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01.12.2008

Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnische Rundschau

Pressespiegel

FDP nominiert Ralph Sterck

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Mit dem Slogan "Köln kann mehr" wirbt Sterck für liberale Ziele


Kölner Stadt-Anzeiger
FDP nominiert Ralph Sterck
Mit dem Slogan "Köln kann mehr" wirbt Sterck für liberale Ziele

Die Kölner FDP hat Ralph Sterck einstimmig* zum Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters gewählt. Bei ihrer Kreiswahlversammlung applaudierten die Liberalen Sterck für seine Forderung, die Probleme dieser Stadt schonungslos aufzudecken und Alternativen aufzuzeigen. "Köln kann mehr!", betonte der OB-Kandidat und entwarf Szenarien wie dieses: "Stell dir vor, es findet ein vierter verkaufsoffener Sonntag statt, aber du musst dafür ins Umland fahren, weil er in Köln in einer für die Wirtschaft tödlichen Mischung aus Kirchen, Gewerkschaften und linker Mehrheit verboten wurde."

Sterck forderte, alle vier möglichen verkaufsoffenen Sonntage pro Jahr zuzulassen, da sie ein Publikumsmagnet seien und Geld in die Stadt brächten. Er sprach sich gegen City-Maut und "Parkplatzsteuern" aus und für die rasche Umsetzung von Projekten wie dem Ausbau des Deutzer Hafens. In diesen Bereichen habe der amtierende Oberbürgermeister zu wenig Spuren hinterlassen. Die Liberalen würden nach der Wahl Partner suchen, mit denen sie möglichst viele ihrer Inhalte umsetzen könnten.

Die Ratsliste wird auf Vorschlag des FDP-Kreisvorsitzenden Reinhard Houben von Sterck angeführt, gefolgt von Yvonne Gebauer, dem ehemaligen Bürgermeister Manfred Wolf, Christtraut Kirchmeyer, Marco Mendorf und Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite.

Auf Listenplatz sieben steht Mark Stephen Pohl, der auch Spitzenkandidat der Kölner FDP für die Landschaftsversammlung Rheinland ist. Das einzige "Stechen" ergab sich in der Konkurrenz um Platz acht zwischen der Lindenthaler Bezirksvertreterin Katja Hoyer und Volker Görzel, das Hoyer für sich entschied. Görzel wurde auf Platz neun gewählt, gefolgt von Ulrich Wackerhagen. Außer den Rats- und Bezirksvertretungskandidaten wurden auch die Delegierten für die Landeswahlversammlung gewählt. (bl)


Kölnische Rundschau
FDP: 100 Prozent* für Ralph Sterck
Parteitag bestätigt OB-Kandidatur Ratsliste: Nur eine Kampfabstimmung

"Wenn ein OB nach neun Jahren Amtszeit nicht mehr wiedergewählt wird, liegt das sicher nicht an einem liberalen Gegenkandidaten. Dann liegt das auch am Amtsinhaber selbst". Schweres Geschütz gegen Fritz Schramma fuhr FDP-Fraktionschef Ralph Sterck am Samstag beim Parteitag der Liberalen auf. Der OB setze "als Repräsentant der Stadt auf der einen Seite und als Verwaltungschef auf der anderen immer noch die falschen Prioritäten". Schramma müsse sich den Vorwurf gefallen lassen, viele Vorhaben nicht energisch genug vorangebracht zu haben, "obwohl er fast neun Jahre alle Instrumente der Verwaltung in der Hand hatte".

"Köln kann mehr", meint die FDP und schickt deshalb auch Sterck als Kandidaten in die OB-Wahl. Dafür votierten 103* Mitglieder, es gab nur eine Enthaltung. "Jeder FDP-Wähler ist dann am 7. Juni intelligent genug, mit seinen Stimmen für das Europäische Parlament, den Rat, die Bezirksvertretung und den Oberbürgermeister umzugehen", sagte Sterck.

Aufgestellt wurde am Samstag auch die Ratsliste der Liberalen. Weitgehend folgten die Mitglieder dabei dem Vorschlag des Parteivorstands, es gab nur eine Kampfabstimmung. Derzeit hat die FDP sieben Sitze im Rat. (sts)

Einzelergebnisse

Ralph Sterck führt auch die Top Ten der FDP-Ratsliste an. Es folgen: Yvonne Gebauer, Manfred Wolf, Christtraut Kirchmeyer, Marco Mendorf, Ulrich Breite, Mark Stephen Pohl, Katja Hoyer, Volker Görzel und Dr. Ulrich Wackerhagen.

Eine Kampfabstimmung gab es nur um Platz 8. Da siegte Katja Hoyer, Ehefrau des FDP-Bundestagsabgeordneten Werner Hoyer, gegen Volker Görzel.

Gut aufgestellt
Kommentar von Stefan Sommer zu den Parteitagen

Nahezu reibungslos gingen am Wochenende die kommunalpolitischen Parteitage von SPD und FDP über die Bühne. Man kann darüber streiten, ob dies mehr ein Zeichen guten Führungsmanagements ist oder ein Beleg dafür, dass Kommunalpolitik selbst dann nicht mehr attraktiv ist, wenn es um personelle Weichenstellung geht. Jedenfalls wäre die Spitze der Kölner CDU, die am kommenden Wochenende ihre Ratsliste aufstellt, sicher froh, wenn dabei alles so glatt über die Bühne gehen würde wie bei den Sozialdemokraten und den Liberalen. Beide Parteien machen jedenfalls den Eindruck, als seien sie gut aufgestellt für das Superwahljahr 2009.

Die FDP hat zudem am Samstag Ralph Sterck als OB-Kandidaten offiziell nominiert. Das muss vor allem Fritz Schramma nachdenklich stimmen. Nicht so sehr wegen der Kritik, die an ihm geübt wurde. Das ist normal im politischen Geschäft. Aber die große Zustimmung für einen Kandidaten aus den eigenen Reihen zeigt doch, wie unzufrieden man in der FDP mit dem Amtsinhaber ist. Stimmen, die Schramma am Ende bitter fehlen könnten.


*) Eine Nachzählung der Stimmen hat 102 Ja-Stimmen, eine Nein-Stimme und eine Enthaltung ergeben.

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