Kulturzentrum hervor. "Es ist eine Schande", sagte er, "dass die kulturellen Dinge, die sich hier abspielen, nicht nach außen getragen werden." Grünen-Sprecherin Angela Spizig bestätigte, dass der Ruf Kölns als Kulturstadt in Deutschland nicht sehr verbreitet sei. Aber im Ausland, sagte sie, werde Köln als "Kulturperle" gesehen. Für die Freie Szene, die den Kulturentwicklungsplan noch intensiv prüfen wird, stellte Friederike van Duiven fest, dass man froh sei, "endlich eine Diskussionsgrundlage" zu haben.

"Kutz für die Kultur"

Der Kulturausschuss beschloss zudem, dass sich ein Experten-Hearing mit einem dringend benötigten neuen Standort für das überquellende Historische Archiv befassen soll. Dabei möge auch eine Verbindung mit der Kunst- und Museums-Bibliothek (KMB) geprüft werden. Für die FDP erklärte Ulrich Wackerhagen, dass die KMB doch - wie seit langem erwogen - auf dem Gelände des Kaufhaus Kutz untergebracht werden kann. Auch drängte die FDP darauf, nicht von der Absicht zu lassen, dieses Areal einer vor allem kulturellen Nutzung zuzuführen. Eine Aussage des Oberbürgermeisters, der das Gelände offenbar einem Investor überlassen und dann die Immobilie anmieten wolle, gebe Anlass zur Sorge.


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