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29.09.2008

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Sekt, Swing und Kauflaune

Ralph Sterck, MdR
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1. Kölner Shopping Night am Samstag war ein voller Erfolg

Von Nadine Gottmann

Wie kommt man auf die Idee, noch um 23 Uhr Schuhe zu kaufen? "Das ist halt mal was anderes", meint Julia Riedel, deren Fuß gerade in einem Winterstiefel steckt. "Außerdem hatten wir sonst nichts vor", ergänzt Begleiter Timm Kröger. Wie die meisten Läden auf der Schildergasse ist das Schuhhaus Deichmann bei der 1. Kölner Shopping Night von City-Marketing proppenvoll. Bis Mitternacht halten fast alle Geschäfte in den Haupteinkaufsstraßen offen.

Die Kunden sind begeistert. "Abends ist Einkaufen viel schöner", findet Flavia Gangi, die mit drei Freundinnen und gefüllten Tüten bei H&M unterwegs ist. "Man hat keine Termine und keinen Zeitdruck", so die Elftklässlerinnen. "Und abends sitzt das Geld irgendwie ein bisschen lockerer", ergänzt Grazia Trzeja, "was ja auch ein Problem sein kann."

Es ist eher die jüngere Kundschaft, die die Läden bevölkert. Kleidung, Schuhe, Snacks - das geht gut. "Aber wer kauft schon nachts eine Uhr für 400 Euro?", fragt die Verkäuferin in einem der wenigen geöffneten Juwelierläden. "Für uns hat es sich überhaupt nicht gelohnt." Statt dessen genießen die Besucher Luxus lieber kulinarisch.

Neben den Einzelhändlern mit ihren Aktionen hat sich Spitzenhotellerie, darunter Dom-Hotel, Maritim und Dorint an der Messe, richtig ins Zeug gelegt. Prosecco, Scampi und gegrillten Schwertfisch gibt es zum Beispiel an der "Gourmet-Insel" vor dem Kaufhof. Dort spielt zuerst die Band Portofino Latin-Jazz; zu später Stunde scharen sich die Besucher um Entertainer Alex Alicke, der mit Swing-Klassikern begeistert.

Vor Globetrotter haben die Kinder tagsüber Spaß im mobilen Klettergarten, abends lockt Akrobatik viele Zuschauer an. Bei P&C schauen sich die Kunden neben den neuen Kollektionen unter der Glaskuppel den Nachthimmel und eine Fotoausstellung von Joachim Rieger an. "Bei uns ist alles optimal gelaufen", freut sich Andreas Darge aus der Herrenabteilung.

So gut gelaunt ist das Personal nicht überall. "Ich bin jetzt schon seit zwölf Stunden hier", sagt ein Schuhverkäufer. "Ich habe eine Familie und wäre jetzt lieber zu Hause", gibt eine Verkäuferin offen zu. Dafür haben auch die Kunden Verständnis. Er finde es sehr schön und praktisch, wenn die Geschäfte so lange geöffnet sind, aber die Arbeitsbedingungen müssten stimmen, meint Hendrik Kroll und wedelt mit der Packung Nudeln, die er noch für einen Snack besorgt hat.

Kurz vor Mitternacht ziehen die Vorstandsmitglieder von City-Marketing, Michael Maletz, Herbert Hamacher und Christa Reinartz, hochzufrieden Bilanz: "Eine tolle Atmosphäre, gute Umsätze - das werden wir wiederholen."


Pro und Contra

Vertreter der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) kritisierten in einer Diskussion mit FDP-Fraktionschef Ralph Sterck die Entscheidung für die Shopping Night. KAB-Vorsitzende Hildegard Lülsdorf bezeichnete die Kooperation mit der Photokina als Vorwand, um mehr Umsatz zu machen. Vom Einkauf bis Mitternacht profitierten allein große Ladenketten mit genug Personal.

Sterck verwies auf die Freie Marktwirtschaft, wonach Angebot und Nachfrage den Markt regelten. "Jeder kann selbst bestimmen, ob ein Mehraufwand lohnend ist. Zur Not stellt sich eben der Chef selbst hinter die Theke." (got)


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