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26.09.2008

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Messe-City: Stadt führt weiter Regie

Planung von JSWD für die MesseCity in Deutz
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Planung von JSWD für die MesseCity in Deutz
Planung von JSWD für die MesseCity in Deutz
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Planung von JSWD für die MesseCity in Deutz
CDU/FDP-Antrag auf Gründung einer Entwicklungsgesellschaft abgelehnt

Mit der Mehrheit des Rates wurde gestern der CDU/FDP-Antrag auf Gründung einer Entwicklungsgesellschaft für das Areal der Messe-City in Deutz abgelehnt. "Die Erfahrungen mit dem Rheinauhafen zeigen deutlich, dass ein so großes Gelände mit einer sehr anspruchsvollen Aufgabenstellung am sinnvollsten durch externe Fachleute entwickelt werden kann", begründete Karl Jürgen Klipper den Antrag. FDP-Fraktionschef Ralph Sterck ergänzte, man erwarte von der Verwaltung, dass man dort auch zur Selbstkritik fähig sei.

Als Ziel der Gesellschaft war vorgesehen, das Areal unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Workshops vom März 2008 bis zur Marktreife zu entwickeln, aufzubereiten und zu vermarkten. Dr. Eva Bürgermeister (SPD) äußerte die Überzeugung, dass innerhalb der Stadtverwaltung die notwendige Fachkenntnis dazu vorhanden sei. Und Grünen-Fraktionschefin Barbara Moritz betonte, die Ausschreibung des südlichen Teils des Areals sei bereits zu weit fortgeschritten, um noch eine zu gründende Gesellschaft mit der Entwicklung zu beauftragen. Außerdem entstünden Verzögerungen deshalb, weil die nördliche Hälfte des Geländes bis zum Jahr 2022 in Erbpacht an die Messe vergeben sei. (hap/cid)


Gute Idee
Kommentar von Christian Deppe über die Entwicklungsgesellschaft

Die Ungeduld, aus der heraus CDU und FDP die Gründung einer Entwicklungsgesellschaft für die Messe-City fordern, ist verständlich. Auf dem Areal des früheren Barmer Viertels soll ein neues Quartier mit ambitionierter Architektur entstehen. Doch seit dem Abriss der Häuserblöcke des Erbbauvereins vor zwei Jahren ist auf dem Gelände nichts passiert. Die Verwaltung kündigte an, 2012 würden die Bagger anrollen. Warten wir es ab.

Eine Stadtverwaltung ist anders strukturiert und längst nicht so beweglich wie eine städtische Gesellschaft. Neben dem Rheinauhafen belegt auch der Mediapark, dass eine Gesellschaft eher in der Lage ist, ein großes Areal anspruchsvoll und zügig zu entwickeln und zu vermarkten. Das haben auch andere Städte erkannt, die Projektentwicklungen mit Erfolg externen Fachleuten anvertraut haben, Duisburg etwa seinen Innenhafen. Und Beispiele dafür, wie lange sich eine Verwaltung mit derartigen Projekten beschäftigen kann, gibt es in Köln ebenfalls genug: Wann beginnt endlich die Umwandlung des Clouth-Geländes?

Der Antrag von CDU und FDP ist grundsätzlich sinnvoll, und es ist bedauerlich, dass er im Parteienstreit zerrieben wurde. Zumindest für andere, ähnlich gelagerte Projekte sollte eine solche Gesellschaft als Option überdacht werden.


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