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08.10.2001

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Friedhof für Haustiere gefordert

Ulrich Breite
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Ulrich Breite
Zur Forderung der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln nach einer „letzten Ruhestätte“ für Haustiere erklärt Ulrich Breite, FDP-Fraktionsgeschäftsführer im Rat der Stadt Köln:

„Wer gegen Tiere ist, kann kein guter Mensch sein“, erkannte schon vor 150 Jahren Arthur Schopenhauer. Dahingeschiedene Tiere werden heute einerseits nach dem Tierkörperbeseitigungsgesetz in einer Tierkörperverwertungsanstalt entsorgt, anderseits findet in vielen Fällen der tote Körper eines Haustieres in Form von Tiermehl wieder Eingang in die Nahrungskette der Menschen oder wird gar zu Seife verarbeitet. Der derzeitige Umgang mit verstorbenen Haustieren und ihren trauernden Haltern ist unwürdig und widersprüchlich. Er entspricht nicht dem Umgang und der Bedeutung der Haustiere für viele ihrer Besitzer.
Haustiere sind gerade für junge Menschen ein wichtiger sozialer Bezugspunkt und für ältere Menschen darüber hinaus Motivation für ein auch im Alter erlebnis- und ereignisreiches Leben. Das Ableben ihrer liebsten Begleiter ist schon schmerzhaft genug, als dass man ihnen auch noch die Möglichkeit der Trauer nimmt, indem man sie lieblos entsorgt. Behandelt man die Tiere so, tritt man die Gefühle vieler Tierbesitzer mit Füssen.
Wir Liberale akzeptieren veränderte Lebensgewohnheiten und -umstände unserer Kölner Bürgerinnen und Bürger und tragen ihnen mit der Forderung nach einem Ort der Trauer für ihre Weggefährten Rechnung. Innigste Gefühle wie die Trauer manifestieren sich nun einmal im Stillen. Gefühlsduselei? Wir stehen dazu. Was in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Dresden, Stuttgart und weiteren 51 Kommunen möglich ist, soll auch in Köln Realität werden.
Vorstellbar wäre daher für die FDP ein Tierfriedhof unter Verwaltung eines Tierheimes und Aufsicht eines Tierarztes. Auf die Stadt Köln kämen keine Kosten zu, sie müsste lediglich dafür sorgen, dass ein vorschriftsmäßiges Gelände für diesen Zweck zur Verfügung bzw. zur Verpachtung steht. Das illegale Verscharren verstorbener Tiere im Garten kann so vermieden werden. Es entsteht ein Ort der Trauer und der Ansprache für die verstorbenen Tiere. Viele Kölnerinnen und Kölner gehen ein Teil ihres Lebens gemeinsam mit ihren Haustieren, teilen Freude und Glück. Verweigern wir ihnen nicht länger den letzten Dienst.“

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