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27.10.2008

FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

Meldung

Nein zu weiteren Starenkästen

Christtraut Kirchmeyer, MdR
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Christtraut Kirchmeyer, MdR
Kirchmeyer: Autofahrer zahlen die Zeche

Die Stadt Köln legt für den Verkehrsausschuss die nächste Vorlage zur Installation von sieben weiteren Starenkästen auf der Zoobrücke und Inneren Kanalstrasse vor. Dazu erklärt Christtraut Kirchmeyer, Verkehrspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln:

"Diese Vorlage beinhaltet insgesamt sieben zusätzliche Starenkästen - drei in Richtung Innenstadt bis zur Hornstrasse und vier stadtauswärts, die rein gar nichts mehr mit Unfallverhütung an Brennpunkten zu tun haben. Danach wäre ja die ganze Strecke ein kompletter Brennpunkt. Sie sollen nur Ortsunkundigen das Geld aus der Tasche ziehen. Das macht Köln als Einkaufs- und Tourismus-Stadt unpopulär. Für uns ist das ganz klar Abzocke, denn es wurde von den "Experten" errechnet, dass die Stadt bis zu 1,0 Mio. € Mehreinnahmen erwartet. Da lacht doch das Herz des Kämmerers! Aber: das grenzt an Totalüberwachung der Autofahrer.

In der Verwaltungsvorlage wird dargestellt, wie sich die Unfallzahlen verändert haben. Auf dem Streckenabschnitt, der bereits überwacht wird, sank die Zahl der schweren Unfälle um 36% und gesamt um 18%. Auf dem jetzt zu beschließenden Abschnitt haben sich allerdings die Unfallzahlen auch nicht erhöht: die Zahl der schweren Unfälle sank um 31 % und gesamt um 10%. Die Gesamtunfallzahlen für Köln sind um 6% gesunken - warum dann Überwachung außer zur Freude des Stadtsäckels?

Es gäbe andere und wichtigere "Baustellen für Verkehrsüberwachung" in Köln als auf dieser Strecke. Auch zeigte eine Mitteilung in der Verkehrausschusssitzung am 19.08.2008 zum Unfallgeschehen 2007 in Köln keine Auffälligkeiten auf dieser Strecke. Hier stand die Zoobrücke stadteinwärts vom Pfälzischen Ring bis Amsterdamer Strasse auf der letzten (!) Stelle und die stadtauswärts führende Strecke war überhaupt nicht erwähnt.

Der Unfallberichte zeigte allerdings auf, dass schwere und tödliche Unfälle mit und durch Zweiradfahrer die Statistik schwer belasten. Hier ist der Ansatz für Prävention gegeben. Und auf den geplanten "Abzocke-Strecken" fahren Radler auf ihren eigenen Wegen!

Die FDP-Fraktion will, dass die Zoobrücke leistungsfähiger wird. Deshalb muss sie in beide Richtungen vierspurig ausgebaut werden. Zwischen Zoo und Deutz ist sie in beiden Richtungen bereits dafür vorgerüstet. Besonders an der Auffahrt in Riehl und der Abfahrt zur Rheinuferstraße sind bauliche Maßnahmen nötig. Auch der ADAC unterstützt uns in diesem Bestreben, die Zoobrücke vierspurig auszubauen, statt sie in einen Catwalk mit Blitzlichtgewitter zu verwandeln. Damit beweisen die Verkehrsexperten, dass unsere Forderungen in die richtige Richtung gehen."


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