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29.10.2008

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Streit um sieben neue Blitzer

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Mehrheit im Verkehrsausschuss votiert für weitere Starenkästen

Von Christian Deppe

Auf der Zoobrücke und der Inneren Kanalstraße werden weitere Starenkästen aufgestellt - auch stadtauswärts. Das hat der Verkehrsausschuss gegen die Stimmen der FDP gestern mehrheitlich beschlossen. Einer Erweiterung der Blitzerkaskade stadteinwärts hatte sich die CDU nicht verschlossen, für die Strecke stadtauswärts allerdings sieht auch die Union keinen Bedarf. Die Mehrheit aus SPD und Grünen stimmten den vorgesehenen Maßnahmen zur Geschwindigkeitskontrolle dagegen in Gänze zu.

Seit etwa einem Jahr wird stadteinwärts das Tempo zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Ost und dem Gleisdreieck durch fünf Starenkästen kontrolliert. Seitdem hat die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 36 Prozent abgenommen. Auf der Gegenfahrbahn allerdings haben sich die Unfallzahlen auch ohne Starenkästen reduziert (- 31 Prozent), was Ordnungsdienstleiter Ralf Mayer als "Placebo-Effekt" bezeichnete.

"Das muss nicht immer so bleiben. Dennoch fragen wir uns: Was können wir mit großem Aufwand noch auslösen, was wir nicht schon erreicht haben?", meinte Karsten Möring (CDU). Auch in den Augen von Christtraut Kirchmeyer (FDP) ist das Konzept "nicht schlüssig", zumal es sich bei der Strecke nicht um einen Unfallschwerpunkt handele. Mayer sieht noch Potenzial: Noch immer würden stadtauswärts 440 Geschwindigkeitsverstöße pro Messstunde festgestellt. Stadteinwärts dagegen haben man die Geschwindigkeitsüberschreitungen von 800 um 793 auf sieben Fälle verringern können.

Das Kernbündnis musste der Ordnungsdienstleiter nicht überzeugen. Für Bettina Thull von den Grünen ist der Handlungsbedarf deutlich erkennbar, die Zahlen sprächen eine deutliche Sprache, meinte sie. Und Peter Kron (SPD) zeigte sich fest davon überzeugt, dass die Unfallzahlen auch stadtauswärts weiter abnehmen werden, wenn die zusätzlichen Starenkästen erst einmal aufgestellt sind. Die Verwaltung beziffert die Sachkosten auf rund 220 000 Euro. Sie stehen für 2009 im Haushaltsplan zur Verfügung.


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