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19.09.2008

Kölnische Rundschau

Pressespiegel

Fußball-Museum: Zahlt der DFB Pacht?

So könnte das Fußballmuseum am Breslauer Platz aussehen
So könnte das Fußballmuseum am Breslauer Platz aussehen
So könnte das Fußballmuseum am Breslauer Platz aussehen
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So könnte das Fußballmuseum am Breslauer Platz aussehen
Alternativ könnte die Betreibergesellschaft für Mehrwert des Breslauer Platzes aufkommen

Von Jan Wördenweber

Bis zum 10. Oktober hat die Stadt noch Zeit. Dann muss die Absichtserklärung dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) übergeben werden, in der sich die Kommune bereit erklärt, zu den Konditionen des Verbandes ein nationales Fußball-Museum zu beheimaten. Nur: Den so genannten "Letter of Intent" kann die Stadt nach derzeitigem Stand nicht unterzeichnen. Und damit wäre das Museum für Köln gestorben.

Zwar will der DFB sein Museum am liebsten am Rhein verwirklicht sehen - doch SPD, Grüne und FDP wehren sich dagegen, dem millionenschweren Verband das favorisierte Grundstück auf dem Breslauer Platz kostenlos zur Verfügung zu stellen. Wie zu hören ist, wird hinter den Kulissen heiß diskutiert. Es geht darum, eine Lösung zu finden, bei der alle Beteiligten ihr Gesicht wahren können. Und die ist nun offenbar durch eine jährliche Pachtzahlung in Sicht.

Hauptproblem ist der enorme Wert des Grundstücks am Breslauer Platz. Von drei bis fünf Millionen Euro ist die Rede, und je länger über das Areal diskutiert wird, umso mehr wird dafür bezahlt werden müssen. Die konkurrierenden Standorte in Gelsenkirchen, Oberhausen und Dortmund haben einen deutlich geringeren Wert. Da der DFB aber bevorzugt in Köln bauen will, könnte aus dem Mehrwert, den der Breslauer Platz gegenüber den anderen Grundstücken aufweist, eine jährliche Pacht errechnet werden. Diese müsste dann der DFB zahlen, heißt es.

Alternativ könnte die Pacht von der Betreibergesellschaft aus Stadt, Land und DFB getragen werden. Ein Gutachten war zu dem Schluss gekommen, dass das Museum auf dem Breslauer Platz Gewinne abwerfen wird. Der DFB wollte sich gestern nicht dazu äußern. "Diese Lösung wäre ganz im Sinne unseres Änderungsantrags", sagte SPD-Fraktionsgeschäftsführer Michael Zimmermann. SPD, Grüne und FDP hatten bereits vor Wochen eine Pacht für den Breslauer Platz ins Spiel gebracht.

Indes fanden Gespräche mit dem DFB und dem Deutschen Olympischen Sportbund statt. "Der Idee (Anmerkung der fdp-koeln.de-Redaktion: der Liberalen), eine gemeinsame Ansiedlung mit dem Sport-und Olympiamuseum auf dem Breslauer Platz umzusetzen, stehen wir positiv gegenüber", erklärte Andreas Köhler (CDU). Auch SPD, Grüne und FDP hatten sich zuletzt um das Museum im Rheinauhafen gesorgt, wenn "König Fußball" allein in Dom-Nähe regiert.


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