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30.10.2008

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Mehr Unfälle, weniger Tote

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Zweigeteilte Bilanz der Polizei zu Kollisionen auf Autobahnen

Von Daniel Taab

Licht und Schatten auf den Autobahnen im Großraum Köln: Nach den neuesten Berechnungen der Polizei sind die Lkw-Unfälle mit Toten, Schwer- und Leichtverletzten zurückgegangen, die Zahl der Unfälle ist allerdings gestiegen. Im Jahr 2000 kamen auf den Autobahnen noch 15 Menschen ums Leben - 2007 waren es "nur" fünf Personen.

Mit Knochenbrüchen oder anderen schweren Verletzungen mussten vor acht Jahren noch 83 Auto- oder Lkw-Fahrer behandelt werden - 2007 waren es 62 Personen. Bei den leicht verletzten Menschen ist die statistische Erhebung noch erfreulicher: Im Jahr 2000 waren es 541 Personen, 2007 nur noch 276. Allgemein stieg aber die Zahl der Lkw-Unfälle: Im vergangenen Jahr krachte es 3318 im Großraum Köln; im Jahr 2000 kam es zu 2877 Karambolagen.

Den Grund für den Rückgang der Zahlen bei Verletzten und Toten sieht die Polizei ihn ihrer Kampagne "Sicherheit im Schwerlastverkehr". "Wir haben in vielen Gesprächen mit Spediteuren und Lkw-Fahrer deutlich gemacht, dass gesicherte Ladung sehr wichtig", sagte Polizeidirektor Helmut Simon. Außerdem hätten viele Fahrer verstanden, dass das Anschallen ihr Leben retten kann.

Der allgemeine Anstieg der Unfallzahlen wird damit begründet, dass immer mehr Lastwagen auf der Straße sind. Dies wird nach Ansicht von Innenminister Ingo Wolf auch in den kommenden Jahren noch zunehmen, der gestern im Polizeipräsidium auch betonte, dass man Lastwagen nicht nur kritisch sehen sollte: "Sie sind auch ein Segen, Denn sie bringen uns frische Ware."

Überhöhte Geschwindigkeit, Unterschreitung des Sicherheitsabstandes und Fehler beim Fahrstreifenwechsel sind laut Kölner Polizei die häufigsten Ursachen für Kollisionen. Dabei sei es leider immer noch so, dass Brummifahrer sehr leichtsinnig unterwegs seien und beim Fahren Kaffee kochten, TV schauten oder an ihren Laptops arbeiteten, sagte ein Sprecher.

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