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11.10.2008

Kölnische Rundschau

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In Düsseldorf intensiv für Köln geworben

Ulrich Breite, MdR
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Vertreter der Stadt bekräftigen ihr Interesse am Deutschen Fußball-Museum

Von Nicole Stötzel

Mit den eigenen Pfunden wuchern, aber gleichzeitig den größten Sportverband der Welt nicht verprellen. Diese kniffelige Aufgabe hatte am Freitag die Kölner Delegation zu lösen, die mit Vertretern des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Düsseldorf zusammentraf. OB Fritz Schramma, die Dezernenten Norbert Walter-Borjans und Bernd Streitberger sowie SPD-Fraktionschef Martin Börschel unterstrichen ihr Interesse, das nationale Fußballmuseum nach Köln zu holen. Aber nicht um jeden Preis. "Wer ein Scheitern von vornherein ausschließt, kann nicht verhandeln und liefert sich aus", betonte Wirtschaftsdezernent Norbert Walter-Borjans im Vorfeld.

Schramma zeigte sich nach den Verhandlungen optimistisch: "Es war ein gutes Gespräch. Wir haben weitere Gespräche vereinbart." So soll die Stadt ihre Argumente (Attraktivität des Grundstückes, jährliches Touristenaufkommen, etc.) noch einmal schriftlich formulieren, damit die DFB-Vertreter für die entscheidende Präsidiumssitzung eine Grundlage haben.

Im Mittelpunkt der Diskussionen standen zwei strittige Punkte. Zum einen mussten sich die Bewerberstädte (Köln, Dortmund, Oberhausen und Gelsenkirchen) im so genannten "Letter of Intent" bereit erklären, dem DFB das jeweilige Grundstück kostenlos zur Verfügung zu stellen. 42 Prozent des zukünftigen Baugrundstücks sind im Eigentum der Stadt. Das sei schon einmal doppelt so viel wert wie das der Konkurrenten, sagen Experten. Die 966 Quadratmeter würde man dem DFB zur Verfügung stellen. Will der Fußball-Bund mit dem Museum aber vom Rhein aus gesehen in die erste Reihe, müssten Flächen, die im Besitz der Aurelis und der Bahn sind, dazugekauft werden. Dazu ist die Stadt nicht bereit. An dieser Stelle soll mit dem DFB eine gemeinsame Lösung gefunden werden. "Alles andere können wir der Bevölkerung nicht erklären", sagte FDP-Fraktionsgeschäftsführer Ulrich Breite.

Redebedarf hatten Schramma und Co. auch im Hinblick auf die Betreibergesellschaft. Der DFB, das Land NRW und die Stadt Köln sollen sich zu gleichen Teilen daran beteiligen, so will es der Fußball-Bund. Gewinne beziehungsweise Verluste sollen partnerschaftlich getragen werden. Die Kölner Delegation hat gestern vorgeschlagen, sich über eine städtische Tochtergesellschaft mit ihrem Fachwissen einzubringen und beratend zur Seite zu stehen. Finanziell wolle man jedoch außen vor bleiben. Eine endgültige Entscheidung über den Standort wird wohl erst in einem Monat fallen.


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