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30.11.2008

FDP-Kreisverband Köln

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FDP wählt Sterck zum OB-Kandidaten

Ralph Sterck bekam nach seiner Wahl den Köln-kann-mehr-Helm
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Kreiswahlversammlung bereitet KölnWahl vor

Die FDP-Köln hat nun auch offiziell ihren Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl aufgestellt. Die Kreiswahlversammlung wählte am Samstagnachmittag mit 102* von 104 abgegebenen Stimmen bei einer Enthaltung den Vorsitzenden der FDP-Ratsfraktion Ralph Sterck – an seinem 43. Geburtstag – zum Oberbürgermeisterkandidaten. Die Liberalen waren im Renaissance Hotel an der Magnusstraße zusammen gekommen, um die Kandidatinnen und Kandidaten zur KölnWahl am 7. Juni 2009 zu wählen.

Sterck beschrieb in seiner Rede eindrucksvoll die Herausforderungen, denen sich die Stadt Köln und der neue Stadtrat zu stellen hätten. Die FDP stehe in der Verantwortung, die Probleme dieser Stadt schonungslos aufzudecken und Alternativen aufzuzeigen. „Wir sagen genau, was die Bürgerinnen und Bürger für ihre FDP-Stimme bekommen, denn Köln kann mehr!“, wie der OB-Kandidat mehrfach in seiner Rede betonte.

„Köln kann mehr Leben!“, denn es reiche nicht aus, über Köln als weltoffene und liberale Stadt nur zu reden, sondern man müsse es leben wie z.B. bei den verkaufsoffenen Sonntagen. „Köln kann mehr Mobilität!“, denn City-Maut und Parkplatzsteuern seien Beschlüsse eines grünen Kreisparteitages, die so im Rat nicht mehrheitsfähig werden dürften. „Köln kann mehr Dynamik!“, denn Projekte wie der Deutzer Hafen düften nicht länger verschleppt werden. Gerade in diesen Bereichen habe der amtierende Oberbürgermeister zu wenig Spuren hinterlassen.

Das rot-grün-dunkelrote Bündnis im Rat sei Vorreiter noch vor Frau Ypsilanti in Hessen gewesen und lähme die Stadt. Die Liberalen suchten nach der Wahl Partner, mit denen sie möglichst viele ihrer Inhalte umsetzen können. Dabei gäbe es zwar mit der CDU die meisten inhaltlichen Übereinstimmungen, aber man mache sie Sorgen um deren Mehrheitsfähigkeit vor dem Hintergrund, dass „nun wieder einige politische Mohrleichen nach oben zu ploppen scheinen“. Doch eines stünde jetzt schon fest: Nach der Wahl sei mindestens einer der OB-Kandidaten Fritz Schramma oder Jürgen Roters politische Geschichte in Köln. Aber einer sei auf jeden Fall noch da, um die Stadt weiter voranzubringen und das sei er selbst, Ralph Sterck.

Anschließend wählten die Liberalen die Ratsliste, die auf Vorschlag des FDP-Kreisvorsitzenden Reinhard Houben von Sterck angeführt wird. Da die FDP nach der Wahl mit einer größeren Mannschaft in den Rat einziehen will, wurden die ersten 20 Listenplätze in Einzelwahl und alle mit guten und sehr guten Wahlergebnissen gewählt. Auf Platz zwei der Ratsliste steht Yvonne Gebauer, Ratsfrau und Schulpolitische Sprecherin der FDP. Ihr folgt auf Listenplatz drei der ehemalige FDP-Bürgermeister Manfred Wolf. Ratsfrau und Verkehrspolitische Sprecherin der FDP Christtraut Kirchmeyer belegt Platz vier. Der Wirtschaftpolitische Sprecher Marco Mendorf erreichte den fünften Listenplatz und Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite den Listenplatz sechs.

Auf den Listenplätzen sieben wurde der Sozialpolitischer Sprecher Mark Stephen Pohl gewählt, der auch Spitzenkandidat der Kölner FDP zur Landschaftsversammlung Rheinland ist. Auf Platz acht ergab sich die einzige Gegenkandidatur des Tages zwischen der Lindenthaler Bezirksvertreterin Katja Hoyer und ihrem Kollegen aus der Innenstadt Volker Görzel, die Hoyer für sich entscheiden konnte. Görzel wurde im Anschluss auf Platz neun gewählt. Die Plätze zehn bis zwölf belegten der Kulturpolitische Sprecher Dr. Ulrich Wackerhagen, die Vorsitzende der Jungen Liberalen Köln Sylvia Laufenberg und FDP-Kreisvorsitzender Reinhard Houben.

Der Wahlmarathon wurde mit der Wahl aller Direktkandidatinnen und -kandidaten für die Wahlkreise zur Ratswahl, der weiteren Ratsliste, der Listen für die Wahl zu den Bezirksvertretungen sowie der Delegierten für die Landeswahlversammlung zur Landschaftsversammlung Rheinland abgerundet. Nach dreieinhalb Stunden gingen die Liberalen am Abend auseinander mit dem guten Gefühl, geschlossen und gut vorbereitet und mit den richtigen personellen und inhaltlichen Alternativen zu den herrschenden Verhältnissen und Köpfen in das Superwahljahr zu gehen. Und in der festen Erkenntnis: Köln kann mehr!


*) Eine Nachzählung der Stimmen hat 102 Ja-Stimmen, eine Nein-Stimme und eine Enthaltung ergeben.

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