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31.10.2008

Kölner Stadt-Anzeiger

Pressespiegel

Verstärkung sinnvoll

Wallraf-Richartz-Museum
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Wallraf-Richartz-Museum
Kulturdezernent zu Kurator für Mäzene

Georg Quander sieht die Notwendigkeit einer engen Anbindung an die Verwaltung.

Den "pauschalen Vorwurf", dass die Kölner Verwaltung und insbesondere das Kulturdezernat sich nicht um die Mäzene in der Stadt kümmere, weist Kulturdezernent Georg Quander zurück. Gleichwohl räumt er ein, dass für die Pflege der Beziehungen die personellen Kapazitäten nicht immer ausreichend seien. Daher begrüßt er im Prinzip den Vorschlag der FDP, einen Kurator für den Dialog mit den Förderern der Kunst und Kultur in der Stadt einzusetzen. "Eine Verstärkung kann helfen," so Quander. "Aber ein Kurator darf kein Ehrenamtler sein, sondern muss in die Verwaltung eingebunden sein. Es geht ja um konkrete Zusagen."

Quander betont, dass sich die Stadt sehr bewusst sei, welche enorme Bedeutung das bürgerschaftliche Engagement für das Kulturleben in Köln habe. Dies drücke sich in einzelnen Zuwendungen aus, seien es Kunstwerke oder Geldmittel; dies drücke sich aber ebenso in den zahlreichen Fördervereinen aus, die - "vom Stifterrat des Wallraf-Richartz-Museum angefangen" - kontinuierlich hilfreich tätig seien.

Auch weist Quander darauf hin, dass seit seinem Amtsantritt zahlreiche Schenkungen angenommen werden konnten. Einer Liste zufolge sind dies seit dem Sommer 2005 insgesamt 31 Schenkungen gewesen mit einem geschätzten Gesamtwert von rund 20 Millionen Euro. Weitere Schenkungen oder Zustiftungen für Kölner Museen seien in Vorbereitung. Dass man sich also nicht rühre, wie dies der Kulturausschussvorsitzende Lothar Theodor Lemper (CDU) in einem Beitrag für diese Zeitung behauptet habe, sei völlig abwegig.

Quander bekräftigt, dass auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhauses Kutz eine Ausstellungsfläche von rund 1000 Quadratmetern für das benachbarte Wallraf-Richartz-Museum zur Verfügung gestellt werden soll. Allerdings werde das Gelände wegen des U-Bahn-Baus nicht vor Ende 2011 verfügbar sein. Noch in diesem Jahr soll ein Maßnahme-Katalog zum weiteren Verfahren vorliegen.

Zudem befürwortet der Kulturdezernent weiterhin die völlige Herauslösung des Wallraf-Richartz-Museum aus der städtischen Bürokratie. Dass es bislang nur zu einer Umwandlung in den Eigenbetrieb gelangt habe, sei darauf zurückzuführen, dass es keine politische Mehrheit für eine gGmbH oder eine ähnlich unabhängige Lösung gegeben habe. Daher habe die Stadt Köln einen solchen Antrag auch nicht beim Land stellen können. Würde es da einen neuen Vorstoß auf Seiten der Politik geben, "wären wir alle sofort dabei". Gleichwohl fehlt Quander der Glaube, dass sich für eine gGmbH-Lösung derzeit eine Mehrheit finden lässt. (M.Oe.)


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