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09.11.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Ein Blick zurück im Zorn

Bezirksrathaus Rodenkirchen
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Bezirksrathaus Rodenkirchen
Nach Jahren steht nun fest: Das Rathaus wird am alten Standort neu erbaut

In fünf Jahren soll das neue Rathaus fertig sein. Im Februar wird ein Architektenwettbewerb ausgelobt.

Von Ulrike Süsser

Rodenkirchen - Für den Neubau des Bezirksrathauses an der Hauptstraße schreibt die Stadt nächsten Februar einen städtebaulicher Wettbewerb aus. Sechs Teilnehmer sollen einen Rahmenplan erarbeiten für das Grundstück, auf dem das vorhandene Gebäude steht, sowie für den Rathausvorplatz, die rückwärtige Zufahrt zum Rathaus und den kleinen Mitarbeiterparkplatz hinter dem Gebäude. Gut 4000 Quadratmeter groß ist das Gelände. Engelbert Rummel, der Werkleiter der städtischen Gebäudewirtschaft, erläuterte den Bezirksvertretern die Vorlage für den europaweiten Wettbewerb. Sie stimmten einhellig zu und zeigten sich erleichtert, dass der längst überfällige Neubau nun vorangetrieben wird.

Im kommenden Februar soll der Architektenwettbewerb ausgeschrieben werden. Wenn ein Sieger ermittelt ist, beginnt ab 2010 die Suche nach einem Investor. Den will die Stadt bis März 2011 gefunden haben. Dann soll das alte Rathaus abgebrochen und das neue Gebäude errichtet werden. Es soll bis zum April 2013 fertig sein. So jedenfalls sieht es der städtische Fünfjahresplan vor. Die Architektenvorschläge werden den Bezirksvertretern vorgestellt, und sie sollen sich auch als Jury an der Auswahl des Siegerentwurfs beteiligen.

In erster Linie wünschen sich die Stadtteilpolitiker ein "Haus für die Bürger". Das Bezirksrathaus müsse seinem Namen gerecht werden, meinten sie. Ein Sitzungssaal, die Fraktionsräume der Stadtteilpolitiker, die Meldehalle, das Bürgeramt sowie das Wohnungs-, Jugend- und Sozialamt sollen untergebracht werden. Es sind auch Einzelhandel und Wohnungen erlaubt. Der Parkplatz an der Barbarastraße soll nicht bebaut werden. Eindringlich warnte der FDP-Chef Karl-Heinz Daniel vor einem "Monumentalbau" ähnlich dem Sommershof.

Der Chef der Gebäudewirtschaft musste sich einige Vorwürfe anhören. Die Stadt habe die Planung eines Neubaus am alten Standort verzögert, obwohl die Arbeitsbedingungen in dem maroden Gebäude seit Jahren schon unzumutbar seien. Zwischenzeitlich wollte die Stadt das Rathaus in einem leer stehenden Gebäude an der Bahnstraße unterbringen beziehungsweise am Maternusplatz. Auch ein Standort an der Kreuzung Ringstraße/Schillingsrotter Straße wurde geprüft. Die Bezirksvertretung hatte immer wieder abgelehnt und einen repräsentativen Bau möglichst am alten Standort gefordert.

"Es war schon schlimm, dass wir so weit herum geschickt wurden", sagte der SPD-Fraktionschef, Gerhard von Dreusche. Engelbert Rummel rechtfertigte sich. Laut Ratsbeschluss aus dem Jahr 2004 sollten bei den Bezirksrathäusern Einsparungen vorgenommen werden, sagte er. Nun gebe es eine Kehrtwende und die Bezirke sollen wieder gestärkt werden. Folglich sei auch ein repräsentativer Neubau an der Hauptstraße samt Architekten- und Investorenwettbewerb möglich geworden. (06.11.2008)

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