Köln kann mehr
alle Meldungen »

29.08.2008

Kölner Stadt-Anzeiger und Kölnische Rundschau

Meldung

Ja zum Jüdischen Museum

Das Modell für das Haus und Museum der jüdischen Kultur
Bild vergrößern
Das Modell für das Haus und Museum der jüdischen Kultur
Das Modell für das Haus und Museum der jüdischen Kultur
Bild verkleinern
Das Modell für das Haus und Museum der jüdischen Kultur
Zweistufigkeit, aber keine Entkoppelung


Kölner Stadt-Anzeiger
Zweistufigkeit, aber keine Entkoppelung
Jüdisches Museum soll geplant werden

SPD, FDP, Grüne und Linke sind für eine Vorfinanzierung der Planung durch die Stadt.

Von Christian Hümmeler

Die Sieger des Architektenwettbewerbs, das Saarbrücker Büro Wandel, Hoefer, Lorch und Hirsch sollen mit der Planung für die Archäologische Zone und das Haus und Museum der Jüdischen Kultur auf dem Rathausplatz beauftragt werden. Das beschloss der Stadtrat gestern Abend mit den Stimmen von SPD, FDP, Grünen und den Linken. Eine Entkoppelung beider Projekte, wie sie Oberbürgermeister Fritz Schramma und die CDU-Fraktion gefordert hatten, wurde abgelehnt: Lediglich eine "Zweistufigkeit" der beiden Projekte sei denkbar, sagte Hans-Georg Bögner (SPD), die Entkoppelung aber sei der falsche Weg. "Wir wollen beide Projekte", so Bögner.

Grünen-Fraktionschefin Barbara Moritz warnte davor, auf dem Rathausplatz allein auf die Archäologische Zone ohne ein Jüdisches Museum zu setzen: "Wenn man keine Tiefgaragenoptik will, muss es über den Ausgrabungen genügend Raum geben." Schon das verändere den Rathausplatz beträchtlich. Fritz Schramma hatte zuvor daruf hingewiesen, dass die Finanzierung des Jüdischen Museums noch äußerst ungewiss sei. Zunächst gelte daher: "Alles, was über die Höhe des Platzes hinaus geht, müssen wir bezahlen." Die Stadt gehe in vielen Bereichen in Vorleistung, sagte Ralph Sterck. Das müsse auch hier passieren, statt auf provisorische Bauten zu setzen, so der FDP-Fraktionschef: "Es gibt nichts, was länger hält als Provisorien."


Kölnische Rundschau
Ja zum Jüdischen Museum
Rat nach hitziger Debatte für Bebauung des Rathausplatzes

Von Susanne Happe

Nach einer turbulenten Debatte mit tumultartigen Szenen vor teils gelichteten Stuhlreihen haben SPD, Grüne, FDP und Linke gestern Abend beschlossen, das gemeinsame Gebäude für das Haus und Museum der jüdische Kultur und die Archäologische Zone nach den prämierten Entwürfen des Darmstädter Architekturbüros Wandel Hoefer Lorch + Hirsch auf dem Rathausvorplatz zu bauen. Dabei soll der Schutzbau für die archäologische Zone zugleich die Hülle für das künftige Museum sein.

Vor der Abstimmung hatte Oberbürgermeister Fritz Schramma die Befürworter noch einmal eindringlich gefragt, ob ihnen klar sei, dass das Land nur die Kosten für die archäologische Zone übernehme. Die Hülle des Hauses müsse also von der Stadt finanziert werden, weil der Förderverein für das Jüdische Museum noch nicht genügend Spenden gesammelt habe. Sowohl Professor Hans-Georg Bögner, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, als auch FDP-Fraktionschef Ralph Sterck bejahten das. Sterck meinte, die Stadt trete häufig in Vorleistung und nannte als Beispiel die Ost-West-Bahn, für die am Heumarkt mit vielen Millionen Euro Vorkehrungen getroffen würden, obwohl niemand wisse, ob in fünf zehn oder 50 Jahren gebaut werde. Bögner forderte die Verwaltung auf, mit dem Land über eine finanzielle Beteiligung zu verhandeln und dabei möglichst viel herauszuholen.

Zuvor hatte er gesagt, der Rathausvorplatz sei der einzig historische Ort für ein Jüdisches Museum. Keiner könne verbindlich sagen, ob der Förderverein die Finanzierung gestemmt bekomme, aber das Verhalten des OB "wie Schilf im Winde" habe bundesweit zu einem beschämenden Presseecho für diese Stadt geführt. Grünen-Fraktionschefin Barbara Moritz redete sich in Rage und ging den OB persönlich an. Man habe 2006 nicht beschlossen, die Bürger zum Projekt zu befragen, sondern lediglich eine "breite öffentliche Debatte" vorgesehen. Das sei das gleiche, tobte Dr. Lothar Theodor Lemper, Kultursprecher der CDU. Sterck meinte: "Eine Entkoppelung beider Projekte ist nach dem Siegerentwurf möglich. Nur: Sie ist nicht nach außen zu erkennen, sondern nur in der Innennutzung. Wenn wir den Beschluss haben, ist das eine große Sache für diese Stadt."

CDU-Fraktionschef Winrich Granitzka warf SPD, Grünen und FDP vor, eine Entscheidung gegen die Mehrheit der Bevölkerung zu treffen. Moritz konterte, auch wenn man nur die Schutzbauten für die archäologische Zone baue, werde der Platz mit einem Sockel in zwei bis vier Metern Höhe überbaut. Dr. Martin Müser (Bürger Bündnis) fand es typisch, "dass hier wieder mal geplant wird, ohne sich über die Kosten zu unterhalten".


Hier geht es zu weiteren Meldungen und Initiativen der FDP zum Haus und Museum der jüdischen Kultur.

vorherige Meldung nächste Meldung

Liberale Webnews

alle Videos »

Videothek

Gebauer und Houben werden Spitzenkandidaten

Aktuelle Highlights

Mo., 21.11.2016 Gebauer und Houben aussichtsreich platziert Liste für Landtags- und Bundestagswahlen 2017 gewählt Yvonne Gebauer und Reinhard Houben
Am Wochenende trafen sich die Delegierten der nordrhein-westfälischen FDP in Neuss zur Wahl der Kandidatinnen und Kandidaten für die ... mehr
Fr., 18.11.2016 FDP lehnt Abschaffung des Anwohnerparkens in der Innenstadt ab Houben kritisiert im Rat Entschluss der Bezirksvertretung Reinhard Houben, MdR
In den heutigen Ausgaben des Kölner Stadt-Anzeigers, der Kölnischen Rundschau und des Express lehnte die Kölner FDP-Fraktion entschieden ... mehr
Mi., 16.11.2016 FDP will Änderungen bei der Kölner Stadtordnung Breite: Verbot von Mannschaftssport auf Grünflächen ist Nonsens!
Die von der Kölner Stadtverwaltung vorgelegte Beschlussvorlage zur Kölner Stadtordnung stößt in der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln auf ... mehr

Termin-Highlights

Sowohl in politischer, als auch wirtschaftlicher Perspektive ist Südafrika eines der am schnellsten wachsenden Entwicklungsländer in der ...mehr

So., 11.12.2016, 18:00 Uhr
Neumitglieder- und Interessententreffen
Einladung zum Neumitglieder- und Interessententreffen Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neumitglieder und Interessenten der FDP in ...mehr

Mo., 12.12.2016, 19:00 Uhr
FreiGespräch: Trump - Was nun?
Als wir am Morgen des 9. November die Nachrichten hörten, da hatten wir das Gefühl, die Welt wäre eine andere als noch am Abend zuvor. ...mehr

Politik-Highlights

Ralph Sterck, MDR
Haushaltsrede von Ralph Sterck, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Rat der ...mehr
Katja Hoyer, MdR
Rede der Stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln, Katja Hoyer, zur Fortsetzung der Planungen für ein ...mehr
Ulrich Breite, MdR
Laudatio zur Übergabe des Friedrich-Jacobs-Preises 2015 an die Sportjugend Köln für das Angebot Mitternachtssport Lieber Herr ...mehr