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08.11.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Eier und Köpfe

Weltkulturerbe Kölner Dom
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Weltkulturerbe Kölner Dom
Wie kann man mehr Besucher zum Geldausgeben nach Köln locken? Über diese Frage haben sich mehrere begnadete Köpfe Gedanken gemacht. Wie Heinrich Remagen, der Chef von der City-Werbung oder auch die Menschen von der FDP.

Hat Köln die Begabung, interessanter zu sein als andere europäische Städte? Die Begabung ganz sicher, beherbergt diese Stadt doch begnadete Köpfe wie den von Heinrich Remagen, dem Chef von City-Marketing. Der hatte diese Woche die eine, die vermutlich einzige zündende Idee für ein Konzept, mit dem man zeigen könnte, wie toll diese Stadt ist.

Remagen jedenfalls will den Öffentlichen Personennahverkehr revolutionieren und zum touri-anlockenden Event machen. Bemannte Sitzeier im Colani-Design möchte er über die Hohenzollernbrücke zwischen Hauptbahnhof und Deutzer Bahnhof hin- und herschießen. Wir empfehlen, den Passagieren während des Eier-Titschens Videoclips des Colonia-Duetts zu zeigen, um ihnen die Stadt und ihre Eierköpfe noch etwas näher zu bringen.

Darüber, wie man mehr Besucher zum Geldausgeben in die Stadt locken kann, hat sich auch die lokale FDP Gedanken gemacht. Die Idee der Liberalen: Hinweisschilder auf dem Autobahnring sollen auf das Weltkulturerbe Dom hinweisen. „Man kann davon ausgehen, dass sie Durchreisende zu einer Pause mit Besuch des Kölner Doms einladen“, heißt es.

Genau so wird das sein: „Mensch, guck mal, in Köln gibt es einen Dom! Wer hätte das gedacht! Da will ich hin!“, wird die Beifahrerin ihren Gatten bedrängen, der gerade an Köln vorbeifahren will. „Ja, ja, Dom, Dom“, kreischen die Kinder auf dem Rücksitz, und schon ist der Gatte auf dem Weg in die Innenstadt.

Liebe FDP, worauf ihr noch gar nicht gekommen seid: Ihr könnt euch auf einen Schlag noch einen weiteren Erfolg ans Revers heften. Diese Schilder-Aktion wird nämlich einen solchen Erfolg haben, dass die Verkehrsdichte auf den Autobahnen schlagartig abnehmen wird. Ihr hättet also auch noch das Stauproblem gelöst. Zumindest auf der Autobahn.

So, und jetzt Verkehr zum Dritten. Der VRS möchte mit Radiospots der Comedians Anette Frier, Rüdiger Hoffmann und Ludger Stratmann mehr Menschen zum Umsteigen auf Busse und Bahnen locken. Im Fall von Hoffmann könnte die Idee genial sein: Der Mann ist nämlich so langsam, dass die Wartezeit auf die mal wieder zu spät kommende Bahn wie im Flug vergeht.

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