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02.12.2008

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Nur einer von drei Anträgen kam durch

Manfred Wolf, MdR
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Sportausschuss

Auf der letzten Sitzung des Sportausschusses wurde von den drei vorliegenden Anträgen nur einer beschlossen. In einem gemeinsamen Dringlichkeitsantrag von CDU, SPD und Grünen soll der Austausch von Sportlern zwischen Köln und seinen Partnerstädten verstetigt werden, wie der sportpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Wolfgang Bosbach erläuterte. Die Verwaltung wird darin aufgefordert, bis zur ersten Sitzung des Ausschuss im kommenden Jahr ein Konzept vorzulegen, wie der Austausch intensiviert werden kann. Die im laufenden Haushaltsjahr bereit gestellten Haushaltsmittel müssen allerdings noch in diesem Jahr disponiert werden, wie der Leiter des Sportamtes Dieter Sanden erklärte. FDP-Stadtrat Manfred Wolf, Vorsitzender des Sportausschusses lehnte hingegen für seine Fraktion den Antrag ab. „Das ist ein Misstrauensvotum gegen die Verwaltung, der Antrag ist zudem überflüssig“, befand Wolf.

Sportplatz in Weiß und Trimm-Dich-Pfade

In einem weiteren Antrag forderte die FDP die Sanierung des Fußballplatzes des TSV Köln-Weiß. „Wer sich diesen Platz anschaut, wird anfangen zu grinsen. Wiese an den Seiten, Tennen in der Mitte“, beschrieb Wolf den Zustand der Außensportanlage. Wolf plädierte dafür den Platz als reinen Aschenplatz wiederherzustellen. SPD-Ratsherr Bosbach beantragte jedoch die Verweisung in die Bezirksvertretung Rodenkirchen. Im Januar wird die Vorlage dann nach den Anregungen der Bezirksvertreter endgültig entschieden werden. „Das ist ein richtiger Ansatz und ein goldener Weg“, lobte auch Andreas Köhler von der CDU. Während der FDP-Antrag damit in eine weitere Beratungsrunde geschoben wurde, hatte der CDU-Antrag keine Chance auf Mehrheit.

In einem zwei Unterpunkte umfassenden Antrag forderten die Christdemokraten einen Bestandsplan sowie eine Einschätzung der Fachverwaltung zum Sanierungsbedarf der zumeist mehr oder weniger maroden Anlagen. Zudem soll ein Konzept zur Sanierung dieser Außensportanlagen mit Finanzierungsvorschlägen vorgelegt werden. Bosbach zeigte sich irritiert, zumal man gemeinsam in der Haushaltskoalition (SPD, Grüne und CDU) für den Doppelhaushalt 2008/2009 eine gemeinsame Liste von Ausgabevorschlägen bei der dringend notwendigen Sanierung von Außensportlagen verabredet hatte. „Trimm-Dich-Pfade sind heute nicht mehr in. Das Geld für den Sport sollte in Dinge investiert werden, die angenommen werden“, erwiderte Karin Wiesemann von der SPD-Fraktion. „Viele Übungen auf solchen Pfaden gelten inzwischen als gesundheitsschädlich“, ergänzte Torsten Tücks von der FDP.

Doch auch der Vorschlag, die Sanierung im Antrag zurückzustellen, konnte den politischen Gegner nicht dazu animieren, einer Bestandsaufnahme zuzustimmen. Bei getrennter Abstimmung versagte das Kernbündnis dem Antrag der CDU in beiden Punkten die Zustimmung. Die Forderung nach einem Training mit integriertem Naturerlebnis ist allerdings keineswegs so unmodern, wie von den Kritikern des Antrags vorgebracht. Der Vorsitzende des Stadtsportbundes Volker Staufert schlug als Kompromiss vor, diesen Gedanken mit einem überarbeiteten Konzept mit neuen Elementen weiterzuentwickeln. „Das würde für den Breitensport werben“, so Staufert. So bleiben die in den 70er Jahren entstandene Trimm-Dich-Pfade weiterhin in ihrem derzeitigen Zustand. (26.11.2008)


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